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München - Eden Hazard befindet sich im Anflug auf Real Madrid, weitere Stars sollen folgen. Doch dafür müssen Transfererlöse generiert werden. Das bringt Probleme mit sich.

Noch auf dem Rasen des Olympiastadions von Baku kündigte Eden Hazard große Veränderungen an.

"Ich denke, es ist ein Abschied. Aber im Fußball weiß man nie", sagte der 28-Jährige nach dem 4:1 (0:0) gegen den FC Arsenal. "Vielleicht ist jetzt die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen."

Diese heißt Real Madrid. Zwar ist der Wechsel des Chelsea-Stars noch nicht offiziell verkündet, aber laut AS soll der Belgier am Montag bei den Königlichen vorgestellt werden.

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100 bis 110 Millionen Euro sollen für Hazard an Ablöse fällig werden.

Hazard nur ein Teil von Reals Transferoffensive

Nach dem Verteidiger Éder Militao, der für 50 Millionen vom FC Porto kommt, und Rodrygo, für den Real 45 Millionen Euro an den FC Santos überweist, wäre Hazard der dritte millionenschwere Neuzugang.

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Jovic und Mendy weiter im Fokus

Auf dem Wunschzettel, den die Marca veröffentlichte, stehen weiterhin noch Eintracht Frankfurts Luka Jovic (geschätzte Ablöse von 70 Millionen Euro) und Olympique Lyons Ferland Mendy (40 Millionen Euro).

Dazu würde Real-Präsident Florentino Pérez den Fans ein Jahr nach dem Abgang von Superstar Cristiano Ronaldo gerne einen Ausnahmekönner ähnlichen Kalibers präsentieren.

Namen wie Paul Pogba, Kylian Mbappé und Neymar wurden zuletzt bei Real gehandelt.

Kroos und Ramos bleiben

Selbst wenn Trainer Zinédine Zidane laut AS ein Transferbudget von 540 Millionen Euro zur Verfügung stehen soll - ein großes Problem bleibt: In Spanien ist die Kadergröße auf 25 Spieler begrenzt.

Neben Toni Kroos, der seinen Vertrag bis 2023 verlängerte, wird auch Kapitän Sergio Ramos in Zukunft zu den Säulen zählen. Ramos bekannte sich am Mittwochabend zu Real und erstickte damit zuletzt aufgekommene Gerüchte um einen Abschied im Keim.

Verkaufskandidaten befinden sich im aktuellen Aufgebot zwar einige, gewillt zu gehen sind aber nur wenige.

Isco, Bale und James auf der Streichliste

Isco, Gareth Bale und der an den FC Bayern verliehe James Rodríguez haben im Bernabéu offensichtlich keine Zukunft mehr, was Trainer Zidane mit der Nichtberücksichtigung Bales in den letzten drei Saisonspielen demonstrativ zur Schau stellte.

Der einst teuerste Transfer der Welt könnte bis zu 70 Millionen Euro generieren, besitzt aber noch einen drei Jahre gültigen Vertrag, der ihm 17 Millionen Euro pro Saison einbringt.

"Wenn sie wollen, dass ich gehe, müssen sie mir 17 Millionen Euro pro Saison zahlen. Sonst bleibe ich und spiele halt Golf", wurde Bale zuletzt vom Radiosender Onda Cero zitiert.

Auch Isco will laut Marca nach einer verkorksten Saison lieber bei Real um seinen Platz kämpfen als anderswo einen Neuanfang wagen.

Die geschätzte Ablöse von 60 Millionen Euro würden die Madrilenen gerne anderweitig investieren.

James' Zukunft weiter offen

James, bei dem die Bayern bislang noch nicht von ihrer Kaufoption Gebrauch gemacht haben, wäre für Real immerhin ein Transfererlös von rund 70 Millionen Euro drin. Als potenzielle Abnehmer werden Juventus Turin und Paris Saint-Germain genannt.

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Immerhin: Der an Europa-League-Sieger FC Chelsea verliehene Mateo Kovacic dürfte für 35 Millionen Euro fest zu den Blues wechseln.

Neben Ersatzkeeper Keylor Navas (geschätzter Verkaufswert 10 Millionen), könnte der bevorstehende Umbruch auch einige jüngere Spieler treffen.

Kein Platz mehr für Ceballos oder Nacho?

"Dani Ceballos, Mariano Díaz oder auch Marcos Llorente werden eventuell gehen müssen. Auch Nacho könnte ein Opfer der Neuzugänge werden", sagte Real-Insider Miguel Gutiérrez Anfang Mai zu SPORT1.

Reals Umbaumaßnahmen haben gerade erst begonnen. "Jeder weiß, dass ich immer daran arbeite, die besten Spieler der Welt nach Madrid zu holen und die besten Spieler auf jeder Position hat Real Madrid", sagte Real-Präsident Pérez unlängst bei Onda Cero. "Der Transfermarkt öffnet am 1. Juli. Wir werden in der neuen Saison aber einen guten Kader haben."

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