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München und Frankfurt am Main - Die Büffelherde von Eintracht Frankfurt hat sich aufgelöst - doch Nachschub ist bereits da. Mit André Silva ist die neue Offensivreihe der Hessen komplett.

Die Frankfurter Büffelherde hat sich innerhalb weniger Wochen aufgelöst.

Nach Luka Jovic, der für 60 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt ist, und Sébastien Haller, den West Ham United für 40 Millionen Euro verpflichtet hat, verlässt nun auch Ante Rebic die Eintracht.

Doch vorerst nur vorübergehend. Rebic wird für zwei Jahre an den AC Mailand verliehen und ist Teil eines Last-Minute-Tauschgeschäfts: Im Gegenzug kommt der portugiesische Angreifer André Silva vom AC Mailand.

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Cristiano Ronaldo adelte André Silva

Zweieinhalb Stunden nach Schließung des Transferfensters verkündete Frankfurt den Coup. Schon länger sei man an dem Portugiesen interessiert gewesen, doch zur Verpflichtung kam es aus finanziellen Gründen nicht - er sei schlichtweg zu teuer gewesen.

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"Die Eintracht war der Klub, der das größte Interesse an mir hatte. Deshalb bin ich hier. Es ist Zeit für mich, als Fußballer erwachsen zu werden", äußerte Silva bei der Vorstellung. Und: Goncalo Paciência habe erheblichen Anteil an seinem Wechsel. "Er hat mir gesagt, dass die Eintracht die besten Fans der Welt hat."

Dass ihn Cristiano Ronaldo als seinen legitimen Nachfolger adelte, ist für Silva ein zweischneidiges Schwert. "Diese Aussage ist einerseits eine Hilfe, denn sie stammt von Cristiano, ein Wahnsinnsspieler. Sie ist aber auch eine Herausforderung, denn ich möchte ihn nicht enttäuschen. Ich will alles dafür tun, damit er Recht behält."

Mit dem gelungenen Coup ist die Vorfreude auf den 23 Jahre alten Mittelstürmer in Frankfurt umso größer: "André ist ein toller Spieler, er wird eine andere Note in unser Spiel bringen, er hat unheimlich viel Potenzial", sagte Sportdirektor Fredi Bobic. Zu Rebics Abgang meinte er, es sei dessen "ganz großer Wunsch, nach Italien zu gehen", er sei zuletzt launisch gewesen und habe auf den Wechsel gedrängt.

Frankfurts neue Offensive mit Silva komplett

Außerdem wechselte Mittelstürmer Bas Dost für sieben Millionen Euro von Sporting Lissabon zur Eintracht.

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Die Bilanz des 30-jährigen Niederländers kann sich sehen lassen: Für Wolfsburg traf er in 85 Bundesliga-Spielen 36 Mal und steuerte zehn Assists bei. Weitere neun Mal traf er für die Wölfe in 16 DFB-Pokalspielen. Den Pokal mit dem VfL holte er sich schließlich 2015 und köpfte im Finale gegen Dortmund zudem das 3:1.

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Von Wolfsburg zog es ihn im Sommer 2016 nach Portugal zu Sporting Lissabon, wo er mit 34 Treffern in 31 Spielen umgehend Torschützenkönig wurde. Vergangene Saison holte er sich mit Sporting den Pokal und steuerte im Finale gegen den FC Porto erneut einen Treffer bei. In der Primeira Liga netzte er in 84 Spielen 76 Mal ein und lieferte zehn Vorlagen.

Joveljic soll langsam aufgebaut werden

Außerdem neu im Kader: Der 20-jährige Dejan Joveljic von Roter Stern Belgrad, der für vier Millionen Euro verpflichtet wurde.

Zusammen mit Paciência, der vor einem Jahr vom FC Porto kam, bilden die vier die neue Sturmoffensive. Der serbische Neuzugang wird im Gegensatz zu Dost und Silva, die umgehend im Fokus stehen, langsam an das Team herangeführt. Bis jetzt hatte er einige Kurzeinsätze und netzte in seinem ersten Spiel für Frankfurt gegen Flora Tallinn einmal ein.

Statt Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic hat die Eintracht nun also eine runderneuerte Büffelherde: Goncalo Paciência, Bas Dost, André Silva und Dejan Joveljic, so die Hoffnung der Eintracht-Fans, sollen auf den Spuren ihrer Vorgänger wandeln.

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