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München - Der letzte Tag der Transferperiode bricht an - und selten ging es beim FC Bayern so hoch her. Wer kommt, wer geht? SPORT1 liefert einen Überblick.

Die Uhr tickt an der Säbener Straße!

Am Montag um 18 Uhr schließt in Deutschland das Transferfenster - und selten ging es beim FC Bayern so kurz vor Toreschluss noch so turbulent zur Sache.

Während die Münchner am Sonntag den Transfer des zentralen Mittelfeldspielers Marc Roca (Vertrag bis 2025) offiziell bestätigten, gibt es auf anderen Positionen noch das eine oder andere Fragezeichen.

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SPORT1 skizziert die Situation der heißesten Personalien am Tag der Entscheidung.  

Eric Maxim Choupo-Moting:

Seinen Namen hatten wohl nur die wenigsten auf dem Zettel. Doch der gebürtige Hamburger hat bei PSG bewiesen, welch wertvolle Rolle er als Backup in einem Kader voller Stars spielen kann.

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Nach SPORT1-Informationen ist ein Transfer des 31-Jährigen, dessen Vertrag bei Paris ausgelaufen und der daher ablösefrei zu haben ist, sehr wahrscheinlich.

Mit Choupo-Moting bekommt der Rekordmeister einen offensiv variabel einsetzbaren Spieler, der als absoluter Teamplayer gilt und auf all seinen Stationen immer als sehr wichtig für die Stimmung in der Kabine beschrieben wurde.

Joshua Zirkzee:

Bei der 1:4-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim durfte der 19 Jahre alte Nachwuchsstürmer mal wieder von Beginn an ran - und hatte erheblich zu kämpfen.

Der Niederländer hat gute Anlagen, braucht aber unbedingt Spielpraxis. Die könnte er nun womöglich in seiner Heimat sammeln. Eine Leihe steht im Raum, nicht zuletzt, da Choupo-Moting kommen wird.

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Dick Advocaat (73), Trainer von Feyenoord Rotterdam, bot sich bei der niederländischen Rundfunkanstalt RTV Rijnmond bereits als Abnehmer an.

"Das wäre ein ausgezeichneter Spieler für uns. Wenn es passt, werden wir versuchen, Zirkzee unter Vertrag zu nehmen. Bayern profitiert davon, dass er spielt, und das Gehalt ist bei einem Leihgeschäft oft kein Problem", sagte Advocaat.

Douglas Costa:

Von Uli Hoeneß mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt, nun kurz vor einer Rückkehr von Juventus Turin nach München.

Italienische Medien bestätigten am Abend einen Bericht des kicker, dass der Brasilianer künftig wieder Rot tragen wird. Es soll sich um eine Leihe ohne Kaufoption handeln. Bayern übernehme vollständig Costas Gehalt.

Der 30-Jährige spielte schon von 2015 bis 2017 für die Bayern, kostete 30 Millionen Euro und startete beim FCB mit zehn Assists in den ersten sieben Spieltagen in die Saison. Was für eine Rakete - dachte man.

Douglas Costa feierte mit Renato Sanches (l.) einst die Meisterschaft auf dem Rathaus-Balkon
Douglas Costa feiert mit Renato Sanches (l.) die Meisterschaft auf dem Rathaus-Balkon © Imago

Costa ließ immer mehr nach, ehe er 2017 zunächst an Juve verliehen und später dorthin verkauft wurde.

"Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat", schimpfte der damalige Bayern-Präsident Hoeneß.

Nun sieht alles danach aus, als dürfe Costa zeigen, ob er sich gewandelt hat. Am Montagvormittag soll er zum Medizincheck in die bayerische Landeshauptstadt reisen.  

Javi Martínez:

Vieles deutete daraufhin, dass der Baske in diesem Sommer nach sieben erfolgreichen Jahren seine Zelte in München abbricht.

Trainer Flick kann ihm keinen Stammplatz bieten, allenfalls sporadische Einsätze. Mit seinem Reservisten-Status ist der Spieler unzufrieden.

Der FC Bayern wollte dem verdienten Mittelfeld-Allrounder nach SPORT1-Informationen keine Steine in den Weg legen, er wird nun aber doch bis Ende seines Vertrages im kommenden Jahr bleiben.

Flick am Sonntagabend nach dem 4:3 gegen die Hertha: "Wartet mal morgen 18 Uhr ab. Ich gehe davon aus, dass er morgen auch nach 18 Uhr noch bei uns ist. Aber ich kann das nicht zu 100 Prozent sagen."

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Adrian Fein:

Der Mann, der das Wappen der Stadt München auf dem Unterarm tätowiert hat, könnte seine Heimatstadt auf den letzten Drücker zum zweiten Mal auf Leihbasis verlassen.

Nach seiner starken Saison beim HSV durfte er sich in der Vorbereitung unter Hansi Flick beweisen, bekam seither aber noch keine Einsatzminute bei den Profis.

Eigentlich war nach SPORT1-Informationen geplant, dass Fein mindestens bis zum Winter bleibt, doch nun werden laut Sky Arminia Bielefeld, Hertha BSC und PSV Eindhoven als mögliche Abnehmer für den 21 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler gehandelt.

Adrian Fein (r.) verlässt den FC Bayern erneut auf Leihbasis
Adrian Fein (r.) könnte den FC Bayern schon wieder verlassen © Imago

Michael Cuisance:

Bitterer hätte es für den 21-Jährigen kaum laufen können. Cuisance war bereits in Leeds, alle Parteien waren sich über einen Wechsel einig.

Der Spieler hatte sich nach SPORT1-Informationen bereits bei seinen Teamkollegen verabschiedet. Doch dann rasselte der ehemalige Gladbacher durch den Medizincheck. Angeblich fürchteten die Engländer das Risiko einer sich anbahnenden schwereren Verletzung.

"Unsere medizinische Abteilung sieht es komplett anders", sagte Flick, muss Cuisance nun aber irgendwie wieder ins Team integrieren.

Außer, der ehemalige Gladbacher findet am letzten Tag des Transferfenster noch einen Abnehmer. Wie Telefoot aus Frankreich am späten Sonntagabend berichtet, soll der Techniker für ein Jahr an Olympique Marseille ausgeliehen werden. Inklusive einer Kaufoption.

Am Montag soll der Medizincheck erfolgen. Abwarten, ob Cuisance ihn dieses Mal besteht.

Bouna Sarr:

Hansi Flick wollte unbedingt einen Backup für Benjamin Pavard. Auch, um ihn "vor sich selbst zu schützen", wie der Trainer vor dem Spiel der Münchner gegen die Hertha erklärte.

Pavard hatte sich im Saisonendspurt eine Bandverletzung an der linken Fußwurzel zugezogen, kehrte aber beim Finalturnier der Champions League in Lissabon überraschend (zu) früh in den Kader zurück. Der Franzose will immer spielen, braucht aber gelegentlich auch mal Pausen. Die soll ihm nun allem Anschein nach Bouna Sarr verschaffen.

Bouna Sarr könnte bald für den FC Bayern auflaufen
Bouna Sarr könnte bald für den FC Bayern auflaufen © Imago

Der in Deutschland recht unbekannte Franzose spielt seit 2015 für Olympique Marseille. Aktuell laboriert der 28-Jährige an einer Sehnenreizung, was die Münchner aber wohl nicht davon abhält, rund zehn Millionen Euro für den Rechtsfuß hinzulegen.

Sarr soll laut französischer Medien einen Vierjahresvertrag beim Deutschen Meister erhalten.

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