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Mhlengi Gwala wurde im Training angegriffen
Mhlengi Gwala wurde im Training angegriffen © dpa Picture-Alliance
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Der südafrikanische Triathlet Mhlengi Gwala wird im Training von drei Männern überwältigt. Sie wollen aber nicht sein Geld, sondern ihm die Beine absägen.

Mhlengi Gwala wird diesen schrecklichen Tag sein Leben lang nicht vergessen.

Der südafrikanische Triathlet trainierte in Durban und war mit seinem Fahrrad unterwegs, als plötzlich drei Männer ihn aus dem Nichts attackierten und überwältigten.

Sie zogen den 27-Jährigen in ein Gebüsch und wollten nicht etwa sein Geld oder seine Wertsachen, sondern absurderweise seine Beine.

"Er holte sofort sein Handy und sein Geld hervor und bat es den Angreifern an", erklärte ein Sprecher seines Sponsor "Sue de la Port" bei News24.com. "Doch sie drückten ihn zu Boden und versuchten mit einer Kettensäge seine Beine abzusägen."

Gwala erleidet schwerste Verletzungen

Gwala erlitt an beiden Beine schwere Verletzungen an Muskeln, Knochen und Nerven. Die Polizei leitete bereits eine Untersuchung wegen versuchten Mordes ein, erklärte Thulani Zwane, ein Polizeisprecher in der südlichen Provinz KwaZulu-Natal.  

Aus welchem Grund die Angreifer seine Beine mit einer Säge absägen wollten, ist völlig unklar. Solch ein Verbrechen gab es aber in dieser Provinz noch nie.

In mehreren Medienberichten ist zudem zu lesen, dass die unfassbare Attacke nur gescheitert sei, weil eine stumpfe Säge verwendete wurde.

Bronzemedaillengewinner geschockt

Henri Schoeman, ein Freund von Gwala und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro im Triahtlon, war entsetzt, als er davon hörte.

Auf Twitter äußerte er seine Bestürzung: "Absolut ekelhaft", schrieb Schoeman und fragte: "Wie sicher sind wir noch auf Südafrikas Straßen?"

Crowdfunding-Kampagne für Opfer

Mittlerweile wurde der schwer verletzte Gwala operiert. Ob Gwala bleibende Schäden oder körperliche Beeinträchtigungen davontragen wird, ist noch unklar.

Für den Triathleten wurde eine Crowdfunding-Kampagne eingerichtet, die am Donnerstagabend bereits knapp 40.000 Euro (etwa 600.000 Südafrikanische Rand) gesammelt hat.

Südafrika ist bekannt für eine hohe Kriminalitätsrate. Jeden Tag werden rund 50 Menschen getötet.

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