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Esport Level-Up
Erfolgreiche Premiere für "Esport Level-Up" von SKW Schwarz, SPORT1 und ESBD: Über 200 Gäste diskutieren über Entwicklungen im eSport ©
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Erfolgreiche Premiere für "Esport Level-Up" von SKW Schwarz, SPORT1 und ESBD: Über 200 Gäste diskutieren über Entwicklungen im eSport.

  • Hochkarätig besetzte Branchenveranstaltung in Berlin zum Zukunftsthema Esport lockt eine Vielzahl an Gästen aus Politik, Medien, Gaming & Esport, Sport und Wirtschaft an
  • In Keynote-Rede von Lars Klingbeil sowie weiteren Vorträgen und Panels mit Branchenexperten werden aktuelle Trends beleuchtet und künftige Entwicklungen prognostiziert
  • Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD und Mitglied des Deutschen Bundestags: „Der klassische Sport braucht den Esport!“
  • Im Exklusiv-Interview mit SPORT1 äußert sich Lars Klingbeil auch zur großen Bedeutung von Gaming und Esport und kritisiert die Halbzeitbilanz der Bundesregierung beim Thema Esport

Berlin | Ismaning, 7. November 2019 – Erfolgreiche Premiere für die Branchenveranstaltung „Esport Level-Up“ gestern in Berlin: Über 200 geladene Gäste aus Politik, Medien, Gaming & Esport, Sport und Wirtschaft folgten der Einladung der Organisatoren SKW Schwarz, SPORT1 und eSport-Bund Deutschland (ESBD) und diskutierten über aktuelle Trends und künftige Entwicklungen im Esport. Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD und Mitglied des Deutschen Bundestags, eröffnete die Veranstaltung mit einer Keynote-Rede. Er sprach über die weiter wachsende Bedeutung von Gaming und Esport und kritisierte angesichts der Halbzeitbilanz der Bundesregierung, dass beim im Koalitionsvertrag verankerten Thema Esport das meiste noch nicht umgesetzt worden sei und noch vieles getan werden müsse. In weiteren hochkarätig besetzten Diskussionsrunden und Vorträgen beleuchteten die Redner und Panelteilnehmer aktuelle Entwicklungen und Trends im globalen Wachstumsmarkt Esport und leiteten daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Marken ab.

Im ersten Panel der Veranstaltung wurde das Thema Sponsoring im Esport diskutiert: Kristina Müller, Head of Strategic Partnerships bei der ESL, Caroline Pilz, Head of Lifestyle Marketing bei Mercedes Benz, und Arjan Sissing, Head of Group Brand Marketing bei der Deutsche Post DHL Group, erklärten, was sich Marken von ihrem Engagement im Esport versprechen und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Moderiert wurde das Panel von Dariusch Hosseini, CEO von Thumpstopping Consulting. Das zweite Panel beleuchtete den Einstieg von klassischen Sportvereinen in den Esport sowie die Zusammensetzung von Esport-Teams. Referenten zu diesem Thema waren Christian Sachs, Leiter des DOSB-Hauptstadtbüros, Andreas Heyden, EVP Digital Innovations der DFL, FIFA-Profi Tim Latka von Schalke 04, Alexander T. Müller, CEO vom Team SK Gaming, und Maurice Sonneveld, Leiter Digital Media bei Hertha BSC. Moderiert wurde das Panel von Daniel von Busse, COO TV und Mitglied der Geschäftsleitung der Sport1 GmbH. In einem weiteren Keynote-Vortrag referierten Moritz Maurer, CEO von GRID Esports, und Rechtsanwalt Moritz Mehner von SKW Schwarz zum Thema Data Assets in Esport.

Antworten auf die Frage „Esport: Nische, Hype oder Mainstream?“ gaben im dritten Panel Nikolaus Glasmacher, General Manager Sports and New Platforms der BILD, Michael Heina von Nielsen Sports, Hiro Kishi, Vice President Sports Sponsoring der Telekom Deutschland GmbH, und Johannes Schiefer, VP Digital Marketing Services der ESL. Geleitet wurde das Panel von SPORT1 Chefredakteur Dirc Seemann. Im abschließenden Panel ging es um Investitionen in den Esport. Jens Hilgers, Founding Partner von BITKRAFT Esports Ventures Management, ESBD-Präsident Hans Jagnow und Alexander Jobst vom FC Schalke 04 gaben Einblicke in die verschiedenen Möglichkeiten eines finanziellen Engagements. Die Moderation übernahm Rechtsanwalt Dr. Markus Brock von SKW Schwarz.

Exklusiv-Interview von SPORT1 mit Lars Klingbeil beim „Esport Level-Up“
Die wichtigsten Aussagen aus dem Exklusiv-Interview von SPORT1 mit Lars Klingbeil, Mitglied des Deutschen Bundestags und Generalsekretär der SPD, beim „Esport Level-Up“ im Folgenden:

Inwieweit ist das Thema eSports im politischen Berlin präsent?
Lars Klingbeil: „Es ist ein Thema, das wächst und mit dem sich Politik immer mehr auseinandersetzt. Aber wir sind noch nicht so weit, wie ich das gerne hätte. Die Bundesregierung hat gerade ihre Halbzeitbilanz vorgelegt und das meiste, was im Koalitionsvertrag zum Thema eSports steht, ist leider noch nicht umgesetzt worden. Da gibt es noch vieles, was getan werden muss.“

Was muss getan werden?
Lars Klingbeil: „Natürlich kann Politik eSport nicht einfach als Sport anerkennen, das müssen die Sportverbände tun. Aber was wir tun müssen, ist eSport wertzuschätzen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Das sind auch die Fragen: Wie können zum Beispiel eSport-Zentren gefördert werden? Wie können Visa-Fragen geklärt werden durch die Politik? Wie ist das generell mit Fördermöglichkeiten, wenn wir über Gemeinnützigkeit reden? Es geht auch darum, dass der zuständige Sportminister mit den Sportverbänden das Gespräch sucht.“

Verstehen Sie diesen Streitpunkt, ob eSports Sport ist?
Lars Klingbeil: „Ich sehe meine Mission darin, zu versöhnen. Dieser Streit bringt überhaupt nichts. Der klassische Sport braucht den eSport. Das ist meine feste Überzeugung. Deswegen sollten sich die Vereine öffnen und für die neue Zeit aufstellen. Beide Seiten können voneinander profitieren.“

Wie beurteilen Sie den Umgang der Politik mit eSports?
Lars Klingbeil: „Wenn ich sehe, wie groß diese Jugendkultur ist, wie groß die wirtschaftliche Kraft von eSport ist, dann hat es die Szene verdient und sich das auch hart erarbeitet, dass sich Politik damit dringend auseinandersetzt. Da gibt es noch einen riesigen Aufholbedarf.“

Ist eSports auch ein wichtiger Bestandteil der Digitalisierung in Deutschland?
Lars Klingbeil: „Den Games- und eSports-Bereich würde ich da zusammennehmen. Ich glaube, dass es viel ändern kann in der Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturpolitik. Leider werden immer noch Computerspieler von einigen in die falsche Ecke gestellt. Wir haben das jetzt erlebt in der Diskussion nach dem rechten Terroranschlag in Halle, als Herr Seehofer die Gamer-Szene unter Generalverdacht gestellt hat. Das ist totaler Quatsch und damit muss Schluss sein. Ich glaube, dass gerade beim eSport und beim Gaming viele Kompetenzen gelernt werden können, die zum Beispiel für eine künftige Arbeitswelt total hilfreich sind. Ich wünsche mir deswegen, dass wir auf das Positive schauen, die Chancen sehen und das Ganze noch mal stärker fördern.“

Wann ist eSport tatsächlich „Level-up“. SPORT1 hat mit eSPORTS1 zum Beispiel einen eigenen Sender gestartet. Wie sehen Sie den weiteren Weg?
Lars Klingbeil: „Wir sind mittendrin. Ich habe vor drei Jahren die erste Veranstaltung überhaupt zu eSport im Bundestag gemacht. Seitdem ist zwar schon einiges geschehen. Aber wir haben noch genug Strecke und die nächsten drei, vier Jahre sind schon entscheidend.“

Ansprechpartner für weitere Informationen und Rückfragen:

Michael Röhrig | Natalie Raida
Kommunikation

Sport1 GmbH
Münchener Straße 101g 
85737 Ismaning

Tel. 089.96066.1210
E-Mail: michael.roehrig@sport1.de

www.sport1.de