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München und Los Angeles - Amon-Ra St. Brown ist heiß auf seine zweite College-Saison mit USC. Vor dem Start verrät er SPORT1 seine Ziele und was er von NFL-Star Julio Jones abschaut.

Die USC Trojans waren viele Jahre der FC Bayern, das Real Madrid oder die New England Patriots des College Football.

Sie waren unfassbar erfolgreich, hatten große Stars wie Reggie Bush, Carson Palmer, Troy Polamalu, Clay Matthews und und und, aber im vergangenen Jahr reichte es für das extrem junge Team um das deutsche Supertalent Amon-Ra St. Brown nur zu fünf Siegen aus zwölf Partien.

St. Brown war jedoch einer der Lichtblicke: als College-Anfänger hatte er sofort die meisten Catches des Teams (60 für 750 Yards), 2019 will er den nächsten Schritt in den Fußstapfen seines NFL-Bruders Equanimeous "EQ" St. Brown machen - der jüngste der St. Browns hat vielleicht das größte Potenzial der Football-Familie.

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Zum Start der neuen Saison trifft Amon am Samstag mit USC auf Fresno State. Im exklusiven Gespräch mit SPORT1 verrät St. Brown seine Lieblingsposition, Ziele für 2019, was er sich von NFL-Superstar Julio Jones abschaut und wie er über Antonio Browns Helm-Saga denkt.

SPORT1: Amon, Sie gehen in Ihre zweite College-Saison. Was sind Ihre Erwartungen für die neue Saison?

Amon-Ra St. Brown: Ich stelle mir gerne konkrete Aufgaben. Für diese Saison habe ich mir, mindestens 1.000 Yards, 60 Catches und 15 Touchdowns als Ziel gesetzt.

SPORT1: Das Team war im vergangenen Jahr sehr jung. Hat Sie das weitergebracht und können Sie 2019 an die glorreichen Zeiten der Trojans anknüpfen?

St. Brown: Ja, wir waren sehr jung. Unser Quarterback JT war wie ich ein Freshman. Ich glaube, dass wir uns diese Saison auf jeden Fall verbessern werden. Unsere Offensive Line ist besser geworden - das ist vor allem für JT wichtig.

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St. Brown: Das schaue ich NFL-Star Julio Jones ab

SPORT1: Quarterback JT Daniels wurde gerade zum Starter ernannt. Sie kennen sich seit der High School - ist das ein großer Vorteil?

St. Brown: Ich kannte JT sogar schon vor meiner Highschool-Zeit. Wir haben schon vorher eine Saison in einem Jugendteam zusammengespielt. Weil wir uns schon so lange kennen, weiß ich auch genau, wo der Ball von ihm landet und er weiß genau, wo ich bin oder sein werde, damit der Ball auch bei mir ankommt. Dieses blinde Verständnis ist natürlich ein großer Vorteil.

SPORT1: Sie sind für Ihre Big Plays bekannt, hatten im vergangenen Jahr aber ungewöhnlich "nur" drei Touchdowns. Was können Sie in der Red Zone auf dem College-Level noch verbessern?

St. Brown: Das ist ganz einfach: Ich MUSS dieses Jahr mehr Touchdowns machen!

SPORT1: NFL-Superstar Julio Jones ist ja Ihr Lieblingsspieler. Was können Sie von ihm noch abschauen? Woran haben Sie in der Offseason gearbeitet?

St. Brown: Genau daran, was JJ auch so genial macht: an meinen "Releases", das heißt an allem, was ich machen muss, um besser von der Line of Scrimmage in meine Passroute zu kommen. Das habe ich über den Sommer sehr intensiv trainiert.

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St. Brown verrät Lieblingsposition

SPORT1: Head Coach Clay Helton hat Sie zuletzt sehr gelobt ("phänomenal"). Der neue OC Graham Harrell kommt aus der Texas Tech Air Raid Offense. Es sollte für Sie als Receiver eine aufregende Saison werden…

St. Brown: Das stimmt. Wir haben eine ganz neue Offense mit deutlich weniger Laufspiel, wir werfen mehr Pässe, was natürlich für mich und die anderen Receiver sehr gut ist (lacht). Ich freue mich darauf…

SPORT1: Wo spielen Sie in dem System eigentlich lieber? Slot oder Outside?

St. Brown: Am liebsten spiele ich schon außen, aber sagen wir mal so: egal ob Slot oder außen, am liebsten spiele ich da, wo ich den Ball in die Hände bekomme.

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"Für manche ist der Helm extrem wichtig"

SPORT1: Die NFL wird für Sie frühstens nach der Saison 2020 ein Thema. Wie haben Sie EQs erste Saison bei den Green Bay Packers erlebt?

St. Brown: Es war sehr spannend und aufregend, meinen Bruder in der NFL zu sehen. Beim Spiel gegen die Rams war ich in L.A. sogar im Stadion, ansonsten haben wir mit meinen Eltern am TV mitgefiebert. In Green Bay war ich zwar noch nicht, aber vielleicht klappt das ja demnächst mal.

SPORT1: Antonio Brown sorgt mit seiner Helm-Geschichte gerade für Schlagzeilen. Können Sie das nachvollziehen? Wie stark ist die Bindung eines Football-Spielers zu seinem Helm?

St. Brown: Ich habe das natürlich verfolgt, man muss einfach sagen, dass jeder Spieler anders ist. Für manche ist der Helm extrem wichtig, für andere überhaupt nicht. Ich persönlich will vor allem einen Helm, der gut aussieht. Wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm (lacht).

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