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Die Kieler starteten mit schwächer als erhofft in die neue Saison der GFL
Die Kieler starteten mit schwächer als erhofft in die neue Saison der GFL © football-aktuell.de / Tillmann
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Die Kiel Baltic Hurricanes stehen nach dem Fehlstart in die GFL-Saison am Wochenende gegen die Cologne Crocodiles unter Druck. Auch Berlin und Potsdam brauchen Punkte.

Während nebenan die Fußballer von Holstein Kiel dem Finale ihrer Traumsaison entgegenfiebern, sind die Footballer der Kiel Baltic Hurricanes unter den 16 Mannschaften der GFL das Team, das bisher am weitesten hinter den Erwartungen zurückblieb.

Drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen kassierte der GFL-Nord-Zweite des Vorjahres. Schon den GFL Season Opener in Köln verlor man - und nun kommen die Cologne Crocodiles am Samstag vor Pfingsten zum Rückspiel nach Kiel.

In Köln läuft es andersherum als in Kiel: Die Fußballer stiegen ab, die Footballer sind im Aufwärtstrend. Nach dem Heimsieg gegen Kiel gewannen die Crocodiles letzte Woche auch in Potsdam. Knapp und mit einer reichlichen Portion Glück erst in letzter Minute - aber "a win is a win" heißt nicht umsonst ein geflügeltes Wort im American Football.

Dort zählt schließlich am Ende immer der direkte Vergleich bei Punktgleichheit. Könnte der starke Kölner Angriff um Quarterback Bradley Strauss und Running Back Shayeen Edwards auch in Kiel wieder auftrumpfen wie bisher, hätten die Crocodiles schon einen erheblichen Vorteil gegenüber zwei anderen Playoff-Kandidaten.

Derby zwischen Berlin und Potsdam

Zu denen zählen im Norden auch Berlin Rebels und Potsdam Royals. Die Ausgangslage scheint fast identisch wie in Kiel: In der Tabelle stehen für die Rebels zwei Siege zu Buche, für die Royals wie für Kiel 2:6 Punkte. Doch machten die Potsdamer auch bei ihren Niederlagen bisher spielerisch vor allem im Angriff einen guten Eindruck.

Sie dürfen nun im Nachbarschaftsderby auf einen speziellen Motivationseffekt setzen. Viele Spieler und Trainer der Kontrahenten kennen sich persönlich gut. In der Winterpause lieferten sich die Trainerstäbe um Kim Kuci (Berlin) und Michael Vogt (Potsdam) einen Rekrutierungswettlauf um die besten Spieler der Hauptstadtregion.

Die Rebels als Verein haben aus ihrer langen Rivalität mit den inzwischen abgestiegenen Berlin Adlern ein wenig immer noch den Ruf, sich gerade in Lokalderbys eher unter Wert zu verkaufen. Was die aktuelle Spielanlage betrifft, bieten die Berliner eher einen konservativen Angriff auf.

Wenn man da durch einen frühen Fehler ins Hintertreffen geraten sollte, wird es ein heißer Tanz, gegen die im Angriff passgewaltigen Potsdamer einen Rückstand aufholen zu wollen.

Offenes Rennen im Süden

Auch in der Süd-Gruppe steht zwischen Marburg und München ein Spiel auf dem Programm, bei dem Playoff-Ambitionen der beiden auf dem Prüfstand stehen. München kassierte gegen Schwäbisch Hall und Frankfurt die erwarteten Niederlagen. Doch nachdem die Marburg Mercenaries letzte Woche in Frankfurt mit 7:63 regelrecht untergingen, ist der Kampf um Rang drei hinter den beiden Top-Teams im Süden wohl offener als zuvor gedacht.

Trenton Miller von den Munich Cowboys
Trenton Miller soll die Munich Cowboys verstärken © football-aktuell.de / Miladinovic

Für die Munich Cowboys ist in gewisser Weise jetzt erst Saisonstart, gegen Unicorns und Universe waren Punkte sicher nicht einkalkuliert. Nun soll der neufomierte Angriff um die Neuzugänge Quarterback Trenton Miller, der in den USA unter anderem für South Florida spielte, Running Back Darrell Lynn Tate II sowie Receiver Kai Silbermann seine erste tatsächliche Bewährungschance nutzen.

Falls die Marburg Mercenaries die herbe Niederlage von Frankfurt noch nicht ganz verkraftet haben, können die Munich Cowboys vielleicht tatsächlich den Grundstein dafür legen, endlich einmal wieder in die Play-Offs zurückzukehren. Darauf wartet und hofft man in München nun schon seit 2014. Stattdessen ging es Jahr für Jahr um einen Tabellenplatz rückwärts - wird diese Serie nicht unterbrochen, würde es 2018 die Abstiegsrelegation bedeuten.

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