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Die Berlin Rebels mit Quarterback Terell Robinson müssen gegen die Lions gewinnen
Die Berlin Rebels mit Quarterback Terell Robinson müssen gegen die Lions gewinnen © football-aktuell.de/Brock
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Zwischen den Berlin Rebels und den New Yorker Lions kommt es zu einem brisanten Aufeinandertreffen. Die Rebels müssen gewinnen, die Lions wollen Revanche.

Ganze drei Spiele hat Rekordmeister New Yorker Lions in den letzten drei Jahren in der GFL nur verloren: den German Bowl im letzten Jahr gegen die Schwäbisch Hall Unicorns und zweimal ausgerechnet gegen die Berlin Rebels, einen Club, der dieses Jahr erstmals überhaupt über den vierten Platz in der GFL Nord hinauskommen wird.

Im Juni gewannen die Berliner das Hinspiel der Saison 2018 in Braunschweig mit 26:21, entsprechend brisant wird das Rückspiel an diesem Samstag im Berliner Mommsenstadion. Die Rebels müssen unbedingt ein weiteres Mal einen Coup gegen die Lions schaffen, um noch in das Rennen um Platz eins oder zwei eingreifen zu können.

Braunschweig könnte Heimrecht abgeben

Braunschweig läuft Gefahr, erstmals seit sechs Jahren im Viertelfinale auswärts spielen zu müssen, falls man die Rebels diesmal nicht schlagen kann. Denn dann wäre man am letzten Spieltag gegen Dresden auf jeden Fall in Zugzwang. Bei einem Sieg in Berlin jedoch sichern sich die Braunschweiger bereits vorzeitig mindestens Platz zwei.

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Dazu müssten sie den starken Laufangriff der Berliner diesmal von Anfang an unter Kontrolle haben. Im Hinspiel überrumpelten die Rebels die New Yorker Lions mit drei Touchdowns im ersten Viertel, allerdings allesamt nach Pässen von Quarterback Terell Robinson.

Der Überraschungseffekt ist inzwischen aber dahin, die GFL-Konkurrenz weiß nun, dass die Rebels Pässe zwar dosiert, aber höchst effektiv einsetzen können. Mit 16 Pass-Touchdowns bei nur zwei Interceptions haben sie derzeit das beste Verhältnis in dieser Kategorie in der gesamten Liga zu bieten.

Dresden kassiert viele Interceptions

Beim momentanen Tabellenzweiten aus Dresden etwa sieht diese Bilanz mit 18 Interceptions bei 38 Touchdowns nach Pässen schwächer aus. Die Monarchs und besonders ihr mit dem Ball oft etwas leichtfertig umgehender Quarterback Trenton Norvell dürfen sich da in Potsdam und Kiel für geleistete Schützenhilfe gegen Berlin bedanken, ohne die man kaum vor den Rebels stehen würde.

Monarchs-Spielmacher Trenton Norvell geht mit dem Ball manchmal etwas leichtfertig um
Monarchs-Spielmacher Trenton Norvell geht mit dem Ball manchmal etwas leichtfertig um © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Jetzt könnten die Dresden Monarchs sogar der eigentliche Nutznießer eines weiteren Rebels-Sieges über Braunschweig werden. Denn dann dürfte man punktgleich mit den New Yorker Lions in die Partie am letzten Spieltag gehen, die so zum Endspiel um den Gruppensieg mutieren würde.

Voraussetzung ist allerdings ein Sieg im letzten Dresdner Heimspiel gegen die Cologne Crocodiles an diesem Samstag, in das die Monarchs jedoch als klarer Favorit gehen. Die Kölner haben nicht nur alle ihre fünf bisherigen Partien gegen das Spitzentrio verloren, auch zu Hause gegen Dresden mit 27:58.

Wochenende der Entscheidungen

Sie ließen bislang von allen GFL-Nord-Teams auch die meisten Pass-Yards pro Spiel für den Gegner zu - da könnten die Dresdner selbst den einen oder anderen Fehlwurf verkraften.

Nur unwesentlich besser als die Crocodiles sind in der Passabwehr die Hamburg Huskies, doch wird ihnen dies kaum etwas nutzen. Für den Rest der Saison übernimmt in Hamburg der bisherige Assistenztrainer Kirk Heidelberg das Amt des Cheftrainers. Dies geschieht wohl bereits mit Blick auf die drohende Relegation.

Die endgültige Entscheidung über die letzten Plätze in beiden Gruppen der GFL könnte an diesem Wochenende fallen. Sowohl Hamburg als auch die Stuttgart Scorpions dürften sich keine einzige Niederlage mehr erlauben, um das rettende Ufer noch zu erreichen.

Stuttgart und Hamburg müssen siegen

Stuttgart spielt nun am Sonntag als Außenseiter bei Playoff-Anwärter Marburg Mercenaries, die Hamburger gehen mit dem 9:23-Nachteil des Hinspiels in ihre Heimpartie gegen die Hildesheim Invaders am Samstag. Auch diesen Rückstand müssten sie aufholen, um der Relegation theoretisch noch entgehen zu können.

Die beiden Relegationsgegner aus der GFL 2 könnten an diesem Samstag feststehen. In der GFL 2 Süd empfängt der Tabellenzweite und letztjährige GFL-Absteiger Saarland Hurricanes den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Ravensburg Razorbacks in Neunkirchen.

Die Ravensburg Razorbacks mit Running Back Malik Norman stehen ungeschlagen an der Spitze
Die Ravensburg Razorbacks mit Running Back Malik Norman stehen ungeschlagen an der Spitze © football-aktuell.de/CS-Sportfoto

Düsseldorf souverän vorne

Eine Woche später folgt noch das Rückspiel, doch die Hurricanes müssten beide Male gewinnen, um die Ravensburger noch abfangen zu können. Die Razorbacks können ihr Meisterstück also schon im ersten Spiel machen.

In der GFL 2 Nord hat Tabellenführer Düsseldorf Panther sechs Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz - einer aus den letzten drei Spielen fehlt noch, um in die Relegation zu kommen. Zweimal spielt man noch zu Hause, kann aber schon jetzt in Rostock alles klar machen. Das Hinspiel gegen die Rostock Griffins gewannen die Raubkatzen vom Rhein letzte Woche mit 21:14.

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