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Marco Ehrenfried und die Schwäbisch Hall Unicorns stehten vor dem Gruppensieg in der GFL Süd
Marco Ehrenfried und die Schwäbisch Hall Unicorns stehten vor dem Gruppensieg in der GFL Süd © football-aktuell.de/Baumert
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Die Schwäbisch Hall Unicorns laufen gegen Frankfurt lange einem Rückstand hinterher. Doch nach einer Aufholjagd ist der Gruppensieg in der GFL Süd nahe.

Die Schwäbisch Hall Unicorns stehen im achten Jahr in Folge vor dem Gruppensieg in der GFL Süd.

Das Spitzenspiel am Sonntag in der Frankfurter PSD Bank Arena gewann der Titelverteidiger nach einem 0:9 zur Halbzeit am Ende mit 12:9 gegen Samsung Frankfurt Universe.

Zur Pause hatte den Frankfurtern gerade noch ein Punkt gefehlt, um den 10-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Nur so hätte Universe tatsächlich Aussichten gehabt, die Unicorns von der Spitze verdrängen zu können und auch für ein eventuelles Halbfinale das Heimrecht zu sichern.

Verteidiger prägen Partie

Wie erwartet waren es die Verteidiger, die vor rund 3.000 Zuschauern die Partie prägten. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte dabei leichte Vorteile, aber je länger das Spiel lief, umso dominanter wurde Halls Defense unter der Leitung von Defensive Coordinator Johannes Brenner. Sie krönte ihre Leistung 30 Sekunden vor Schluss mit einem Safety, als sie Frankfurts Spielmacher Andrew Elffers aus der Endzone ins Aus drängte und damit den 12:9-Endstand herstellte.

Elffers hatte zu Beginn per Pass auf Timothy Thomas noch die frühe Führung für die Gastgeber eingeleitet. Die Unicorns konnten den Zusatz-Kick nach dem 6:0 aber blocken. So übernahm Schwäbisch Hall mit dem Extrapunkt nach dem eigenen Touchdown durch Jannis Fiedler kurz nach der Pause und dem folgenden Field Goal von Tim Stadelmayr im dritten Viertel mit 10:9 die Führung.

Nathaniel Robitaille gewann mit Schwäbisch Hall gegen Frankfurt
Nathaniel Robitaille gewann mit Schwäbisch Hall gegen Frankfurt © football-aktuell.de/Baumert

Beide Mannschaften taten sich im Angriff über die gesamte Dauer der Partie schwer. Den Unicorns fehlte der verletzte Running Back Jerome Manyema, die Quarterbacks auf beiden Seiten fanden auch per Pass nur selten freie Anspielstationen und neigten dabei zu Fehlwürfen. Eine der Interceptions durch Frankfurts John Tidwell hatte kurz vor der Pause eine Haller Großchance zunichte gemacht und stattdessen Frankfurt per Field Goal die 9:0-Halbzeitführung ermöglicht.

Unicorns vor Gruppensieg

Im spannenden letzten Viertel jagten die Frankfurter schließlich aber doch dem vergebenen Extrapunkt hinterher. Um wenigstens einen Teilerfolg noch retten zu können, wurden ihre Aktionen immer riskanter. Die Unicorns-Verteidigung überstand das wilde Anrennen des Gegners auch in der Gewissheit, dass der Gesamtsieg im direkten Vergleich da bereits mehr oder weniger gesichert war.

In den letzten vier Partien der Punktrunde könnten die Unicorns sich nun sogar zwei Niederlagen leisten, ohne die Tabellenführung abzugeben. Rein rechnerisch, denn bei einer seit nun 27 Spielen anhaltenden Siegesserie gelten für Football-Teams nicht nur die Gesetze der Tabellenarithmetik, da rückt auch die Lust an der Rekordjagd in den Vordergrund.

Mike Wynn und die Munich Cowboys gewannen in Stuttgart
Mike Wynn und die Munich Cowboys gewannen in Stuttgart © football-aktuell.de/Baumert

Wie an der Tabellenspitze fiel auch am Tabellenende der GFL Süd die Vorentscheidung: Die Munich Cowboys gewannen nach drei Touchdown-Pässen von Trenton Miller auf Mike Wynn (zwei) und Kai Silbermann mit 21:14 in Stuttgart. Für die Scorpions heißt dies, dass nun mindestens zwei Siege aus den letzten vier Spielen her müssen, um die Relegation noch vermeiden zu können.

Spannender Kampf um Rang drei

Offen bleibt dagegen das Rennen um Rang drei hinter Schwäbisch Hall und Frankfurt. Nach der Trennung vom bisherigen Head Coach Stan Bedwell schafften die Allgäu Comets auf eigenem Platz ein knappes 28:25 gegen die Marburg Mercenaries und kletterten vorerst auf Rang drei.

In der Gesamtsumme aus Hin- und Rückspiel haben aber die Marburger weiter die Nase vorn. Beide spielen noch je einmal gegen Unicorns und Universe, die Marburger haben noch ein Spiel mehr gegen die übrigen Teams. Das Fernduell kann sich durch einen einzelnen Fehltritt (oder eine unerwartete Sensation) entscheiden.

In der GFL Nord dagegen wird Platz drei für die Cologne Crocodiles wohl unerreichbar bleiben: Die Kölner unterlagen den Berlin Rebels mit 29:37, kassierten damit ihre vierte Niederlage in Folge gegen ein Team des Spitzentrios und haben nun bereits fünf Minuspunkte mehr als die drittplatzierten Berliner.

Zu Beginn und zum Schluss der Partie gegen die Rebels setzten die Crocodiles zwar Akzente. Aber im zweiten und dritten Viertel schlugen die Gäste mit einer Serie von vier unbeantworteten Touchdowns zu und erzwangen damit die Entscheidung.

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