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GFL: Favoriten setzen sich am 4. Spieltag durch , Brandon Connette von den New Yorker Lions Braunschweig führte sein Team zum Sieg
GFL: Favoriten setzen sich am 4. Spieltag durch , Brandon Connette von den New Yorker Lions Braunschweig führte sein Team zum Sieg © credit: football-aktuell.de/Dirk Pohl
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Am 4. Spieltag der GFL geben sich die Favoriten keine Blöße. Braunschweig und Frankfurt drehen erst zum Ende des Spiels richtig auf.

Sechs Mannschaften waren vor dem vierten GFL-Spieltag ungeschlagen, sechs sind es auch danach. Meister Schwäbisch Hall spielte mit einer bombenstarken ersten Halbzeit in Kirchdorf die Gastgeber beim 51:12 förmlich an die Wand. Dresden war spielfrei, die übrigen vier Teams der beiden Spitzentrios in den Gruppen Nord und Süd kamen jeweils zu ihren dritten Siegen.

Anders als für die Haller war es für diese jedoch ein hartes Stück Arbeit, die weiße Weste zu bewahren. Die New Yorker Lions aus Braunschweig gewannen ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel bei den Berlin Rebels am Ende zwar noch deutlich mit 29:12. Zur Halbzeit hatten die Gastgeber hier allerdings noch die Nase vorn und noch auf eine ähnliche Überraschung wie im letzten Jahr gehofft.

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Connette macht den Unterschied

Matchwinner des Spiels war am Ende Braunschweigs Quarterback Brandon Connette, der mit zwei eigenen Läufen zum Touchdown für die Vorentscheidung sorgte. Spielbestimmend war allerdings auf beiden Seiten lange der Pass Rush zweier starker Verteidigungen. Rebels-Quarterback Terrell Robinson sah sich wie auch Connette permanentem Druck durch die Defensive Lines ausgesetzt.

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Beide Quarterbacks mussten ständig improvisieren, und das ging nicht immer gut. Die erste Führung der Niedersachsen entstand mit einem Safety aus einer solchen Situation. Im zweiten Viertel kamen die Offensivabteilungen langsam besser ins Spiel. Immer öfter behielt Connette den Ball nun selbst in der Hand und bewegte diesen am Boden - ein probates Mittel an diesem Tag, das auch zu seinem ersten Touchdown führte.

Die Führung verspielten die Braunschweiger kurz vor der Pause noch einmal, als sie an der eigenen 34-Yard-Linie einen vierten Versuch ausspielten und das First Down nicht schafften. Robinsons Pass auf Alexander Tounkara-Kone brachte die Hauptstädter so mit 12:8 in Front.

Passverteidiger Jamaal White von den New Yorker Lions Braunschweig
Passverteidiger Jamaal White von den New Yorker Lions Braunschweig © credit: football-aktuell.de/Weber

Nach der Pause dreht Braunschweig auf

Nach der Pause aber wurde Braunschweigs Übermacht gerade in der Passverteidigung immer deutlicher, Quarterback Connette wiederum fand für seine Läufe nun geschickt mehr Lücken. Sein zweiter Touchdown ließ die New Yorker Lions auf die Siegerstraße einbiegen. Nach einer Interception durch Ex-Rebel Jamaal White bauten die Lions ihre Führung durch einen Pass auf Nicolai Schumann zum 22:15 aus.

Und nach zwei Quarterback Sacks gegen Robinson in der Feldmitte konnte man im letzten Viertel konsequent Spielzeit verbrauchen, ehe David McCants mit einem 25-Yard-Touchdown-Lauf knapp vier Minuten vor Ende der Partie den 29:12-Endstand besiegelte.

Cowboys erweisen sich als harter Brocken

Ein ganz hartes Stück Arbeit hatte Frankfurt Universe gegen die Munich Cowboys zu absolvieren. Die Münchner waren noch in der Vorwoche in Schwäbisch Hall chancenlos gewesen, in Frankfurt präsentierten sie sich nun wieder so, wie sie sich das für ihre Jubiläumssaison nach 40 Jahren Football in München vorgenommen haben: als unbequemer Gegner auch für die Top-Teams. Universe brauchte am Ende auch Glück, um den 24:17-Sieg einzufahren.

In der ersten Hälfte hatten die bayerischen Gäste lange ihre Führung durch ein Field Goal verteidigen können. Frankfurts Defense hatte die Lage wie erwartet zwar im Großen und Ganzen im Griff, doch stand sich der Gastgeber ansonsten immer wieder mit Regelwidrigkeiten selbst im Weg. Gefühlt jeder zweite Spielzug endete mit gelber Flagge auf dem Feld, und meist waren es die Spieler des Vizemeisters, die als Schuldige identifiziert wurden.

Das erste Mal, dass der Ball den Weg in die Münchner Endzone fand, war dann nur ein Fumble in die Hände der Münchner Verteidiger, sodass die 7:3-Halbzeitführung durch den Touchdown-Pass kurz vor der Pause schon recht glücklich war. Doch ein hart erarbeitetes Field Goal zum 10:3 im dritten Abschnitt brachte die Frankfurter für die Schlussphase schließlich doch in Vorteil.

Einen Vorsprung zäh verteidigen zu können, ist ja geradezu das Markenzeichen der Frankfurter Verteidigung, dass die Münchner die beiden Frankfurter Touchdowns auf dem Weg zum 24:17 jeweils kontern konnten, blieb so Ergebniskosmetik

Späte Entscheidung in Hildesheim

Auch in Hildesheim gab es vor der Pause viele Unkonzentriertheiten und Strafen, so dass auch hier beim 31:14 die Entscheidung erst spät fiel. Obwohl die Cologne Crocodiles kurzfristig Stamm-Quarterback Jan Weinreich durch Tobias Jarmuzek ersetzen mussten und die Invaders zum 14:0 vorlegen konnten, hielten die Rheinländer die Partie bis zur Pause durch die Touchdowns von Ramin Akhlagi und Colby Goodwyn offen.

Jaleel Awini von den Hildesheim Invaders
Jaleel Awini von den Hildesheim Invaders © credit: football-aktuell.de/Zelter

Aber aus den Kabinen kamen die Gastgeber eindeutig wacher: Zunächst setzte Jaleel Awini zum Kickoff Return an, trug den Ball spektakulär an der Seitenlinie entlang in die Endzone. Dann entriss Safety Jeff Juurlink seinem Gegenspieler den Ball und legte damit den Grundstein für den zweiten Touchdown-Pass von Casey Therriault auf Nate Morris. Auf diesen Doppelschlag fanden die Kölner keine Antwort mehr.

Der Meister indessen gab sich nicht einmal mit Doppelschlägen zufrieden: Gleich alle sechs Angriffsserien der ersten Hälfte beendeten die Schwäbisch Hall Unicorns beim 51:12 bei den Kirchdorf Wildcats in der gegnerischen Endzone.

Erfolgreichste Scorer beim Schützenfest waren mit je zwei Touchdowns Tyler Rutenbeck sowie Quarterback Jadrian Clark, der an seiner alten Wirkungsstätte in Kirchdorf, wo er vor zwei Jahren die Wildcats in die erste Liga geführt hatte, nie zu stoppen war. Bemerkenswert: Rund 20 Spieler aus dem regulären Aufgebot der Unicorns fehlten aus den verschiedensten Gründen beim Spiel in Kirchdorf - einen Klassenunterschied konnte aber auch der Haller Rumpfkader noch deutlich machen.

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