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GFL: Seit wenigen Wochen fällt Jadrian Clark nicht mehr unter die US-Beschränkung und kann nun mit seinen Top-Receivern Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille auf dem Feld stehen
Seit wenigen Wochen fällt Jadrian Clark nicht mehr unter die US-Beschränkung und kann nun mit seinen Top-Receivern Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille auf dem Feld stehen © GFL
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In der GFL kommt es in Frankfurt und Dresden jeweils zum Aufeinandertreffen der bisher ungeschlagenen Spitzenteams. Schwäbisch Hall kann zudem einen Rekordsieg feiernn

Showdown am 1. Juni: In beiden Gruppen der GFL kommt es am Samstag zu mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen bisher ungeschlagener Favoriten. In Frankfurt steht zwischen Frankfurt Universe und den Schwäbisch Hall Unicorns die Neuauflage des letzten German Bowls an. Die Dresden Monarchs empfangen zeitgleich im Rudolf-Harbig-Stadion die New Yorker Lions aus Braunschweig. (SERVICE: Die GFL im SPORT1-Datencenter)
Sieben Mal haben die Frankfurter seit ihrem Aufstieg vor drei Jahren versucht, die Schwäbisch Hall Unicorns zu bezwingen. Sieben Mal sind sie gescheitert, meist aber nur knapp, zuletzt im German Bowl XL im Oktober, als sie schon mit zwei Touchdowns führten, am Ende den Titel aber durch ein in der Schlusssekunde verschossenes Field Goal verspielten.

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Frankfurt will Unicorns-Rekord verhindern

Dieses Jahr wird der German Bowl in Frankfurt gespielt, was den Ehrgeiz von Universe zusätzlich beflügelt, die Unicorns diesmal zu packen. Hinzu kommt, dass die Unicorns mit einem Erfolg in Frankfurt ihren 40. Sieg in Serie feiern würden und damit den Rekord der Bundesliga-Handballer des THW Kiel aus den Jahren 2011 und 2012 einstellen würden. Frankfurt ist die letzte Bastion, die verhindern könnte, dass die Footballer der TSG Schwäbisch Hall diese Marke übernehmen und in den kommenden Wochen kräftig ausbauen dürften.
Denn beide Teams stehen wieder klar über der übrigen Konkurrenz in der GFL Süd. Nach überstandenem Insolvenzverfahren haben die Frankfurter ihren Kader zwar vor der Saison etwas umbauen müssen, aber dabei großes Geschick bewiesen. "Frankfurt hat sich durch internationale Spieler und zuletzt in der Offensive Line durch den Amerikaner Andrew Ness verbessert", sagt der Haller Head Coach Jordan Neuman. "Außerdem haben sie ihre ohnehin schon gute Linebacker-Gruppe weiter verstärkt."

Clark sorgt für zusätzliche Offensivpower

Zwei der besten, wenn nicht gar die beiden Top-Defense-Formationen der GFL werden also in der PSD Bank Arena auflaufen. Aber auch bei den Unicorns hat man vor dem Duell noch einige Register gezogen, um sich darauf vorbereitet zu sein: Quarterback Jadrian Clark ist seit einer Woche irischer Staatsbürger, fällt nicht mehr unter die Beschränkung für US-Amerikaner und kann nun gleichzeitig mit beiden US-Receivern Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille auf dem Feld angreifen.

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Mit dieser Konstellation lag man letzte Woche gegen zuvor ungeschlagene Stuttgarter zur Halbzeit schon mit mehr als 40 Punkten in Führung. Die Frankfurter wissen also, was auf sie zukommt, auch wenn Neuman natürlich tiefstapelt und glaubt, dass nur im direkten Vergleich der beiden Top-Teams deren Stärken und Schwächen sichtbar werden. "Beim Football hängt alles vom direkten Aufeinandertreffen auf dem Spielfeld ab. Die Analyse, wie wer gegen wen gespielt hat, taugt nicht für die Prognose eines anstehenden Spiels."

QB-Duell in Dresden

Wie in Frankfurt treffen auch in Dresden die beiden Mannschaften aufeinander, die bislang mit Abstand am wenigsten Punkte in ihrer Gruppe kassiert haben. Und doch werden bei Dresden Monarchs und New Yorker Lions vor allem die Quarterbacks im Blickpunkt stehen. Sowohl Brandon Connette (Braunschweig) als auch Zack Greenlee (Dresden) haben einst College Football bei den Fresno State Bulldogs gespielt.

GFL: Noch konnte Brandon Connette offensiv in dieser Saison noch nicht wie gewohnt seine Akzente setzen. Dies wird er gegen dresden aber gerne ändern wollen
Noch konnte Brandon Connette offensiv in dieser Saison noch nicht wie gewohnt seine Akzente setzen. Dies wird er gegen dresden aber gerne ändern wollen © GFL


2014 kurz sogar gemeinsam, ehe der ältere Connette zuerst nach Europa ging. In Dresden spielte er 2016 eine überragende Saison mit 68 Touchdown-Pässen und nur sieben Interceptions in 16 Spielen, machte die Sachsen in jener Saison zum offensiv klar stärksten GFL-Team. Inzwischen ist der Tingler durch Europa in Braunschweig angekommen, in den ersten Spielen dieser Saison lebte sein Team aber doch mehr von der Verteidigung. Connettes Impulse waren bislang eher verhalten, jedenfalls gemessen an seiner damaligen Dresdner Rekordsaison.

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Die Monarchs haben unterdessen mit der Verpflichtung Greenlees wieder einmal ihr gutes Auge für US-Importe vor allem im Angriffsbereich unter Beweis gestellt. Mit 359 Yards Raumgewinn pro Spiel und bislang neun Touchdown-Würfen bei den drei klaren Siegen der Dresdner in diesem Jahr steht Greenlee an der Spitze der GFL-Statistiken. Nun aber kommt es für ihn nicht nur zu einem Wiedersehen mit dem Ex-Teamkameraden von Fresno State, sondern auch zum Härtetest gegen die Braunschweiger Verteidigung, die gemeinsam mit der Unicorns-Defense in der GFL derzeit das statistische Maß der Dinge ist.

Dresden mit zwei Zielen

Und doch ist die Hoffnung groß in Dresden, diesmal im Rudolf-Harbig-Stadion die zwei Ziele des alljährlichen Gastspiels im großen Dresdner Rund zu verwirklichen. Erstens soll der Zuschauer-Rekord von 8.360 Besuchern aus dem Jahr 2002 endlich fallen. Und zweitens will man mit dem Sieg über die Braunschweiger den Grundstein dafür legen, in der GFL Nord endlich ganz nach oben und vor die Braunschweiger zu kommen.

GFL: Zack Greenlee würde seinem ehemaligen Teamkollegen aus Collegezeiten gerne zeigen, was er seitdem dazugelernt hat
Zack Greenlee würde seinem ehemaligen Teamkollegen aus Collegezeiten gerne zeigen, was er seitdem dazugelernt hat © GFL


Die Chancen sind da, denn die Monarchs haben keinerlei Verletzungssorgen, und ihr Cheftrainer Ulrich "Utz" Däuber glaubt, dass dieses Jahr die Nervenstärke seiner Spieler größer als in den vergangenen Jahren ist. Man müsse nur aufpassen, bis ins vierte Viertel hinein am Gegner dran bleiben zu können, die ärgerlichen Ballverluste wie zuletzt in Köln vermeiden - dann glaubt er, werde sein Team das letzte Wort im Spitzenspiel haben.

Zwei Serien werden wohl enden

Auch Unentschieden sind in der GFL zwar möglich (letztes Jahr spielten Braunschweig und Dresden am letzten Spieltag 28:28) - aber wahrscheinlich werden zwei der bisher fünf ungeschlagenen Teams es ab Samstag nicht mehr sein. Der Fünfte im Bunde, die Hildesheim Invaders, ist am selben Tag dagegen gegen den Tabellenletzten Düsseldorf Panther kaum in Gefahr. Nach Lage der Dinge dürften die Invaders ihr Touchdown-Verhältnis bei der Gelegenheit aufpolieren können und dann sogar als Tabellenführer in ihre Spiele gegen Dresden und Braunschweig später im Juni gehen.

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