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Jaleel Awini gelangen zwei Touchdowns für die Hildesheim Invaders
Jaleel Awini gelangen zwei Touchdowns für die Hildesheim Invaders © GFL
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Den Hildesheim Invaders gelingt bei den Potsdam Royals ein Traumstart in die GFL 2019. Auch die Schwäbisch Hall Unicorns und Frankfurt Universe feiern Siege.

Die Hildesheim Invaders gelten für die GFL-Saison 2019 als einer der Geheimfavoriten. Bei den Potsdam Royals wurden sie dieser Rolle im ersten Spiel auch vollauf gerecht und entführten mit einem klaren 50:28 beide Punkte aus Brandenburg.

Das am Ende deutliche Resultat hatte mehrere Ursachen. Ein wesentlicher Unterschied war die Bewegungsfreiheit der jeweiligen Quarterbacks, die sich aus den unterschiedlichen Leistungen an der Linie ergab. Während Casey Therriault für die Invaders schalten und walten konnte, wie er wollte, war sein Gegenüber Paul Zimmermann fast immer auf der Flucht vor Gegenspielern.

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Zimmermann hatte auf Potsdamer Seite den kurzfristig wieder in die USA abgereisten Cody Williams ersetzen müssen. Die Potsdamer hatten als Ersatz zwar schnell Jacob Tucker eingeflogen, der bereits 2017 für sie spielte. Doch auch dessen späterer Kurzeinsatz änderte wenig an der Überlegenheit der Gäste an der Line of Scrimmage.

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Punktestand lange ausgeglichen

Die Potsdamer brachten so auch kein vernünftiges Laufspiel zuwege. Da war es dann schon ein Teilerfolg, dass man wenigstens nach Punkten lange mithalten konnte. Timothy Knüttel hatte die Gastgeber nach Pass von Zimmermann gar in Front bringen können, der Quarterback glich mit einem kurzen Lauf später noch einmal zum 14:14 aus.

Danach übernahmen Casey Therriault und die Gäste das Kommando. Der Hildesheimer Neu-Quarterback erhöhte noch vor dem ersten Seitenwechsel auf 21:14. Nach einem Field Goal im zweiten Abschnitt war nach der Pause Jaleel Awinis 70-Yard-Fang zu seinem zweiten Touchdown die Vorentscheidung. Auch Nathaniel Morris kam für die Hildesheimer im Anschluss noch zu zwei Touchdown-Fängen.

Die Erwartungen an die Invaders im Norden sind groß. Der erste Auftritt bestätigte dies, ebenso wie die Prognose, dass es in der Süd-Gruppe der Liga in diesem Jahr zwischen den Rängen drei und acht völlig offen werden könnte.

Unicorns beeindruckend

Meister Schwäbisch Hall Unicorns gewann unangefochten in Ingolstadt mit 24:0. "Eine gegnerische Offense bei null Punkten zu halten, ist immer eine tolle Leistung", freute sich Head Coach Jordan Neuman. Einen Tag später tat es den Hallern ihr großer Herausforderer Frankfurt Universe gleich - beim 20:0 gegen den Vorjahresdritten Allgäu Comets wurde klar, dass die Kluft zwischen den beiden Top-Teams und dem Rest des Feldes kaum kleiner geworden sein sollte.

Frankfurt Universe gab sich keine Blöße
Frankfurt Universe gab sich keine Blöße © GFL

Dahinter allerdings wird es spannend: Der Vorjahresletzte Stuttgart Scorpions meldete mit dem 30:21 gegen die Marburg Mercenaries seine Ansprüche auf eine Rückkehr in die Play-Offs an.

Für Marburg war es nach dem verlorenen Season Opener in Schwäbisch Hall bereits Niederlage Nummer zwei. Als nächstes müssen die Mercenaries nun auch noch gegen Frankfurt ran und werden so wohl warten müssen, ehe sie die rote Laterne wieder abgeben könnten.

Die Stuttgart Scorpions starteten mit einem Sieg
Die Stuttgart Scorpions starteten mit einem Sieg © GFL

Umso sorgenvoller wird man auch aus Marburg Richtung Kirchdorf blicken. Das Team aus dem kleinsten GFL-Ort produzierte gemeinsam mit Gastgeber Munich Cowboys mit einem 27:27 gleich einmal das erste Unentschieden der neuen Spielzeit. In der GFL gibt es keine Verlängerungen in Punktspielen, in dem Fall war dies ein wenig schade. Kampf, Action und Spannung bis zum Schluss bekamen die Fans nämlich im Münchner Dantestadion beim ersten bayerischen Derby zu sehen.

Kirchdorf lässt nicht locker

Münchens neuer Quarterback Brady Bolles, jüngerer Bruder des ehemaligen Cowboys-Spielmachers Blake Bolles, hatte die Hausherren mit drei Touchdown-Pässen zwar mit 20:7 in Front gebracht, die Kräfteverhältnisse schienen geklärt. Doch die Gäste gaben nicht auf und waren im dritten Viertel die tonangebende Mannschaft.

Wildcats-Quarterback Ian Kolste mit einem Touchdown-Lauf und einem Touchdown-Pass sowie Running Back Alexander Braunsperger drehten binnen weniger Spielminuten die Partie. Erst im Schlussviertel glich Jaylen Zachery mit seinem dritten Touchdown für die Münchner zum 27:27 wieder aus.

Im Anschluss verschossen die Kirchdorfer einen eigenen Field-Goal-Versuch, blockten dafür aber einen der Münchner. Nach dem Spiel zeigte sich Wildcats-Head-Coach Christoph Riener da noch eher unzufrieden. Einige Abläufe hatten eben noch nicht gepasst, so dass man diesmal nicht wie im GFL-Debütjahr 2018 beide Punkte aus München mitnehmen konnte. Der Anspruch in Kirchdorf, mit den Traditionsteams vorn mitmischen zu können, ist aber deutlich.

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