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In der GFL müssen bis auf die Schwäbisch Hall Unicorns alle Favoriten auswärts antreten. Dabei muss Überraschungsteam Hildesheim bei einem Aufsteiger ran.

In Woche drei der GFL-Saison 2019 müssen fast alle der Favoriten reisen.

Die drei souveränen Sieger des letzten Spieltags im Norden sind auswärts am Start, in der GFL Süd fährt Frankfurt Universe zum Hessen-Derby nach Marburg. Lediglich Meister Schwäbisch Hall Unicorns bildet die Ausnahme und will seinen dritten Saisonsieg auf eigenem Platz gegen München einfahren.

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Dort und bei vielen anderen GFL-Teams gab es diese Woche aber Schwerstarbeit in der Videoanalyse vor allem bei den Trainern der Verteidigung. Letzten Samstag trumpften einige der Neuerscheinungen unter den GFL-Quarterbacks auf Anhieb mit starken Statistiken auf.

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Hildesheim-Quarterback stellte Rekorde auf

Ebenso wie Rückkehrer Casey Therriault, der sich mit den Hildesheim Invaders anschickt, seinem Ex-Team und großen Nachbarn der Invaders, den New Yorker Lions in Braunschweig, die Vormachtstellung im Norden streitig zu machen. Mit 475 Yards durch Pässen übernahm er nicht nur auf Anhieb die Führung in den Quarterback-Statistiken. Seine zusätzlichen 97 Yards am Boden beim Spiel in Potsdam sind sogar vorläufig Liga-Top-Wert im Laufspiel.

Ganz zufrieden war Hildesheims Cheftrainer Matt LeFever trotz des klaren 50:28-Erfolges in Potsdam noch nicht. "Wir sind in der Red-Zone-Arbeit noch nicht so weit, wie wir das gern sein würden", sieht er Luft nach oben. Sein Angriff habe in diesen aussichtsreichen Situationen jenseits der gegnerischen 20-Yard-Linie schließlich Punkte liegen gelassen. Da will er nun noch Verbesserungen von seiner Star-Truppe sehen.

Dresden muss nach Kiel reisen

Das sind schlechte Nachrichten für die Düsseldorf Panther, die zu ihrer GFL-Heimpremiere als Wiederaufsteiger am 11. Mai gegen die Hildesheimer ran müssen. Schon bei ihrer 13:49-Auftaktniederlage in Dresden standen sie gegen den neuen Quarterback der Sachsen Zack Greenlee auf verlorenem Posten. Greenlee brachte über 70 Prozent seiner Pässe an den Mann und war in dem Punkt sogar noch effektiver als Therriault.

© football-aktuell.de/Brock

Die Dresden Monarchs sind nun Gäste der Kiel Baltic Hurricanes bei deren Saisonpremiere. Über ein knappes Jahrzehnt waren diese Aufeinandertreffen die meist hart umkämpften Duelle um Platz zwei oder manchmal gar Rang eins im Norden. Nachdem die Ostsee-Footballer im letzten Jahr Schiffbruch erlitten, klar die Play-Offs verpassten und sich vor dieser Saison personell auf vielen Positionen neu aufstellen mussten, wird es für sie gleich ein kleines Schicksalsspiel. Wollen sie wieder zurück in die Spitzengruppe, wird dies kaum ohne einen Heimsieg gegen Dresden klappen.

Schaffen die Cowboys den Coup gegen die Unicorns?

Ein weiterer neuer Quarterback, der neben Therriault und Greenlee letzte Woche mit 455 Yards und vier Touchdown-Pässen begeisterte, war Münchens Brady Bolles. 2016 war er bei den Toronto Argonauts in der kanadischen Profiliga CFL unter Vertrag, im Zusammenspiel mit Jaylen Zachery, der 17 Pässe für 234 Yards und drei Touchdowns fing, bringt er nun den Passangriff der Munich Cowboys in Schwung.

"Mit diesen zwei Spielern haben sich die Cowboys in der Offense klar gegenüber dem Vorjahr verbessert", sagt Jordan Neuman, Head Coach der Schwäbisch Hall Unicorns, die am Samstag Gastgeber für die Münchner sind. "In der Defense brauchen wir noch mehr Druck gegen das Laufspiel. Die Rückraumverteidigung hat gegen die Dukes gut gespielt, bekommt diese Woche mit Bolles im Zusammenspiel mit den starken Receivern Zachery und Kai Silbermann aber eine schwierigere Aufgabe", warnt er.

Anders als bei den beiden ersten Meistertiteln der Unicorns 2011 und 2012 basierten deren Championships in den letzten beiden Jahren jedoch gerade auf den Leistungen der Defense. Immer wieder versuchten Teams der GFL Süd, diese mit Fokus auf das Passspiel auszuhebeln. Immer wieder scheiterten sie krachend, zuletzt 2018 etwa die Allgäu Comets. Ob die Münchner es besser machen und die Sensation schaffen können?

Heißes Duell in Stuttgart

Nach ihrem Remis gegen Kirchdorf würde es helfen, denn die Erwartungen, dass in der GFL Süd hinter Schwäbisch Hall und Frankfurt zwischen Platz drei und acht alles möglich ist, scheinen sich zu bestätigen. Unter anderem auch deswegen, weil die Stuttgart Scorpions gegen Marburg schon einmal klar machten, dass sie diesmal nicht noch einmal in die Relegation abrutschen wollen.

Ebenso wie ihr Gegner an diesem Sonntag, die Kirchdorf Wildcats. Die waren es schließlich, die trotz des Passgewitters von Bolles und Zachery letzte Woche frech einen Punkt aus München mit nach Hause brachten. 2018 hatten sie auch die Scorpions zu Beginn verblüfft. So geht es unter dem Stuttgarter Fernsehturm nun vielleicht zwar nicht um die Spitze. Dafür könnte aber dort ebenso wie im Berlin-Brandenburger Duell zwischen Berlin und Potsdam das Spannungsmoment am höchsten sein.

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