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GFL: Schwäbisch Hall Unicorns schlagen Stuttgart Scorpions im Spitzenspiel
Xequille Harry (mit Ball) und die Unicorns siegen weiter © football-aktuell.de/Baumert
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Die Schwäbisch Hall Unicorns untermauern ihre Favoritenrolle im Topspiel der GFL. Derweil feiert Marburg seinen ersten Saisonsieg.

Nach zehn Netto-Spielminuten war klar: Das mögliche GFL-Spitzenspiel in Schwäbisch Hall würde keines werden.

Denn länger benötigte der Meister gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Stuttgart Scorpions nicht für seine ersten vier Touchdowns. Am Ende wurden es beim ungefährdeten 63:13 für die Schwäbisch Hall Unicorns satte neun Touchdowns.

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Drei davon erzielte Nate Robitaille nach Pässen von Jadrian Clark, zwei der Quarterback selbst. Das Zusammenspiel der beiden profitierte davon, dass die Stuttgarter Defense sich auf den eigentlichen Top-Receiver Tyler Rutenbeck konzentrieren musste.

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Robitaille und Rutenbeck konnten erstmals in dieser Saison gemeinsam auflaufen - Quarterback Clark war während der Woche zum irischen Staatsbürger geworden und fällt fortan nicht mehr unter die Ausländerregelung.

Unicorns-Coach zufrieden

Halls Head Coach Jordan Neuman meinte nach dem 39. Sieg seines Teams in Folge: "Einige Spieler haben heute sehr gute Aktionen gezeigt. Devin Benton hat damit schon im ersten Spielzug begonnen, das hat alle mitgerissen. Auch Xequille Harry war mit seinem bisher besten Spiel ein großer Faktor. Sehr gut hat mir außerdem Jadrian Clark im Passspiel und unser Laufspiel insgesamt gefallen."

Nach dieser Vorstellung der Unicorns dürfte klar sein, dass wohl wieder nur Frankfurt Universe in der GFL Süd ein Herausforderer werden könnte. Am 1. Juni treffen beide Teams in Frankfurt aufeinander. Universe zeigte sich beim 37:13 bei den Ingolstadt Dukes nach anfänglichen Schwierigkeiten für das Spitzenduell gerüstet.

Ingolstadt mit "Sammelsurium von Fehlern"

Einigermaßen jedenfalls, denn das "Sammelsurium von Fehlern", das Ingolstadts Head Coach Eugen Haaf nach der Niederlage beklagte, wird Schwäbisch Hall wohl keineswegs liefern. Die Ingolstädter verspielten so in der zweiten Hälfte den Vorteil, den der Touchdown ihres Nachwuchstalents Luca Fegebank nach Interception Return in der ersten Hälfte eröffnet hatte.

Bei den Hessen steigerte sich Quarterback Steven Cluley dagegen immer mehr, brachte immer häufiger auch die langen Pässe an und bereitete so fünf Touchdowns vor. Dreimal war Sebastien Sagne der Abnehmer der Touchdown-Pässe. Die übrigen gingen auf das Konto von Philipp Vinzenz und Anthony Brooks, dazu kam ein Field Goal durch Marius Duis.

Den Ingolstädtern, bei denen im zweiten Durchgang der angeschlagene Quarterback Anthony Gardner durch Cedric Townsend ersetzt werden musste, gelang nur noch eine kleine Ergebniskorrektur durch Anthony Mella. Bei den nun anstehenden vier Auswärtsspielen in Folge droht ihnen eine harte Zeit.

Marburg gelingt erster Saisonsieg

Die Ingolstädter fielen mit der Niederlage vorerst auf den letzten Platz zurück, denn ihr kommender Gegner Marburg Mercenaries drehte am Sonntag gegen die Kirchdorf Wildcats ein dramatisches Spiel in der Schlussphase noch. Mit dem 55:49 feierten die Hessen ihren ersten Sieg des Jahres.

Auch in Berlin standen wie in Marburg die Verteidiger deutlich im Schatten der Angreifer. Einerseits eine gute Nachricht für die Berlin Rebels, dass erstmals in diesem Jahr ihr Angriff ins Rollen kam. Die schlechte Nachricht jedoch: Es war nicht genug, um den Schlagabtausch mit der von Casey Therriault geführten Offense der Hildesheim Invaders für sich entscheiden zu können.

Die Hildesheim Invaders landeten mit dem 56:41 in Berlin ihren vierten Sieg der Saison. Vor allem einen Hildesheimer bekamen die Hauptstädter nie in den Griff: Wide Receiver Jaleel Awini erzielte drei wichtige Touchdowns für die Gäste. Mit den ersten beiden hielt er sie in der ersten Hälfte in der Sturm- und Drang-Phase des Rebels-Angriffs in der Partie, mit dem dritten nach der Pause leitete er auch ergebnismäßig die Wende ein.

Rebels-Angreifer Andreas Betza stach ihn mit insgesamt vier Touchdowns zwar individuell aus, aber das schwache dritte Viertel konnten die Berliner am Ende nicht mehr kompensieren. Für die Rebels wird es nach der dritten Heimniederlage langsam eng. Im nächsten Spiel gegen Kiel, das mit einem 37:17 gegen Düsseldorf den ersten Sieg feierte, müsste man sich nun einmal auch durchsetzen, um noch an die Play-Offs denken zu dürfen. Hildesheim dagegen fiebert nun der zweiten Juni-Hälfte entgegen, wenn man gegen Dresden (17:0-Sieger in Köln) und Braunschweig (35:14-Sieger gegen Potsdam) den direkten Angriff auf die Spitze fahren kann.

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