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Casey Therriault (r.) führte die Hildesheim Invaders zum Sieg
Casey Therriault (r.) führte die Hildesheim Invaders zum Sieg © football-aktuell.de/Dirk Pohl
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Die Hildesheim Invaders feiern in der GFL einen Comeback-Sieg gegen die Dresden Monarchs. Dennoch büßen die Invaders ihre Tabellenführung vorerst ein.

Es bleibt dabei: Die Dresden Monarchs können gegen Quarterback Casey Therriault einfach nicht gewinnen!

Schon in dessen erster GFL-Saison 2013 war dies so, als Therriault mit Braunschweig im German Bowl die Dresdener besiegte. Dieses Jahr nun führt Therriault den Angriff der Hildesheim Invaders. Und obwohl Dresden beim Gastspiel in Hildesheim über drei Viertel lang alles im Griff zu haben schien, verspielten die Sachsen am Schluss noch einen 15-Punkte-Vorsprung, Hildesheim gewann mit 31:27.

Am entscheidenden Touchdown war Therriault allerdings persönlich gar nicht beteiligt. Beim Rückstand von 25:27 rund eine Minute vor Schluss war es Nate Morris, der einen Punt Return über 80 Yards zum 31:27 in die Endzone brachte. Dem perfekten Return folgte auf der Gegenseite beim Kickoff Return das exakte Gegenteil: KeVonn Mabon verlor den Ball und vergab damit die letzte Chance der Dresdener.

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Ärgerlich, denn gerade Mabon hatte davor bereits hervorragend mit Dresdens neuem Quarterback Glen Cuiellette harmoniert. Schon in ihrem dritten gemeinsamen Spielzug waren die beiden für Dresdens ersten Touchdown verantwortlich, bis weit nach der Halbzeitpause sah es nach einem Erfolg der Sachsen aus.

Invaders-Coach zufrieden

"Ich bin stolz auf mein Team, dass es niemals aufgegeben hat", sagte Hildesheims Head Coach Matt LeFever später. In der Tat nutzten Therriault und Co. am Ende ihre verbliebene Mini-Chance eiskalt aus, als die Dresdener unkonzentriert wurden. Sean Richard gab mit einem 31-Yard-Lauf zum 18:27 das Signal zur Aufholjagd.

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Die Monarchs konterten mit einer langen Angriffsserie, doch Glen Toonga verlor an deren Ende den Ball. Statt weiterer Punkte für die Monarchs führte so Therriault die Hildesheimer schnell über das Feld, Anthony Dablé-Wolf fing den Pass zum 25:27. Auch dies hätte nicht gereicht, wenn der Monarchs-Angriff nun ein einziges First Down geschafft hätte, um die Spielzeit auslaufen lassen zu können. Aber die Hildesheimer Verteidigung zwang die Monarchs zum für diese verhängnisvollen Punt durch Florian Finke auf Nate Morris.

Invaders büßen Tabellenführung ein

Ihre Tabellenführung sind die Invaders zumindest vorerst dennoch wieder los. Ihr kommender Gegner, Therriaults Ex-Team aus Braunschweig, gewann überraschend klar mit 46:7 bei den Potsdam Royals. Die New Yorker Lions konnte ihre Bilanz im Touchdown-Punktverhältnis unter anderem durch zwei Touchdowns von Christopher McClendon deswegen aufpolieren, weil die Potsdamer Gastgeber ihnen in der ersten Hälfte mit vielen Fehlern die Sache leicht machten. Zur Pause stand es bereits 34:0 für Braunschweig.

Potsdam fiel eine Woche nach seinem Eurobowl-Sieg damit aus der Playoff-Zone der Tabelle auf Rang fünf zurück, denn die Cologne Crocodiles hatten zwar wesentlich mehr Mühe als erwartet mit den Kiel Baltic Hurricanes. Doch am Ende traf Dominic Gröne für die Kölner 56 Sekunden vor Ende mit seinem zweiten Field Goal zum 13:12-Endstand. Da Gröne in seiner Rolle als Receiver zu Beginn auch den einzigen Touchdown der Crocodiles markiert hatte, war er so für alle 13 Punkte der Gastgeber in diesem Spiel verantwortlich.

Cologne Crocodiles, GFL
Cologne Crocodiles, GFL © football-aktuell.de/Tillmann

Klare Sachen waren die Auftritte der Spitzenteams in der GFL Süd: Die Schwäbisch Hall Unicorns feierten mit einem 63:21 bei den Stuttgart Scorpions ihren 41. Sieg in Folge. Auch der Angriff von Frankfurt Universe kam auf 63 Punkte - gegen den Tabellenletzten aus Ingolstadt gewannen die Hessen mit 63:13. Entschieden war die Partie im Grunde nach drei Minuten - denn da hatte Universe bereits drei Touchdown-Läufe vorgelegt.

Marburg Mercenaries klettern in der Tabelle

Zu den Spitzenteams im Süden könnte in Zukunft vielleicht auch wieder Marburg gezählt werden. Die Marburg Mercenaries schoben sich mit einem 41:29-Sieg an den Munich Cowboys vorbei auf Rang vier der Tabelle. Für die Mercenaries war es der erste Auswärtssieg in München seit 2012, mit zwei Touchdowns im dritten Viertel drehte man einen 13:17-Halbzeitrückstand zur Vorentscheidung um.

In der Tabelle der GFL Süd bilden so nun alle vier bayerischen Teams die untere Hälfte und werden den Relegationsteilnehmer wohl unter sich ausmachen müssen. Luft im Abstiegskampf verschafften sich diese Woche die Kirchdorf Wildcats mit ihrem ersten Saisonsieg. Bei den Allgäu Comets gewannen sie ein erbittert umkämpftes Spiel mit ständigen Führungswechseln mit 27:25. Für die Entscheidung sorgte im letzten Viertel Wildcats-Kicker Baris Dasar mit einem Field Goal aus 55 Yards - dem längsten seiner bisherigen Laufbahn.

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Malcolm Washington gelang mit den Allgäu Comets ein wichtiger Sieg © football-aktuell.de/Baumert
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