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Die Kirchdorf Wildcats feierten einen ganz knappen Sieg gegen München
Die Kirchdorf Wildcats feierten einen ganz knappen Sieg gegen München © football-aktuell.de/Baumert
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Die Munich Cowboys müssen gegen Kirchdorf eine ganz bittere Niederlage hinnehmen. Die Schwäbisch Hall Unicorns siegen in der GFL dagegen weiter.

Bevor die meisten GFL-Klubs im Juli eine kurze Sommerpause einlegen, fielen am letzten Juni-Wochenende wichtige Vorentscheidungen im Rennen um die Playoff-Plätze.
In der GFL Süd gewannen die Marburg Mercenaries mit 28:14 gegen die Stuttgart Scorpions. Zugleich feierten die Kirchdorf Wildcats einen 19:18-Sieg über die Munich Cowboys. Beides zusammengenommen hat zur Folge, dass die Münchner Marburg wohl kaum noch von Rang vier werden verdrängen können.

Die Entscheidung in Kirchdorf hatte auf dem Fuß von Münchens Kicker Robert Werner gelegen. Vier Field Goals waren ihm in der Partie gelungen. Beim entscheidenden fünften Versuch in der Schlussminute warf sich Kirchdorfs Kilian Weber in die Schussbahn. Weber hatte zuvor schon den PAT-Kick nach Münchens einzigem Touchdown der Begegnung geblockt - so wurde er zum Matchwinner.
Allerdings könnte der Sieg der Wildcats über das Traditionsteam aus München für den Klub von der bayerisch-österreichischen Grenze der Saisonhöhepunkt gewesen sein. Nach dem Spiel verabschiedete man Quarterback Ian Kolste, der vorzeitig in die USA zurückkehrt, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen. Und mit Robert Ruiz fällt ein weiterer Leistungsträger verletzungsbedingt für den Rest des Jahres aus.

Schwäbisch Hall Unicorns siegen weiter

An der Spitze ziehen die Schwäbisch Hall Unicorns einsam ihre Kreise. Diesmal gab es ein 51:0 gegen die weiter sieglosen Ingolstadt Dukes. Und auch Frankfurt Universe ließ beim 34:7 bei den Allgäu Comets nichts anbrennen, so dass Schwäbisch Hall, Frankfurt, Stuttgart und Marburg den vier bayerischen Teams in der Liga wohl kein einziges Playoff-Ticket für 2019 übrig lassen werden.
Nicht ganz so klar ist die Lage in der GFL Nord, aber auch dort waren der Dresdner 33:13-Sieg in Potsdam sowie das 27:0 der Berlin Rebels in Köln doch deutliche Signale dafür, dass neben Braunschweig und Hildesheim die Sachsen und die Hauptstädter die besten Chancen haben werden, die Endrunde zu erreichen.

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Die Dresden Monarchs feierten einen klaren Erfolg
Die Dresden Monarchs feierten einen klaren Erfolg © football-aktuell.de/Brock

Aus der hinteren Tabellenhälfte kamen nur die Kiel Baltic Hurricanes zu einem 20:10-Sieg in Düsseldorf. Allerdings war dies bereits die neunte Niederlage des Aufsteigers Düsseldorf Panther in ebenso vielen Spielen. Nach dem Spiel erhielt Düsseldorfs Cheftrainer John Leitjen den Laufpass - auf die wohl unumgängliche Relegation soll nun Tim Johnson als Leitjens Nachfolger die Mannschaft vorbereiten.

Keevan Lucas muss verletzt raus

Nächste Gegner der Panther sind Ende Juli die Dresden Monarchs, letzte Woche klarer 33:13-Sieger in Potsdam. Die Vorentscheidung fiel dabei bereits in der Mitte des zweiten Spielabschnitts, obwohl zu Beginn noch Potsdams Running Back Gennadiy Adams die erste große Lücke gefunden und über gut 70 Yards Potsdam Mitte des ersten Viertels zum ersten und einzigen Mal in Führung gebracht hatte.
Der Tabellendritte aus Sachsen versuchte sich hauptsächlich im Spiel durch die Luft. Die Big-Play-Versuche von Dresdens Quarterback Zack Greenlee endeten allerdings häufiger im Nichts. Doch nachdem die Royals mit Wide Receiver Keevan Lucas einen ihrer wichtigsten Spieler verletzt verloren, gab es einen klaren Bruch im Spiel der Potsdamer.

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Durch ein Field Goal von Florian Finke verkürzten die Gäste Mitte des zweiten Viertels zunächst auf 3:7 und legten anschließend sofort nach. Defensive Back Omari Williams sorgte mit einem Interception Return für den Führungswechsel, Greenlee bediente dann noch vor der Pause zweimal KeVonn Mabon zu Touchdowns. Mit einer 24:7-Halbzeitführung hatten die Dresdner die Vorentscheidung erzwungen.

Neuzugang Evans auf der Flucht

Ein wenig länger mussten die Berlin Rebels bei ihrem 27:0 bei den Cologne Crocodiles warten, aber nach 13:0-Halbzeitführung legten sie im letzten Abschnitt noch zwei Touchdowns nach. Im Vergleich der beiden Tabellennachbarn waren die Berliner allerdings von Beginn an das effektivere Team.

Rory Johnson von den Berlin Rebels hatte viel Grund zum Lachen
Rory Johnson von den Berlin Rebels hatte viel Grund zum Lachen © football-aktuell.de/Miladinovic

Ganze zwei Spielzüge benötigten die Mannen von Head Coach Kim Kuci für die ersten Punkte. Quarterback Kurt Palandech bediente zunächst Wide Receiver Jason Harris für 30 Yards und anschließend Alexander Tounkara Kone für die verbleibenden 27 Yards zum Touchdown. Der groß gewachsene Belgier konnte hierbei den Ball im Rückwärtsgang noch aus den fangbereiten Händen des Kölner Defensive Backs Emory Polley pflücken.
Es war wie ein Omen für den Rest des Spieles: Den Rebels glückte fast alles, die Kölner mühten sich vergeblich. Die Defense der Berliner war wieder sehr gut aufgelegt und machte über weite Strecken des Spiels viel Druck auf den neuen Spielmacher der Gastgeber. Jarred Evans, der erst wenige Tage vor der Partie von den Kölnern verpflichtet worden war, befand sich oft auf der Flucht und musste insgesamt drei Quarterback Sacks hinnehmen. Insbesondere Berlins Linebacker Rory Johnson sorgte für ständige Unruhe im Kölner Angriff.

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