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Quarterback Zack Greenlee von den Dresden Monarchs
Quarterback Zack Greenlee von den Dresden Monarchs © football-aktuell.de/Brock
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In der GFL stehen entscheidende Tage im Kampf um die Playoffs an. Die Cologne Crocodiles und die Berlin Rebels müssen liefern, auch die Potsdam Royals sind gefordert.

Bevor die meisten GFL-Teams eine kurze Sommerpause bis zum letzten Juli-Wochenende einlegen und eine Woche nachdem mit Braunschweigs Sieg gegen Hildesheim auch in der GFL Nord geklärt wurde, wer als Tabellenführer in diese Pause geht, geht es am kommenden Wochenende im Mittelfeld um Vorentscheidungen über Playoff-Plätze.

Ein Team, das die Pause besonders herbeisehnt, sind die Cologne Crocodiles. Erst verloren sie US-Running-Back Colby Goodwin mit einer schweren Knieverletzung, dann verletzte sich auch der erst ein paar Wochen zuvor neu aus den USA geholte Quarterback Conor Miller an der Schulter. In Dresden war der Vorjahresvierte zuletzt chancenlos, obwohl Nachwuchsmann Tobias Jarmuzek als Quarterback und Dean Tanwani als Running Back sich alle Mühe gaben, die Lücken zu füllen.

Doch ausgerechnet bevor die Kölner vier Wochen Zeit bekommen, sich neu zu sortieren, steht nun eines der wichtigsten Spiele für sie an: Zu Gast sind am 29. Juni im Sportpark Höhenberg die Berlin Rebels. Die Berliner haben bislang zwei Partien weniger absolviert, aber genau wie die Crocodiles sechs Pluspunkte auf dem Konto. In die Partie in Köln gehen sie daher als Tabellenvierter mit der Chance, ihren Vorsprung auszubauen.

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Auch die Rebels haben zuletzt ihren Quarterback gewechselt. Der bisherige Spielmacher der Berliner Terrell Robinson ist allerdings fit und konnte zuletzt als Wide Receiver aufgeboten werden. Denn die Berliner haben mit Kurt Palandech für die entscheidende Saisonphase einen weiteren US-Quarterback geholt, der in dieser Rolle vorerst den Vorzug vor Robinson erhielt.

Berlin Rebels im Angriff variabler

So sind die Rebellen auch gegen mögliche Rückschläge gefeit, vor allem aber kann ihr Angriffssystem nun deutlich variabler werden. Die Verteidigung um Linebacker Rory Johnson hat ohnehin Play-Off-Kaliber. So wird es für die Crocodiles am Samstag schwer, sich den dringend nötigen Sieg zu holen.

Aber die Berliner waren schon öfter gerade in wichtigen Partien anfällig. Gegen Potsdam haben sie auch dieses Jahr bereits ihr Heimspiel verloren. Seit letzter Woche, als die Potsdam Royals ihrerseits mit einem Remis in Kiel einen Punkt eher unerwartet abgaben, stört es die Endrundenaussichten wieder weniger.

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Stattdessen geraten nun die Potsdamer unter Zugzwang. Da Braunschweig, Hildesheim und Dresden im Norden als Teams für die Playoffs als gesetzt erscheinen, bleibt für Berlin, Köln, Potsdam und vielleicht auch Kiel nur Platz vier als realistisches Saisonziel übrig. Auch mit dem Heimvorteil im Rücken dürfte es für die Potsdamer im ostdeutschen GFL-Duell gegen die Dresden Monarchs sehr schwer werden, in die Nähe einer Überraschung zu kommen.

In Kiel retteten zwei Touchdowns von Timothy Knüttel den Potsdamern wenigstens einen Punkt. Gegen Dresdens Defense um Linebacker A.J. Wentland werden Knüttel und Co. einen schwereren Stand haben. Und vor allem der nicht immer sattelfesten Potsdamer Abwehr steht eine Mammutaufgabe bevor.

Dresdens Quarterback Greenlee wieder fit

Zwar hatten auch die Dresdner in dieser Saison bereits die Erfahrung machen müssen, ihren US-Quarterback vorübergehend verletzt zu verlieren. Inzwischen ist Zack Greenlee jedoch wieder fit, und zudem ist auch der Ersatzmann Glen Ciuellette jetzt eingespielt. Beim klaren Sieg gegen Köln setzten die Dresdner zuletzt auch noch ihren dritten Quarterback Ferras El-Hendi ein. Beim Match in Potsdam hat man also viele Optionen.

In der GFL Süd überzeugten neben der Offense des weiter völlig unangefochtenen Meisters aus Schwäbisch Hall in dieser Saison bisher auch die Angriffsreihen von Stuttgart Scorpions und Marburg Mercenaries. Als Tabellendritter reisen die Schwaben nun nach Marburg, wo man sich bei den Mercenaries vor der Saison selbst Chancen auf Rang drei ausgerechnet hatte.

Dieses Saisonziel könnte noch in Reichweite kommen. Das Hinspiel in Stuttgart verloren die Marburger mit neun Punkten, seither ist ihr Angriff um Quarterback Jakeb Sullivan und Running Back Triston McCathern immer besser geworden. Bei den Scorpions lief es im letzten und nur hauchdünn gewonnenen Spiel gegen München gar nicht mehr so gut wie zu Saisonbeginn.

Erneut ließen die Scorpions in der Verteidigung viel Raumgewinn für den Gegner (fast 500 Yards) zu. Nur drei Ballgewinne nach Turnovers verbesserten die statistische Bilanz, doch kann man sich nicht jedes Mal darauf verlassen, dass der Gegner derart freigiebig mit dem Ball umgeht. In Marburg wird zudem im Angriff mit Giacomo DePauli einer der wichtigsten Angreifer fehlen.

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