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Keevan Lucas von den Potsdam Royals peilt den Sieg im Eurobowl an
Keevan Lucas von den Potsdam Royals peilt den Sieg im Eurobowl an © football-aktuell.de/Miladinovic
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Die Potsdam Royals wollen gegen die Amsterdam Crusadors einen internationalen Titel erringen. Die Berlin Rebels befinden sich unerwartet im Abstiegskampf.

Im 33. Eurobowl treffen am 8. Juni ab 18 Uhr im Stadion am Potsdamer Luftschiffhafen die Potsdam Royals und die Amsterdam Crusaders aufeinander. Für die Potsdamer ist es nach dem Gewinn des EFL Bowls im letzten Jahr nach Siegen über unter anderem den Schweizer und den italienischen Meister der zweite Griff nach einer europäischen Trophäe.

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Nicht nur wegen des Heimvorteils gilt man auch gegen die Niederländer als Favorit. Die Amsterdamer waren in den 90er Jahren einige Jahre das führende Football-Team des Kontinents. Danach blieben sie zwar dieser Tradition verhaftet und versuchten sich immer wieder in Duellen auf höchstem europäischen Niveau, zum Beispiel gegen GFL-Teams. Doch der Konkurrenzdruck auf nationaler Ebene fehlt den Crusaders, und so setzte es dabei meist deutliche Niederlagen.

Crusaders verzichten auf Ligabetrieb

In der heimischen Liga dominieren die Amsterdamer nach Belieben. Ihre bisherigen neun Spiele der Saison gewannen sie mit durchschnittlich über 50 Punkten und kassierten in mehr als der Hälfte der Fälle nicht mal einen Gegen-Touchdown. Ihre Serie an Meistertiteln in den Niederlanden war nur letztes Jahr unterbrochen worden - weil sie gar nicht erst am nationalen Spielbetrieb teilnahmen und stattdessen eine Reihe von internationalen Partien mit stärkeren Gegnern selbst organisierten.
Das Schicksal der Amsterdamer teilen weitere Spitzenklubs aus einigen Nachbarländern Deutschlands - zu Hause fehlt es an Herausforderungen, die zum Beispiel deutsche Klubs bieten könnten. Die spielen in der GFL allerdings auf dichtem Leistungsniveau eine lange Saison - der Meister muss mit 17 Spielen mehr absolvieren als der National Champion der NCAA im College Football in den USA (14). Da bleibt für einen internationalen Spielbetrieb wenig Luft.

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Rebels plötzlich im Abstiegskampf

Schon gar nicht, wenn man in einem unglücklichen Jahr auch mal unverhofft zum Absteiger werden könnte: Die drei Spiele, die in der GFL am Eurobowl-Wochenende auf dem Plan stehen, stehen auch unter solchen Prämissen. Einen Tag, nachdem Potsdam nach der europäischen Trophäe greift, spielen ein paar Kilometer weiter nordöstlich die Berlin Rebels gegen die Kiel Baltic Hurricanes ihr viertes Heimspiel des Jahres. Und bisher haben sie noch keines gewinnen können.
Letztes Jahr waren die Rebels aus den Playoffs beim späteren Vizemeister Frankfurt nur knapp ausgeschieden, ohne einen Gegen-Touchdown. 2019 droht ihnen nun das Schicksal, wie es die Kieler bereits 2018 erleben mussten: Als Endrundenkandidat in die Saison gestartet geht es plötzlich in den Abstiegskampf. Sowohl für die Berliner als auch die Kieler ist es am Sonntag eine wichtige Standortbestimmung, keiner der beiden kann sich da eine Niederlage erlauben.

Terrell Robinson befindet sich mit den Berlin Rebels überraschend im Abstiegskampf
Terrell Robinson befindet sich mit den Berlin Rebels überraschend im Abstiegskampf © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Comets und Dukes noch sieglos

Auch beim rheinischen Duell in Köln zwischen Cologne Crocodiles und Düsseldorf Panthern ist die Ausgangslage ähnlich, auch wenn Aufsteiger Panther bislang noch nicht zeigte, dass man da eine Überraschung landen könnte. Aber erst recht spielt im Kellerduell im Süden das Abstiegsgespenst mit: Allgäu Comets und Ingolstadt Dukes sind beide noch sieglos.

Lennies McFerren von den Allgäu Comets will den ersten Sieg
Lennies McFerren von den Allgäu Comets will den ersten Sieg © football-aktuell.de/Miladinovic

Beide waren nach ihren Aufstiegen vor ein paar Jahren in den ersten Spielzeiten auf Anhieb in die erweiterte Spitze vorgestoßen, Allgäu stand vor nicht allzu langer Zeit selbst in einem europäischen Endspiel. Für beide hatte es letzte Saison aber schon nur noch zum Platz im Mittelfeld gereicht, beide haderten vor und jetzt auch während der Saison 2019 mit Personalsorgen. Auf den Verlierer des Spiels in Kempten dürfte ein ungemütlicher Sommer zukommen.

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