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Cologne Crocodiles, GFL
Cologne Crocodiles, GFL © football-aktuell.de/Tillmann
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Die Cologne Crocodiles finden in der GFL zurück in die Spur und wahren mit einem Sieg die Playoff-Chance. Auch die beiden Tabellenführer geben sich keine Blöße.

Nach zwei empfindlichen Niederlagen gegen direkte Konkurrenten sind die Cologne Crocodiles nach vierwöchiger Pause in Potsdam gerade rechtzeitig wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt.

Die Kölner siegten bei den Potsdam Royals mit 26:14 und wahrten damit ihre letzte Chance auf die Playoff-Plätze. Für die Gastgeber war es das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg. Die Royals verspielten nach einem blitzsauberen Start in die Partie dabei wohl ihre Chancen auf die Endrunde.

Gleich im ersten Spielzug des Gästeangriffs griff Potsdams serbischer Defensive Back Marko Bates bei einem völlig verirrten Pass des neuen Kölner Quarterbacks Jarred Evans beherzt zu und bereitete mit dem Interception Return das 7:0 durch Gennadiy Adams vor.

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Crocodiles drehen nach frühem Rückstand auf

Später fing der Ex-Kölner Nils Schaller einen weiteren Ball von Evans ab, was Timothy Knüttel zum 14:3 für die Potsdamer verwerten konnte. Damit hatten die Gastgeber aber ihr Pulver verschossen. Die Kölner Neuzugänge - neben Quarterback Evans auch Wide Receiver Aaron Jackson - überwanden ihre Abstimmungsprobleme, und die Crocodiles übernahmen das Kommando über die Partie. Dominic Gröhne und Aaron Jackson brachten die Gäste noch vor der Pause mit ihren Touchdowns mit 17:14 in Führung.

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Die Potdamer mussten dann auch noch Quarterback Sam Straub wegen einer Gehirnerschütterung vom Feld nehmen. Routiniert kontrollierten die Crocodiles in der zweiten Hälfte die Spielzeit und bauten ihren Vorsprung durch ein Field Goal und einen Touchdown von Markus Hachenberg noch aus.

Nach Pluspunkten haben die Kölner so mit den Berlin Rebels auf Platz vier gleich gezogen.

Rebels kassieren herbe Pleite in Braunschweig

Die Berliner waren bei den New Yorker Lions in Braunschweig chancenlos: Nach Touchdowns von Christian Bollmann (zwei), Christopher McClendon, Justus Holtz und Jan Hilgenfeldt siegte der Tabellenführer der GFL Nord mit 34:9 und blieb damit auch im achten Saisonspiel ungeschlagen.

Nur im ersten Viertel hatten die Berliner Paroli bieten und das 0:0 halten können.

München schnuppert an Sensation gegen Unicorns 

Noch stärker trumpfte zu Beginn der von vornherein für chancenlos gehaltene Herausforderer des Süd-Tabellenführers auf: Die Munich Cowboys lagen gar zur Halbzeit sensationell mit 14:10 gegen die Schwäbisch Hall Unicorns in Führung.

Tyler Rutenbeck, Schwäbisch Hall Unicorns
Tyler Rutenbeck, Schwäbisch Hall Unicorns © credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Die Unicorns, die in all ihren Spielen vor der kurzen Sommerpause eigentlich zur Halbzeit bereits als Sieger fest gestanden und durchschnittlich 30 Punkte in der ersten Hälfte erzielt hatten, wirkten dabei etwas eingerostet. Ganz im Unterschied allerdings zur zweiten Hälfte: Nach der Pause sah Münchens anfangs so starke Offense keinen Stich mehr, die Unicorns übernahmen mit einem 98-Yard-Kickoff-Return zum Touchdown durch Junior Nkembi sofort die Regie über das Spiel.

Jadrian Clark und Tyler Rutenbeck bestraften binnen weniger Minuten zwei Ballverluste der Gastgeber mit Touchdowns, beide schlugen gleich im dritten Viertel noch je einmal zu. Am Spielende stand also doch ein noch standesgemäßer 48:14-Sieg für den Meister zu Buche.

Allgäu Comets schöpfen Hoffnung im Abstiegskampf

Während beide Tabellenführer unangefochten blieben und im Norden Schlusslicht Düsseldorf Panther mit dem 7:38 gegen Dresden die zehnte Niederlage im zehnten Spiel kassierte, kam am Tabellenende im Süden neue Bewegung in den Abstiegskampf.

Die Allgäu Comets, die nach ihrer Niederlage gegen Ingolstadt unter Zugzwang waren, besiegten die Stuttgart Scorpions im Kemptener Illerstadion mit 40:21. Zu Beginn hatte es dabei ganz nach Fahrplan begonnen, der Tabellendritte aus Stuttgart zog 14:0 in Front. Doch dann kam der Angriff der Comets auf Touren.

Raleigh Yeldell, Allgäu Comets
Raleigh Yeldell, Allgäu Comets © football-aktuell.de/Baumert

Der erstmals vor Heimkulisse spielende neue Comets-Quarterback Raleigh Yeldell brachte sich mit dem Anschluss-Touchdown schon einmal in Stellung, auch wenn es zur Pause später 21:7 für die Stuttgarter stand. Inzwischen hatte ein Wolkenbruch eingesetzt, und mit den Wetter- und Bodenverhältnissen der zweiten Hälfte kamen die Allgäuer eindeutig besser zurecht.

Die Defense der Stuttgarter fand gegen das Laufspiel auf glitschigem Boden kein Mittel. Yeldell erlief seine Touchdowns Nummer zwei bis vier, passte zu einem weiteren auf Jordan Paul, und Jonell Pelie verwertete auch noch einen Fumble der Stuttgarter zu sechs Punkten. Damit heißt es erst einmal wieder "Vorteil Allgäu" gegenüber Ingolstadt im Kampf gegen die Relegation.

Rückschlag für Ingolstadt bei den Mercenaries

Besonders bitter, denn die Ingolstadt Dukes standen in ähnlicher Konstellation gegen die Marburg Mercenaries beim 33:40 am Ende mit leeren Händen da, obwohl sie im ersten Viertel den Nordhessen in allen Belangen überlegen waren und verdient mit 14:0 führten.

"Vielleicht hat uns die Anreise, bei der wir lange in einem Stau standen, da etwas geschadet, aber andererseits waren die Dukes dieses Mal auch deutlich stärker als im Hinspiel", zog Mercenaries-Head-Coach Tibor Gohmert einen Vergleich zum 43:14 vor acht Wochen. Das zweite Viertel ging dann schon klar an die Mercenaries, die in der zweiten Hälfte ihre Routine ausspielten und ihren knappen Vorsprung verteidigen konnten.

Für die Dukes heißt es, anderswo die Punkte zu erobern, die man nun wieder braucht, um die Comets einzuholen. Fünf Gelegenheiten gegen Kirchdorf, München (je Hin- und Rückspiel) und Stuttgart bleiben, es könnten die besseren sein, als sich auf den Sieg in der Relegation zu verlassen.

Ravensburg und Elmshorn untermauern Aufstiegsambitionen

Denn in der GFL 2 Süd unterstrich der neue Tabellenführer Ravensburg Razorbacks beim Ex-Bundesligisten Saarland Hurricanes erneut seine berechtigten GFL-Ambitionen.

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Nach dem 26:20-Sieg der Ravensburger in Neunkirchen sind nun erst einmal drei Mannschaften mit 12:4 Punkten Co-Tabellenführer. Doch die Ravensburger haben die Hurricanes jetzt zweimal geschlagen, die Biberach Beavers bereits auswärts im Hinspiel. Nächste Woche muss Biberach nach Ravensburg, gewinnen die Razorbacks erneut, dürften sie den ersten Platz nicht mehr abgeben.

In der GFL 2 Nord sind die Elmshorn Fighting Pirates schon einen kleinen Schritt weiter: Nach ihrem 27:12 beim Verfolger Rostock Griffins bleiben den Rostockern und den Lübeck Cougars nur noch theoretische Chance, die ungeschlagenen Elmshorner noch abfangen zu können. 

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