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Cody Pastarino (m.) gelangen zwei Interceptions für die Schwäbisch Hall Unicorns
Cody Pastarino (m.) gelangen zwei Interceptions für die Schwäbisch Hall Unicorns © credit: football-aktuell.de/Baumert
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In der GFL stehen die Schwäbisch Unicons nach einem Sieg gegen Frankfurt bereits als Sieger der Südgruppe fest. Das Spitzenspiel im Norden geht an Braunschweig.

Die Schwäbisch Hall Unicorns stehen wieder als Gruppensieger der GFL Süd fest: Der Titelverteidiger bezwang Vizemeister Frankfurt Universe mit 42:34 und könnte sich in seinen letzten beiden Punktspielen gegen die Allgäu Comets nun schon für das Viertelfinale schonen.

Da die Unicorns mit nun 46 Siegen in Folge seit Anfang 2017 jedoch eine besondere Serie fortsetzen wollen, dürfen die Allgäuer kaum auf Schützenhilfe rechnen. Zumal die Schwäbisch Haller sowohl in Angriff als auch in der Verteidigung selbst mit angezogener Handbremse Spiele dominieren können. 

Auch im Spitzenspiel zeigten sie abermals, dass sie jedes Tempo mitgehen und jede Herausforderung annehmen können.

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Elf Touchdowns wurden im mit rund 3.300 Zuschauern proppenvollen Haller Optima-Sportpark erzielt - die Entscheidung in der Partie blieb dennoch Verteidigern vorbehalten.

Zwar verstanden es die Angriffsreihen beider Mannschaften immer wieder, kleinste Lücken auszunutzen. Die Gäste patzten bereits in der ersten Halbzeit zwei Mal: Kurz vor Ende des ersten Viertels fing Unicorns-Verteidiger Cody Pastorino einen Pass ab, Mitte des zweiten Viertels sicherte Tobias Löffler einen Frankfurter Fumble.

Beide Male nutzte die Unicorns-Offense den Ballbesitz zu Touchdowns, erhöhte die Führung so erst auf 20:7 und später zum 34:14-Halbzeitstand. Die Haller Defense trumpfte immer dann auf, wenn es besonders auf sie ankam. So auch kurz vor der Halbzeit, als David Bada und Devin Benton die Frankfurter per Quarterback-Sack zum ersten Punt in des Spieles zwangen.

Oder im letzten Viertel, für das Halls Head Coach Jordan Neuman seinen Defensive Coordinator Johannes Brenner lobte: "Johannes hat genau die richtigen Anpassungen vorgenommen, um in dieser wichtigen Phase des Spiels mehr Druck auf die Frankfurter Offense machen zu können."

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Dies war nötig, denn die 20 Punkte Vorsprung waren in der zweiten Hälfte noch einmal zusammengeschmolzen. Frankfurt hatte die Unicorns im ersten Spielzug nach der Pause mit einem 75-Yard-Pass von Steven Cluley auf Anthony Brooks auf dem falschen Fuß erwischt. Weitere Touchdowns von Cluley und Justin Rodney ließen sie bis auf acht Punkte herankommen. Mit dem letzten Spielzug hätte Universe noch einen Touchdown zum Ausgleich erzielen können, doch auch nun war Pastorino zur Stelle und sicherte mit seiner zweiten Interception den Sieg.

Braunschweig siegt im Nord-Spitzenspiel

Im Spitzenduell im Norden war das Braunschweiger Abwehrbollwerk von Beginn an der Matchwinner. Die New Yorker Lions besiegten die Dresden Monarchs auf dieser Basis mit 19:3 - für die sonst so angriffsgewaltigen Sachsen war es das erste Spiel ohne eigenen Touchdown seit 2010.

Da half es ihnen wenig, dass sie selbst ebenfalls das Passspiel der Gastgeber weitgehend unter Kontrolle hatten und die New Yorker Lions am Ende ihren Kicker Tobias Goebel nach vier Field Goals zu ihrem Most Valuable Player der Partie ernennen mussten. Einen Spieler bekamen die Dresdener allerdings nie so recht in den Griff: Braunschweigs Running Back Christopher McClendon.

Christopher McClendon machte 147  Yards Raumgewinn für die New Yorker Lions
Christopher McClendon machte 147 Yards Raumgewinn für die New Yorker Lions © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Über 50 seiner insgesamt 147 Yards Raumgewinn an diesem Tag erzielte der US-Amerikaner allein in der Angriffsserie der ersten Hälfte, die er mit dem 25-Yard-Sprint zum 10:0 und dem einzigen Touchdown der Partie abschloss. Nach der Pause kontrollierten die Gastgeber mit seiner Hilfe dann die Spielzeit und den Gegner, um letztlich sicher den zehnten Saisonsieg einzufahren.

Nächste Woche wird die Braunschweiger Verteidigung noch einmal Schwerstarbeit zu verrichten haben, wenn man beim letzten verbliebenen Rivalen um den Nord-Gruppensieg in Hildesheim antreten muss.

Hildesheim macht Playoff-Premiere klar

Die Invaders deckten bei ihrem 21:7 bei den Kiel Baltic Hurricanes wohl vor diesem "Endspiel“ der Gruppe nicht alle Karten auf, sicherten sich aber wie erwartet mit dem Sieg die erste Playoff-Teilnahme der Vereinsgeschichte.

Dresdens Angriff wiederum muss sich schnell wieder erholen. Den Monarchs stehen noch beide Partien gegen die Berlin Rebels bevor, in denen es um Platz drei im Norden geht und damit darum, im Viertelfinale nicht nach Schwäbisch Hall zu müssen. Die Verteidigung der Rebels kann an guten Tagen ebenfalls auf Braunschweiger Niveau spielen.

Rebels wahren Chance auf Platz drei

Beim Gastspiel in Potsdam allerdings wurde einmal mehr auch deutlich, dass der Rebels-Angriff immer wieder Probleme hat und das Team insgesamt gerade in den wichtigen Spielen und solchen mit Derby-Charakter ins Schwimmen gerät. Beim 14:7 bei den Potsdam Royals wurde wieder einmal mehr gezittert als gezaubert.

Dabei hatten die Royals, die Quarterback Samuel Straub und Receiver Keevan Lucas wegen nicht überzeugender Leistungen zurück nach Hause in die USA geschickt haben, mit dem gerade wieder aus einer Verletzungspause zurückgekehrten Paul Zimmermann im Angriff selbst ihre liebe Mühe. Insgesamt 13 Punts wurden so zum Markenzeichen der Partie.

T.J. Esekielu machte den entscheidenden Touchdown für die Berlin Rebels
T.J. Esekielu machte den entscheidenden Touchdown für die Berlin Rebels © football-aktuell.de/Weber

Die 7:0-Führung der Berliner kurz vor der Pause wurde durch eine Interception des französischen Defensive Ends Fayade Said eingeleitet, den Touchdown-Pass von Kurt Palandech fing schließlich Naji El-Ali. Mehr Punkte wollten auch in der zweiten Halbzeit nicht fallen, und so kamen die Royals schließlich noch in die Nähe einer Überraschung. Der beste Angreifer auf dem Platz, Receiver Timothy Knüttel, fing mit einer artistischen Einlage den Touchdown-Pass zum 7:7.

Fünf Minuten waren noch zu spielen, und nun war es ausgerechnet ein Aussetzer der Royals-Defense, der die Rebels doch schnell wieder in Führung brachte. Ein simpler Lauf durch die Mitte von T.J. Esekielu konnte von den Potsdamern nicht auf den ersten Yards gestoppt werden - so hatte der US-Amerikaner über 69 Yards freie Bahn in die Endzone zum 14:7-Sieges-Touchdown.

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