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Enes Kanter veröffentlichte einen Teil der erhaltenen Morddrohungen auf seinem Twitterprofil
Enes Kanter veröffentlichte einen Teil der erhaltenen Morddrohungen auf seinem Twitterprofil © Getty Images
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Enes Kanter, NBA-Profi in Diensten der Oklahoma City Thunder, sieht sich nach politischen Tweets zur Lage in der Türkei zahlreichen Morddrohungen ausgesetzt.

Der türkische NBA-Profi der Oklahoma City Thunder, Enes Kanter, hat sich via Twitter kritisch zur politischen und gesellschaftlichen Situation in seinem Heimatland geäußert und dafür zahlreiche Morddrohungen erhalten.

Der 24-Jährige publizierte eine Auswahl der Anfeindungen auf seinem Account.

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Kanter hatte unter anderem die Situation in der Türkei mit der Zeit der Weimarer Republik vor Adolf Hitlers Machtübernahme verglichen und mehrere Zeitungsartikel geteilt, in denen der Prediger und erklärte Feind von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Fethullah Gülen, jede Verantwortung für den Putschversuch abstreitet und die Anschuldigungen der Regierung scharf zurückweist.

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Kanter wurde offenbar bereits seine politische Haltung und Einstellung zum Verhängnis, als der Center überraschend nicht in den türkischen Kader für die EuroBasket 2015 berufen wurde. 

Nationaltrainer Ergin Ataman hatte die Entscheidung mit angeblich fehlendem Interesse Kanters begründet. So soll der Center zwei Anrufe des Nationaltrainers nicht beantwortet haben.

Nicht-Nominierung für türkischen Kader

Kanter überzeugte diese Argumentation jedoch wenig. Er vermutete einen anderen Grund.

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"Obwohl ich die letzten zwei Jahre wiederholt betont habe, das türkische Nationaltrikot tragen zu wollen, ist die Tatsache, dass ich nicht berufen wurde, schlimm", sagte der 23-Jährige. "Die Rechtfertigungen für diese Entscheidung sind überhaupt nicht überzeugend. Es gibt nur einen einzigen Grund: Ich wurde wegen meines Glaubens und meiner politischen Ansichten ausgeschlossen."

Kanter ist bekennender Anhänger der Hizmet-Bewegung, die für Toleranz und den Dialog zwischen dem Islam mit anderen Religionen wirbt. Die Glaubensgemeinschaft zog sich jedoch Ende 2013 den Zorn der Regierungspartei AK um Präsident Erdogan zu, als sie einen Bestechungsskandal mit hochrangigen Regierungsmitgliedern ins Rollen brachte.

Seitdem führt die AKP Krieg gegen Institutionen und Personen, die mit der Hizmet-Bewegung in Verbindung stehen.

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