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© SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
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München - Zum Auftakt der NBA-Finals kassiert Cleveland eine heftige Abreibung von den Warriors. SPORT1 nennt zehn Gründe, warum man LeBrons Cavs nicht abschreiben darf.

Die Golden State Warriors haben mit einer Machtdemonstration zum Auftakt der NBA Finals 2017 die Cleveland Cavaliers (Spiel 2 ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) in die Schranken verwiesen - doch abschreiben sollte man LeBron und Co. deshalb nicht.

SPORT1 nennt zehn Gründe, weshalb die Cavaliers ihren Vorjahrestriumph trotz des Debakels in Spiel 1 wiederholen könnten.

1. Der beste Spieler der Welt

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Trotz der Gala von Kevin Durant in Spiel 1: Die Cavs haben mit LeBron James den besten Spieler des Planeten in ihren Reihen, der sie bereits 2016 auf seinen Schultern zum Titel trug. In jenen Finals führte James alle Spieler bei Punkten, Rebounds, Assists, Steals sowie Blocks an und schaffte im entscheidenden Spiel 7 ein Triple-Double.

2. Erlebnisse aus dem Vorjahr

Eine Klatsche zum Auftakt der Finals ist für Cleveland nichts Neues. In der vergangenen Saison erzielten die Warriors in den ersten beiden Partien 48 Punkte mehr als die Cavs - am Ende triumphierte trotz eines zwischenzeitlichen 1:3-Rückstands jedoch die Truppe um LeBron.

3. Spielmacher Irving als X-Faktor

In den Conference Finals verlor Cleveland Spiel 3 gegen die Boston Celtics, obwohl sie mit 21 Punkten geführt hatten. In Spiel 4 geriet Cleveland erneut unter Druck und LeBron musste wegen Foulproblemen lange auf der Bank sitzen. Doch in diesem entscheidenden Moment der Serie sprang Point Guard Kyrie Irving in die Bresche und glänzte mit einer 42-Punkte-Gala - dabei erzielte er 19 Punkte in den letzten fünf Minuten.

4. Die Wurfkrise eines "Splash Brother"

In den gesamten Playoffs hatte Klay Thompson erst einmal eine Feldwurfquote von über 50 Prozent. In den letzten beiden Partien traf Steph Currys "Splash Brother" sogar nur sechs seiner 29 Würfe aus dem Feld. Noch können die Warriors dies dank Curry und Durant auffangen - doch sollte einer der beiden auch einmal ein schlechtes Spiel erwischen, haben die Warriors ein ernstes Problem.

5. LeBrons Steigerungspotenzial

Eine Niederlage zum Auftakt der Finals gehört für LeBron zum Ritual. Bei acht Anläufen ging er in Spiel 1 nur einmal als Sieger vom Court - 2011 gegen den späteren Champion Dallas Mavericks. Dennoch hat LeBron bisher immerhin drei Mal die Trophäe in die Höhe gehalten.

6. Ausfall von Trainer Kerr

Einige Trainingseinheiten konnte Steve Kerr zuletzt zwar wieder leiten - doch die Spiele verfolgt der Dubs-Coach aufgrund der Nachwirkungen seiner Rücken-OP meist aus der Kabine. Bei souveränen Siegen spielt dies keine Rolle. Sollte aber einmal der letzte Spielzug entscheiden, könnte Kerrs Fehlen ein entscheidender Nachteil sein.

7. Es kann nur besser werden...

Auch wenn es wie eine Phrase klingt: Es ist unwahrscheinlich, dass Cleveland noch einmal einen so rabenschwarzen Tag erwischt und nach einer Partie null Steals und 20 Ballverluste aufweist. Auch die völlig abgetauchten Starter Tristan Thompson (0 Punkte, 4 Rebounds) und J.R. Smith (3 Punkte) werden in Spiel 2 auf Revanche brennen.

8. Ein Auswärtssieg kann reichen

Trotz der Abreibung in Spiel 1 ist für die Cavaliers im Hinblick auf die Serie nichts Schlimmes passiert. Die Warriors haben lediglich die Pflicht erfüllt und ihr Heimspiel gewonnen. Sollte Cleveland sich zu Hause schadlos halten, reicht ein Auswärtssieg für den Titel. Demnach bleiben dem Team um LeBron drei weitere Chancen.

9. Die Cavs kennen ihr Problem

Die Cavaliers wissen genau, dass die Defense ihr größtes Problem in Spiel 1 war. "Du kannst die Offense der Warriors im Training nicht simulieren", waren sich Trainer Tyronn Lue, Irving und LeBron danach einig. Doch nun haben die Cavs aus nächster Nähe erlebt, wie Golden State die gegnerische Defense auseinanderhebelt. 2016 dauerte es vier Partien, dann hatte Lue den Warrios-Code geknackt und Cleveland drehte noch die Serie.

10. Warriors sind Thriller nicht gewohnt

Die Warriors siegen und siegen - und in der Regel immer deutlich. In elf der 13 Playoff-Spielen hatte Golden State am Ende einen zweistelligen Vorsprung. Auch in der Regular Saison entschieden die Warriors viele Partien vorzeitig - alle drei Spiele, die in die Overtime gingen, verloren sie hingegen. Wenn es hart auf hart kommt, schwächeln die Dubs also.

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