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Kawhi Leonard hat ganze neun Spiele in dieser NBA-Saison für die San Antonio Spurs absolviert
Kawhi Leonard hat ganze neun Spiele in dieser NBA-Saison für die San Antonio Spurs absolviert © Getty Images
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München - Die San Antonio Spurs beenden die Playoffs wohl ohne Kawhi Leonard. Trainer Gregg Popovich zeigt sich genervt. Provoziert der Superstar seinen Abgang?

Trotz des gewohnten Einzugs in die NBA-Playoffs ist es für die San Antonio Spurs eine äußerst denkwürdige Saison.

"Das war definitiv die verrückteste Saison, die ich je erlebt habe – in jeder Hinsicht", bilanzierte Routinier Manu Ginobili kürzlich – es war immerhin bereits die 16. NBA-Spielzeit des Argentiniers.

Normalerweise ist das Team von Trainer Gregg Popovich berüchtigt für seine Verschworenheit und das ruhige Umfeld. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Leonard macht Reha in New York

Rückblick: Spurs-Superstar Kawhi Leonard zog sich vor Saisonbeginn eine komplizierte Quadrizepsverletzung zu und verpasste die ersten 27 Spiele. Anschließend bestritt der Leader der Texaner neun Partien, um sich anschließend wieder am Quadrizeps zu verletzen.

Als wäre Leonards Verletzungsgeschichte alleine nicht schon tragisch genug, kam es zu Verwerfungen zwischen Popovich und seinem Star. Denn der 26-Jährige absolvierte seine Reha nicht beim Team, sondern in New York. Lediglich im März kehrte der Forward zurück nach Texas - sehr zum Unmut der Spurs-Verantwortlichen. (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse)

"Ihr müsst Kawhi und seinem Camp diese Frage stellen. Derzeit sagen sie, dass er nicht bereit ist, solange können wir nichts machen. Erst, wenn das geklärt ist, können wir uns mit dieser Sache beschäftigen", erklärte Popovich auf die Frage nach einem möglichen Comeback von Leonard in dieser Saison. 

Spurs gaben Leonard Grünes Licht

Von Seiten der Texaner hat "The Claw" schon lange Grünes Licht für einen Einsatz bekommen, doch sein eigenes Camp hält ihn nicht für spielfit. Der Forward selbst hält sich, entsprechend seines Naturells, zurück mit Aussagen über seinen Zustand, was die Gerüchte über seinen Zustand erst richtig in Schwung bringt.

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Auch die Aussage von Teamkollege Tony Parker, dass seine eigene Quadrizeps-Verletzung "hundertmal schlimmer" gewesen sei als die von Leonard, muss in diesem Kontext betrachtet werden. 

Beim Stand von 0:3 gegen die übermächtigen Golden State Warriors ist eine Rückkehr des Superstars aber in Spiel vier am Sonntagabend kein Thema mehr. Schlimmer noch: Pau Gasol zufolge hat sich der Spurs-Superstar mehrere Wochen lang nicht mehr bei seinem Team blicken lassen.

Team und Trainer sind zusehends genervt von ihrem Superstar, der es während der Playoffs nicht für nötig hält, sein Team zu unterstützen.

Wie geht es weiter mit Leonard und den Spurs?

Umso mehr stellt sich die Frage: Wie geht es im Zoff zwischen Leonard und den Spurs weiter?

Klar ist, dass sich Popovich und Leonard nach Saisonende an einen Tisch setzen und die Zukunft des 26-Jährigen diskutieren werden. Ein Trade ist aber aktuell offenbar kein Thema, stattdessen sollen die Differenzen ausgeräumt werden.

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Leonard winkt bei den Spurs ein Supermax-Vertrag, der ihm innerhalb von fünf Jahren 220 Millionen Euro einbringt. Mit der Unterschrift unter diesen Kontrakt könnten sich dann alle Streitigkeiten in Luft auflösen.

Einem Bericht von Sporting News zu Folge ist Leonard bei den Los Angeles Lakers im Gespräch. Interesse bestehe angeblich von beiden Seiten. Ein Insider geht von einem Wechsel spätestens 2019 aus.

Dann würde wohl auch in San Antonio wieder die gewohnte Ruhe einkehren.

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