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Kermit Washington agierte bei den Lakers als "Leibwächter" für Kareem Abdul-Jabbar
Kermit Washington agierte bei den Lakers als "Leibwächter" für Kareem Abdul-Jabbar © Getty
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Der frühere Lakers-Profi Kermit Washington muss wegen der Veruntreuung von Spendengeldern für sechs Jahre in Haft. Durch einen Vorfall 1977 wird er berühmt.

Der frühere NBA-Spieler Kermit Washington ist wegen Veruntreuung von Spendengeldern zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Washington erlangte 1977 durch einen später nur noch als "The Punch" bekannten Vorfall traurige Berühmtheit. Der damalige Spieler der Los Angeles Lakers streckte im Spiel gegen die Houston Rockets deren Kapitän Rudy Tomjanovich mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden. Tomjanovich, dessen Schädel zertrümmert war, schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Washington nutzte Berühmtheit aus

"Dieser frühere NBA-Spieler hat seine Berühmtheit und seinen Status ausgenutzt, um einen Spendenbetrug durchzuziehen, bei dem er hunderttausende Dollar für sein privates Vergnügen wie luxuriöse Reisen, Einkaufstouren und Schönheits-OPs für seine Freundin abzweigte", sagte der Staatsanwalt.

Der 66-jährige Washington hatte sich im vergangenen November schuldig bekannt, Spendengelder für seine Wohltätigkeitsorganisation "Project Contact Africa" für private Zwecke missbraucht zu haben.

Washington, der bei den Lakers als Vollstrecker und "Leibwächter" für Superstar Kareem Abdul-Jabbar fungierte, wurde 1977 wegen "The Punch" für 60 Tage vom Ligabetrieb suspendiert und musste 10.000 Dollar Strafe zahlen. Aufgrund des brutalen Faustschlags erhöhte die Liga die Strafen drastisch, die Ära der "Enforcer" ging damit zu Ende. Tomjanovich konnte nach dem Vorfall nicht mehr an seine alte Leistung anknüpfen und beendete seine Karriere als Spieler. Als Trainer holte er mit den Rockets zweimal den NBA-Titel. 

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