Das ist neu: Alle Infos zum NBA-Saisonstart
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München - Zwei Neuzugänge lassen Dirk Nowitzki auf eine erfolgreiche Rekordsaison hoffen. Seine persönliche Situation aber sorgt bei den Dallas Mavericks für Sorgenfalten.

Sobald Dirk Nowitzki in den kommenden Wochen erstmals in dieser Saison das NBA-Parkett für die Dallas Mavericks betreten wird, wird er seiner glanzvollen Karriere einen weiteren Meilenstein hinzufügen.

Es wäre der erste Einsatz in seiner 21. Saison nacheinander für das gleiche Team in der besten Basketball-Liga der Welt – das hat vor ihm noch kein anderer Spieler in der an Ausnahmesportlern so reichen Liga-Historie geschafft.

Robert Parish, Kevin Willis und Kevin Garnett waren zwar ebenfalls 21 Spielzeiten aktiv, liefen dabei aber für mindestens drei Franchises auf.

Allerdings kann derzeit keiner sagen, wann es zu diesem magischen Moment kommen wird – nicht einmal Nowitzki selbst.

Rätsel um Nowitzkis Zustand

So viel ist jedoch schon jetzt klar: Nowitzki wird nicht nur das Auftaktspiel seines Teams bei den Phoenix Suns in der Nacht auf Donnerstag verpassen. (Phoenix Suns - Dallas Mavericks ab 4.30 Uhr in den LIVESCORES)

Rick Carlisle, sein Coach bei den Mavericks, musste die Öffentlichkeit in dieser Frage um Geduld bitten. "Es gibt kein genaues Datum für seine Rückkehr. Es geht ihm besser, aber er kann noch längst nicht alle Trainingsformen mitmachen", sagte Carlisle am Freitag und fügte an: "Wir können erst in etwa zehn Tagen ein weiteres Update geben." Es werde allerdings noch mehrere Wochen dauern, bis Nowitzki sein Saisondebüt geben kann.

Den Humor hat Nowitzki dennoch nicht verloren. "Ich werde bereits das 'Fünf-Millionen-Dollar-Maskottchen' genannt", so Nowitzki. Und auch aufgrund seiner neuen Rolle und seines fortgeschrittenen Alters von 40 Jahren ist er zu Scherzen aufgelegt.

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"Ich kenne die Rolle zwar aus meiner Karriere noch nicht, aber wenn mir die Physios ein Fahrrad-Ergometer bereitstellen, dann wird alles gut", hatte der gebürtige Würzburger noch beim Medientag der Mavericks über seine zukünftige Aufgabe als Einwechselspieler des Teams gesagt.

Dass er nicht nur die Preseason, sondern auch die ersten Wochen seiner voraussichtlich letzten regulären Saison verpassen würde, hatte er damals womöglich noch nicht erwartet. Doch die Regeneration nach der Knöchel-Operation im April dauert länger als erwartet, aktuell kämpft er auch mit Entzündungen am Fuß.

Doncic macht Lust auf mehr

Die Vorfreude auf die kommende Spielzeit dürfte dies aber nur geringfügig trüben. Denn lange war das Team der Mavericks nicht mehr so ambitioniert in eine Saison gegangen wie diesmal.

Mit Luka Doncic - Nummer-3-Pick beim diesjährigen Draft - hat die Franchise einen Spieler geholt, der schon mit seinen 20 Jahren über eine sehr reife Spielanlage verfügt und das Team auf Anhieb besser machen kann.

"Er ist ein unglaubliches Talent. Seine Übersicht und sein Passspiel bei dem Alter und der Größe ist etwas, das ich in 20 Jahren so noch nie gesehen habe", sagte Nowitzki in einem Radio-Interview in den USA über den 2,01 Meter großen Slowenen. Der kann nicht nur die beiden Guard-Positionen besetzen, sondern auch als Forward eingesetzt werden.

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Auch bei den Preseason-Spielen ließ Doncic schon mehrfach sein überragendes Können aufblitzen. In vier Partien kam er durchschnittlich auf 15 Punkte und 5 Rebounds. Auch seine 3er-Quote von 43,5 Prozent kann sich sehen lassen.

Playoffs zum Abschied?

Ein weiterer Grund zur Zuversicht ist der Trade für DeAndre Jordan. Der Big Man, der schon 2015 den Mavericks zugesagt hatte, bringt die Erfahrung und Qualität eines All-Stars mit und soll vor allem die Schwäche in der Verteidigung beheben.

Mit ihm im Team kann auch Nowitzkis junger Landsmann Maxi Kleber weiter an Profil gewinnen. Der 26 Jahre alte Big Man steht nach seiner ersten NBA-Saison jetzt vor dem nächsten Schritt.

Für Jordans Verpflichtung hatte Nowitzki, für den schon immer der Teamgedanke mehr zählte als persönliche Eitelkeiten, einmal mehr auf mehrere Millionen verzichtet.

Mit Jordan und Doncic sind die Chancen tatsächlich gestiegen, dass der Meister von 2011 nach zwei sehr mageren Jahren zumindest wieder in die Playoffs einziehen kann.

Und dieser Erfolg würde Nowitzki sicherlich mehr bedeuten als die 21. NBA-Saison - auch wenn er in dieser möglichst bald aktiv eingreifen möchte.

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