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München - Die NBA muss auch ohne Dirk Nowitzki weitergehen. Doch was hat der deutsche Superstar nach seinem Rücktritt vor? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Die NBA ohne Dirk Nowitzki? Für viele einfach unvorstellbar. Doch an diesen Zustand muss man sich ab Beginn der neuen Saison im Herbst gewöhnen. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+)

Der Superstar der Dallas Mavericks, der den Basketball und die Liga 21 Jahre lang geprägt hat, widmet sich ab sofort anderen Dingen als dem Erzielen von Körben.

Doch was plant der 40-Jährige für die Zeit nach seiner Karriere? Kehrt Nowitzki in seine Heimat zurück?

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SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zu Nowitzkis Zukunft.

- Was plant Nowitzki als nächstes?

Nowitzki kündigte an, im Sommer "einfach mal nichts zu machen". Er sei froh, dass der Druck erst einmal weg ist. Die letzten NBA-Spiele, der emotionale Abschied, der Interview-Marathon. Das alles hat die Energiereserven des Superstars gemindert.

Die will er in einem Karibik-Urlaub mit Ehefrau Jessica und seinen drei Kindern wieder füllen. "Meine Frau wird schon genug Sachen im Haushalt finden", scherzte Nowitzki auf der Pressekonferenz nach seinem Rücktritt.

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Doch schon bald warten die nächsten Termine auf das einstige "German Wunderkind". "Die Kids sind bis Ende Mai in der Schule, dann ist das Charity Baseball Game, nach meinem Geburtstag im Juni werden wir sicher nach Deutschland kommen. Und dann wird es auch wieder das ING-Fußball-Spiel geben", sagte Nowitzki.

Irgendwann im Laufe der NBA-Saison 2019/20 wird es zudem einen ganz speziellen Abend geben. Die Mavs kündigten bereits an, dass Nowitzkis Trikotnummer 41 nicht mehr vergeben werden soll. In der Regel wird dies in einer Show bei einem Heimspiel zelebriert. Das wird bei Nowitzki nicht anders sein.

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- Kehrt Nowitzki nach Deutschland zurück?

Auch wenn Nowitzki persönlich einmal nicht in Dallas anzutreffen sein wird, bald wird man ihn in der texanischen Stadt immer bestaunen können.

"Wir bauen dir die größte, krasseste Statue der Welt und stellen sie mitten vor unsere Arena", kündigte Mavs-Besitzer Mark Cuban an.

Doch auch das Original plant nicht, seine neue Heimat zu verlassen. "Ich werde niemals gehen. Das ist mein Zuhause. Ich bin ein Texaner geworden", wurde Nowitzki vor geraumer Zeit zitiert.

Auch nach seinem letzten Spiel betonte er: "Meine Heimat ist erstmal hier, die Kids sind hier geboren und wir haben hier ein Netzwerk." Der gebürtige Würzburger fügte aber hinzu: "Ich gehe immer gerne nach Hause nach Deutschland."

Nowitzki besitzt nur die deutsche Staatsbürgerschaft. In einem Interview aus dem Jahr 2018 schloss er nicht aus, auch die US-amerikanische anzunehmen. "So wie es aussieht liegt unsere nahe Zukunft hier - und da würde es schon Sinn machen", sagte er der Augsburger Allgemeinen.

- Wie sieht Nowitzkis berufliche Zukunft aus?

Diese Frage ist die offenste von allen. Nowitzki hat diverse Optionen, einen klaren Plan hat er aber bislang noch nicht kundgetan.

In irgendeiner Form wird er den Mavs, bei denen er über die Hälfte seines Lebens verbracht hat, treu bleiben. "Du hast hier einen Job auf Lebenszeit. Mir ist völlig egal, was du machst", bot ihm Cuban in seiner Dankesrede an.

Ob Nowitzki mit operativen Aufgaben in der Franchise, als Jugendtrainer – Nowitzki liebt Kinder - oder als eine Art Mentor von den künftigen Mavericks-Hoffnungen Luka Doncic und Kristaps Porzingis, mit denen er gerne noch eine Saison zusammengespielt hätte, beschäftigt sein wird, wird die Zeit zeigen.

Auch ein Engagement beim Deutschen Basketball-Bund ist denkbar. "Mit den Dingen, die er neben dem Platz macht, wird er auch weiterhin präsent sein, da bin ich mir ganz sicher. Da wird es bestimmt noch einiges geben, was Dirk Nowitzki starten wird", glaubt der frühere Teamkollege Demond Greene bei SPORT1, dass Nowitzki auch den deutschen Basketball in Zukunft unterstützen wird.

Diese Meinung teilt auch Ademola Okulaja bei SPORT1: "Der Verband und er werden sicher etwas zusammenschustern. Er wird auch bestimmt bei WM, EM oder Olympia mal da sein - oder eine Videobotschaft oder ähnliches machen."

Darüber hinaus wird sich Nowitzki auch sozialen Projekten verstärkt widmen, was ihn bereits in den letzten Jahren ausgezeichnet hat: seine Stiftung "Fortyone", deren Ziel die persönliche Entwicklung von Kindern durch Aktivität ist, Benefiz-Spiele, Charity-Aktionen.

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- Wie will er sich sportlich fit halten?

Kein Wunder – Nowitzki gibt zu, Basketball vermissen zu werden. Dafür will er sich anderweitig sportlich betätigen.

Tennis und Golf spielen gehören zu den ersten Dingen, die Nowitzki bei der häufigen Frage nach seiner Zukunft genannt hat. "Vielleicht mal Skifahren zu gehen, was ich schon über 25 Jahre nicht mehr gemacht habe", plant er darüber hinaus.

Doch nicht nur der Sport wird weiterhin Teil seines Lebens bleiben. Neben gutem Wein hofft Nowitzki, auch mal "Eis und Pizza zum Frühstück" zu genießen. "Mal schauen, ob ich die 150 Kilogramm schaffe die nächsten Monate,", witzelte er.

Er hat sich das Genießen verdient.

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