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Klay Thompson wird im Sommer Free Agent
Klay Thompson wird im Sommer Free Agent © Getty Images
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München - Die Wahl der All-NBA-Teams wird jährlich von Journalisten durchgeführt. Sie entscheiden auch über Vertragskonditionen der NBA-Stars - und zig Millionen Dollar.

Als er erfuhr, dass er in keines der drei "All-NBA-Teams" gewählt wurde, entglitten Klay Thompson für einen kurzen Moment die Gesichtszüge.

"Ich habe es nicht geschafft? Es ist schon raus?", fragte der zweite Splash Brother der Golden State Warriors - und verdrehte die Augen.

"Ich respektiere diese Jungs, aber wenn du fünf NBA-Finals in Folge erreichst ...", meinte Thompson, dem auf den Guard-Positionen Stephen Curry, James Harden, Damian Lillard, Kyrie Irving, Kemba Walker und Russell Westbrook vorgezogen wurden.

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Journalisten-Wahl kostet Thompson 30 Millionen

Die Auszeichnung der besten NBA-Spieler wird seit der Saison 1946/47 von einem globalen Gremium aus Sportjournalisten jährlich vergeben.

Die Jurymitglieder stimmen jeweils für das First-, Second- und Third-Team und vergeben hierbei pro Position fünf, drei und einen Punkt. Erhält ein Spieler an mehreren Positionen Punkte, kommt er in das Team, in welchem er mehr Zähler erhalten hat.

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Wären die All-NBA-Teams nur eine Sache für die Ehre, die eigene Statistik oder die Biografie - geschenkt.

Doch die fehlende Berufung in eine der Auswahlen kann einen Spieler - in diesem Fall Klay Thompson - 30 Millionen Dollar kosten. Denn Thompson ist, dank der Wahl der Journalisten, nicht mehr in der Lage, nach Ablauf seines derzeitigen Kontrakts im Sommer einen "Supermax-"Vertrag zu unterschreiben.

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Auch Beal und Towns betroffen

Ursprünglich war der "Supermax" eingeführt worden, damit eine Franchise einem eigenen Spieler in der Free Agency bessere Konditionen anbieten kann, als dieser woanders bei einem Maximalvertrag erhalten könnte - wenn er die entsprechende Qualifikation erfüllt.

Ein Akteur muss bei Ablauf seines aktuellen Vertrages mindestens acht Jahre in der NBA absolviert haben und eines der folgenden Kriterien erfüllen: Er wurde in der abgelaufenen Saison oder den zwei Jahren zuvor in eines der drei NBA-Teams oder zum Defensive Player of the Year gewählt oder in einer der drei letzten Saisons als MVP ausgezeichnet.

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Neben Thompson schauten unter anderem auch Bradley Beal von den Washington Wizards und Karl-Anthony Towns (Minnesota Timberwolves) beim Voting in die Röhre und können zumindest in diesem Sommer keine "Supermax"-Verlängerung unterschreiben.

Walker profitiert

Kemba Walker (Charlotte Hornets, All-NBA-Third-Team) und Damian Lillard (Portland Trail Blazers, All-NBA-Second-Team) profitieren wiederum.

Während Walker beispielsweise nun bei den Hornets einen Fünfjahresvertrag über 221 Millionen Dollar unterschreiben könnte (bei anderen Teams nur 140 Dollar über vier Jahre), müsste sich Thompson mit 190 Millionen "begnügen".

"Es ist, wie es ist. Ich kann es nicht kontrollieren", sagte Thompson angesprochen auf den Fakt, dass das All-NBA-Voting so viel Einfluss auf Verträge nimmt: "Ich glaube aber nicht, dass so viele Guards in der Liga besser sind als ich."

Thompson: Lieber Titel als All-NBA-Team

Schnell lenkte Thompson den Fokus aber wieder auf sein eigentliches Ziel, mit dem er die Enttäuschung vergessen lassen will: Ringe.

Denn die Warriors stehen mal wieder im NBA-Finale und warten dort auf den Sieger des Duells zwischen den Milwaukee Bucks und den Toronto Raptors (2:3).

"Ich gewinne lieber eine Meisterschaft, als im dritten All-NBA-Team zu landen. Von daher ist alles gut", sagte Thompson.

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