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NBA, Finals: Draymond Green bei Golden State Warriors in starker Form
Draymond Green hat nicht immer das beste Verhältnis zu den Referees © Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten
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München - Die Golden State Warriors treffen in den NBA-Finals auf die Toronto Raptors. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Draymond Green zu, der einen Wandel durchlaufen hat.

29:1. Diese eindrucksvolle Bilanz gehört NBA-Superstar Draymond Green von den Golden State Warriors.

30 Triple-Doubles gelangen Green insgesamt in seiner bisherigen Karriere, nur einmal gingen die Warriors als Verlierer vom Parkett. 

Damit ist der 29-Jährige der heimliche Sieggarant für sein Team. Auch in den NBA-Finals (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) gegen die Toronto Raptors soll der Power Forward als Energizer für den "Threepeat" der Warriors sorgen.

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Green in bestechender Form

Green befindet sich in den 2019er-Playoffs in absoluter Gala-Form und kommt in bisher 16 Spielen bereits auf vier Triple-Doubles. Dabei verwandelt er über 50 Prozent seiner Wurfversuche. Auch seine Ausbeute von 13,6 Punkten pro Partie kann sich mehr als sehen lassen. Dazu legt er 9,9 Rebounds und 8,2 Assists pro Spiel auf.

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Im Unterschied zu den vorangegangenen Jahren verzichtet er dieses Mal auf hitzige Diskussionen mit den Referees nach jeder strittigen Entscheidung, sondern fokussiert sich auf sein Spiel. Denn in Sachen Trashtalk und Wutausbrüchen auf dem Feld zählte er bis vor kurzem sicherlich zu den Spitzenreitern in der NBA.

"Ich fühlte mich schlecht"

"Ich habe bemerkt, dass ich an einem Punkt war, an dem ich mich mehr beschwert habe als zu spielen. Ich bin sicher, dass es nicht schön anzuschauen war, weil ich mich schlecht gefühlt habe, so zu spielen", blickte Green auf seine Vergangenheit zurück.

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Schon 2015 habe seine Familie gesagt, dass er nicht so viel lamentieren solle, meinte der Warriors-Star. Spätestens in diesen Playoffs ist ihm dieser Schritt geglückt.

Außerdem hat der 35. Pick des NBA-Drafts von 2012 seine unnötigen technischen Fouls in den diesjährigen Playoffs drastisch reduziert. Aktuell steht er bei vier technischen Fouls, erst beim siebten Foul dieser Kategorie gibt es eine Sperre. "Manchmal brauchen wir einen Energieschub, dann werde ich vielleicht eins machen. Wenn ich aber nicht achtsam bin, zerstöre ich die Energie des Teams", gibt sich der einstige Bad Boy geläutert.

Streit mit Durant ist Vergangenheit

Vergessen ist inzwischen auch sein Streit mit Teamkollege Kevin Durant im November des vergangenen Jahres. Die beiden Warriors-Stars lieferten sich ein Wortgefecht, nachdem Green den Ball in den entscheidenden Sekunden nicht zu Durant gepasst hatte. Green wurde nach dem Vorfall von den Warriors für ein Spiel suspendiert.

Inzwischen versteht sich das Duo aber. Beweis dafür ist Greens Aussage auf die Frage, ob das Team aus der Bay ohne Durant besser sei. Seine Antwort war kurz und eindeutig: "Bullshit!"

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So stehen seine enormen Qualitäten auf dem Feld im Fokus. Denn Green ist ohne Zweifel der beste Verteidiger der Warriors und kann nahezu jeden gegnerischen Superstar an die defensive Kette legen - sogar kleinere Spieler sind aufgrund seiner Athletik kein Problem. So wird er auch gegen die Raptors ein besonderes Augenmerk auf deren Superstar Kawhi Leonard richten und versuchen, dessen Kreise einzuschränken.

Lob für "Abrissbirne" Green

Aber auch offensiv gilt es den 29-Jährigen zu beachten, denn in den Western Conference Finals gegen Portland war Green führender Spieler in den Kategorien Rebounds, Assists, Steals und Blocks.

Warriors-Coach Steve Kerr adelte seinen Forward nach dem dritten Duell, in dem Green 20 Punkte, 13 Rebounds, zwölf Assists und vier Steals auflegte. "Er war wie eine Abrissbirne, er hat alles zerstört, was sich ihm in den Weg gestellt hat. Es war eines der besten Spiele, die ich je von ihm gesehen habe", lobte Kerr.

Ihre "Abrissbirne" brauchen die Warriors auch gegen die Raptors, insbesondere da Durant und DeMarcus Cousins mindestens den Auftakt verpassen werden.

So wird Green zum wichtigsten Anker unter dem Korb, offensiv wie defensiv, der seinen vierten Titel einfahren könnte. Ganz nebenbei kämpft er sicherlich auch noch um seine überragende Triple-Double-Bilanz.

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