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München - In den NBA-Playoffs kommt es zum Bruderduell zwischen Stephen und Seth Curry. Deren Eltern freuen sich - auch wenn ihre Söhne sehr unterschiedliche Rollen haben.

Die Golden State Warriors und die Portland Trail Blazers kämpfen in den Western Conference Finals um den Einzug in die NBA Finals.

Das wird alles andere als eine leichte Aufgabe für den Titelverteidiger, denn Portland hat mit Damian Lillard und C.J. McCollum einen der besten Backcourts der Liga - und schon die Oklahoma City Thunder und die Denver Nuggets überrascht.

Die Warriors gehen dagegen am Stock und müssen zumindest zu Beginn der Serie nicht nur auf Center DeMarcus Cousins, sondern auch Kevin Durant verzichten. Der zweimalige Finals-MVP hatte die Dubs bis zu seiner Wadenverletzung fast im Alleingang durch die Playoffs getragen.

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Dies war vor allem deshalb nötig, da die "Splash Brothers" Stephen Curry und Klay Thompson ihre übliche Treffsicherheit vermissen ließen. Erst als Durant fehlte und das Weiterkommen gegen die Houston Rockets in Gefahr war, drehten Curry und Thompson auf. (Service: Spielplan der NBA im SPORT1-Datencenter)

Gegen Portland wird es nun speziell auf Curry ankommen. Denn ohne Durant wird Portland den Spielmacher womöglich öfter doppeln. Zudem wird Curry wohl entweder Lillard oder McCollum verteidigen und kann es sich ohne Durant nicht leisten, wie zuletzt häufig in Foul-Problemen zu kommen.

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Stephen Curry trifft auf Bruder Seth

Allein schon wegen der beiden herausragenden Backcourts dürfen sich NBA-Fans auf eine packende Serie freuen. Fast alle Zuschauer werden sich dabei auf eine Seite schlagen - entweder die des Titelverteidigers oder die des frech aufspielenden Herausforderers.

Nur zwei Menschen im Publikum dürfte dies schwer fallen: Dell und Sonya Curry. Denn mit Dubs-Superstar Stephen und Portlands Seth Curry treffen ausgerechnet ihre beiden Söhne aufeinander und werden somit für die Dauer der Serie zu Gegenspielern.

"Es wird so viel Spaß machen. Es ist so ein Segen, unsere beiden Söhne auf diesem Level um die Meisterschaft kämpfen zu sehen. Wir hätten uns das nie vorstellen könnte", sagte Mutter Sonya bei ESPN und fügte hinzu: "Einer wird nach Hause fahren. Aber wir werden zu den Finals reisen." 

Seth Curry bezweifelt jedoch, dass seine Mutter während der Partien so entspannt sein wird, wie sie sich vor Beginn der Serie gibt: "Mein Vater ist immer ruhig. Aber meine Mutter wird gestresst sein und ihr werdet sie womöglich sogar hören können."

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Curry-Eltern reisen durch die USA

Während der Playoffs versuchten die Currys, jedes Spiel ihrer Söhne zu sehen, was in ziemlichen Reise-Stress ausartete. Dennoch schafften sie es laut Vater Dell, dass sie lediglich die Auswärtsspiele in Oklahoma City und Spiel 1 zwischen Portland und Denver verpassten. 

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Vater Curry, der selbst zwischen 1986 und 2002 in der NBA auflief, bereitet nur die Frage, wer welches Trikot anzieht, Kopfzerbrechen: "So etwas haben wir noch nicht erlebt. Wir müssen jetzt überlegen, wer wen repräsentiert." Seine Frau hat auch dafür eine Lösung: "Wir werfen vor jedem Spiel eine Münze."

Aber nicht nur für die Eltern, sondern auch für alle anderen NBA-Fans wird es ein historisches Erlebnis. Laut Elias Sports Bureau waren sich nie zuvor zwei Brüder in den Conference Finals gegenüberstanden. Ein Playoff-Duell unter Brüder gab es zuletzt 2017 in Runde 1 zwischen den Spaniern Marc und Pau Gasol.

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Hauptrolle für Stephen, Nebenrolle für Seth

Die Rollen der Curry-Brüder in dieser Serie könnten allerdings kaum unterschiedlicher ausfallen. Während Stephen aufgrund Durants Fehlen hauptverantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg der Warriors sein wird, fällt die Rolle von Seth in Portland deutlich kleiner aus.

Der 28-Jährige kommt in den Playoffs nur auf 19 Minuten im Schnitt und erzielt dabei 5,4 Punkte pro Partie. Seine Aufgabe ist es vor allem, mit dem einen oder anderen Dreier für wichtige Zähler zu sorgen, während sich die Topscorer Lillard und McCollum eine kurze Pause gönnen. 

Womöglich drückt Mutter Sonya ihrem jüngeren Sohn Seth deshalb besonders die Daumen: "Ich will, dass er den Ball klaut und ihn über Stephen wirft. All das gute Zeug. Ich will, dass auch er seine Momente hat" - bei Stephen weiß sie schließlich, dass er sie sowieso haben wird.

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