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NBA: Dallas Mavericks ohne Nowitzki - folgt ein Star Doncic & Porzingis?
NBA: Dallas Mavericks ohne Nowitzki - folgt ein Star Doncic & Porzingis? © SPORT1-Grafik: Getty Images
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München - Die Dallas Mavericks läuten ohne Dirk Nowitzki eine neue Ära ein. Für die Mavs wird dabei die Free-Agency-Phase entscheidend sein. SPORT1 zeigt, was ihnen noch fehlt.

Für die Dallas Mavericks beginnt am 30. Juni mit dem Start der Free Agency wahrlich eine neue Ära.

Zum ersten Mal seit der Saison 1998/1999 müssen sich die Mavs einen Kader zusammenbasteln, der nicht Dirk Nowitzki beinhaltet.

Die Franchise um Besitzer Mark Cuban hat sich aber auf das erwartbare Karriereende des 41-Jährigen vorbereitet und mit Luka Doncic sowie Kristaps Porzingis zwei echte Stars in den eigenen Reihen.

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Doch der Kader hat auch noch einige Schwachstellen, weshalb die Free Agency für die Mavs von entscheidender Bedeutung sein wird, wenn man im Kampf um die Playoffs in der stark besetzten Western Conference mitmischen will.

SPORT1 analysiert den Kader der Dallas Mavericks und zeigt auf, wo die Franchise noch zulegen muss.

POINT GUARD:

Die Mavs haben mit Jalen Brunson, Trey Burke, Devin Harris, Daryl Macon und J.J. Barea gleich fünf Point Guards im Kader. Wirkliches Star-Potenzial hat davon keiner, wenngleich Brunson als zuverlässiger Bankspieler eine wichtige Rolle einnehmen kann.

Mit Doncic haben die Mavs einen Spieler, der den Ball oft in seinen Händen hat und seine Mitspieler auch gekonnt in Szene setzen kann. Dennoch sollte ein klassischer Spielmacher ganz oben auf der Agenda von Cuban stehen, um Doncic zu entlasten.

Als heißer Kandidat gilt Patrick Beverley von den Los Angeles Clippers. Der 30-Jährige könnte Doncic nicht nur mit seiner Erfahrung helfen, sondern wäre als starker Defensivspieler und sicherer Dreierschütze auch die ideale Ergänzung zu diesem.

Laut einem Bericht der Dallas Morning News zeigt auch der Spieler Interesse an den Mavs. Ein Treffen zu Beginn der Free Agency ist geplant. Allerdings haben einige Teams ihre Fühler nach Beverley ausgestreckt.

Mit Kemba Walker steht auch ein All-Star auf der Liste. Der 29-jährige Spielmacher der Charlotte Hornets hat eine herausragende Saison hinter sich. Wie gut ein balldominanter Spieler zu Doncic passt, müsste sich zeigen. Aber seine Qualitäten als Spielmacher und aus der Distanz wären ein echter Gewinn für die Mavs.

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FLÜGELSPIELER:

Die zweite größere Baustelle der Mavs. Ein guter Dreierschütze mit Defensivqualitäten könnte die Mavs auf ein höheres Level heben. Wunschkandidat ist laut Medienberichten Khris Middleton von den Milwaukee Bucks.

Dieser hat auf seine Spieler-Option verzichtet und kann sich nun die Angebote zahlreicher Interessenten anhören. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Middleton einen Maximalvertrag bei den Bucks unterzeichnet, da er mit dieser Franchise sofort um den Titel spielen kann.

Dennoch wäre es wichtig, sichere Dreierschützen im Team zu haben, welche die Gegenspieler nach außen ziehen und Doncic sowie Porzingis Platz Richtung Korb verschaffen. Die Mavs sollen deshalb auch an Tobias Harris von den Philadelphia 76ers interessiert sein.

Aktuell hätten sie mit Tim Hardaway Jr. und Courtney Lee zwar noch zwei Flügelspieler, die Dreier werfen können, in den eigenen Reihen - doch die Mavs würden deren überzogene Gehälter nur zu gerne streichen, um einen richtigen Star zu holen.

Die billige Lösung ist Dorian Finney-Smith. Der Liebling von Trainer Rick Carlisle wird Restriced Free Agent, weshalb die Mavs jedes Angebot matchen können - und viele wird es wohl nicht geben. Mit Justin Jackson ist zudem ein talentierter Small Forward im Kader.

BIG MAN:

Technisch gesehen wird Superstar Kristaps Porzingis am 30. Juni Free Agent - und dass, obwohl er nach seinem Kreuzbandriss noch nicht ein Spiel für Dallas bestritten hat. Ein Abgang von ihm würde die Mavs um Jahre zurückwerfen.

Dieses Szenario ist aber unwahrscheinlich. Denn Dallas kann dem Letten einen Fünfjahresvertrag über 158 Millionen Dollar bieten - zudem könnten sie jedes Angebot matchen. Nicht ganz ohne Risiko, bei einem verletzungsanfälligen Spieler, der sich zudem noch Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt sieht.

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Ob Porzingis als Power Forward oder Center zum Einsatz kommt, wird wohl davon abhängen, welchen Free Agent man nach Dallas locken kann. So soll Interesse am Spanier Nikola Mirotic von den Milwaukee Bucks bestehen, der als guter Dreierschütze Platz für Porzingis schaffen kann.

Sollten die Mavs Star-Center Al Horford bekommen, wäre Porzingis auf der 4 sinnvoller, beide könnten sich die Center-Minuten aber auch teilen. Den Big Man der Boston Celtics zeichnet seine Vielseitigkeit. Mit 33 Jahren passt Horford allerdings nur bedingt zum Rebuild, zumal er wohl einen lukrativen Vierjahresvertrag verlangen wird. Mit seiner Übersicht würde er sehr gut in Carlisles System passen.

Womöglich setzt man bei den Mavs daher auf bewährte Kräfte. Einer davon ist der Deutsche Maximilian Kleber, der Restricted Free Agent wird. Sollten anderen Teams aber mitbieten, wird Dallas genau überlegen, bei welchem Angebot sie noch mitgehen werden.

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Mit Dwight Powell hat ein Big Man seine Spieler-Option gezogen, der in der Silly-Season-Phase - als die Mavs nur noch um Ping-Pong-Bälle spielten - seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. Bei Unrestricted Free Agent Salah Mejri haben die Mavs noch nicht entschieden, ob sie mitbieten.

AUSSICHTEN:

Sollten die Mavs Porzingis wie erwartet halten und einen starken Spielmacher und/oder Dreierschützen mit Defensivqualitäten holen können, ist das Team selbst im stark besetzten Westen ein heißer Playoff-Kandidat, der auch dort überraschen könnte.

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Entscheiden sich die Stars wie so oft in Nowitzkis Karriere-Herbst nach dem Titel 2011 für andere Teams, laufen die Mavs Gefahr, aus der Not heraus zu viel Geld für alternde NBA-Spieler zu bieten. Diesmal dürfte Dallas mit Doncic und Porzingis aber deutlich mehr Anziehungskraft auf andere NBA-Stars besitzen. Es wird wieder einmal spannend in Dallas.

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