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München - LeBron James sorgt mit einer Äußerung in der China-Debatte der NBA für Irritationen. Die (negativen) Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten.

LeBron James will nicht mehr reden, zumindest nicht über China. Nicht über seine Äußerungen zur Twitter-Krise, die ihn viele Sympathien gekostet haben. In Hongkong, den USA, in vielen Teilen der Welt.

Nicht einmal eine Woche vor dem Saisonstart der NBA will sich der 34-Jährige endlich wieder voll auf den Basketball konzentrieren. Einfach ist das nicht.

"Ich habe vor, als Kapitän dieses Teams herauszufinden, wie wir eine Meisterschaft gewinnen können", sagte der Superstar der Los Angeles Lakers, über dem sich an den vergangenen Tagen ein Donnerwetter entladen hatte.

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James gegen Rassismus und Trump

James war plötzlich dem ziemlich harten Vorwurf ausgesetzt, sein prallgefülltes Portemonnaie sei ihm wichtiger als das Recht auf freie Meinungsäußerung. In Hongkong brannten Trikots mit seinem Namen.

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LeBrons' Aussagen zur immer noch erhitzten Twitter-Krise zwischen der NBA und China hatten hohe Wellen geschlagen. Für viele Beobachter passten sie so gar nicht ins Image des weltgewandten Superstars, der sich gegen Rassismus einsetzt. Der gegen Donald Trump wettert. Der in seiner Heimat eine Schule zugunsten benachteiligter Kinder gründete und der mit dem Claim "Mehr als ein Athlet" auf Tour ging.

LeBron kritisiert Morey

Was war passiert? James hatte mit kritischen Worten an General Manager Daryl Morey von den Houston Rockets für dessen Pro-Hongkong-Tweet für Irritation gesorgt. "Ich glaube, er war falsch informiert und nicht mit der gegebenen Situation vertraut, als er sprach", hatte James nach der Rückkehr von einer "schwierigen" PR-Tour mit den Lakers durch China gesagt.

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Die NBA war nach Moreys Unterstützung für die Demonstranten in Chinas Sonderverwaltungszone Hongkong in eine ziemliche Zwickmühle geraten. Natürlich will die nordamerikanische Profiliga die wirtschaftliche Wucht des Reichs der Mitte weiter für ihre Zwecke nutzen. Liga-Boss Adam Silver betonte aber auch, dass das Recht auf freie Rede der Spieler, Angestellten und Offiziellen nicht eingeschränkt werden dürfe.

James entschied sich trotz seiner durchaus politischen Vita gegen ein weiteres Zeichen für Meinungsfreiheit. "Es gibt negative Folgen, die passieren können, wenn man nicht an andere denkt, wenn man nur an sich denkt", sagte er: "Deswegen muss man vorsichtig sein mit dem, was wir twittern, sagen und tun."

Bogut kritisiert James

Worte, die in China Zustimmung fanden. Bei den Protestierenden in Hongkong und in seiner Heimat weniger. Die Kritik fiel deutlich aus.

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James plappere "kommunistische Propaganda nach", schrieb der republikanische Senator von Nebraska, Ben Sasse, bei Twitter. "Jeder ist für die 'Sache', bis die 'Sache' ihn $$$$$ kostet ...", schrieb der Australier Andrew Bogut von den Golden State Warriors. James ist für seinen Ausrüster (Nike) eine der wichtigsten Werbefiguren in China.

Bei all der Kritik muss allerdings auch erwähnt werden, dass James längst nicht als Einziger klare Worte scheut. Auch der frühere Meistercoach Steve Kerr und Ausnahmespieler Stephen Curry wollten keine Stellung beziehen, Houston-Star James Harden entschuldigte sich gar für den Tweet seines General Managers.

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