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Nach dem Tod eines Afroamerikaners finden Protestmärsche gegen Polizeigewalt statt. Ein Star der Boston Celtics fährt dafür sogar 15 Stunden bis nach Atlanta.

NBA-Star Jaylen Brown hat einen friedlichen Protestmarsch gegen Polizeigewalt nach dem Tod eines Afroamerikaners in Minneapolis durch seine Heimat Atlanta/Georgia angeführt.

"Ich bin 15 Stunden gefahren, um in meine Gemeinde nach Georgia zu kommen", sagte der Celtics-Star.

Brown erklärte weiter: "Prominent zu sein, ein NBA-Spieler zu sein, schließt mich nicht aus dieser Konversation aus. In allererster Linie bin ich schwarz und ein Mitglied dieser Gemeinde."

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NBA-Stars beteiligen sich an friedlichen Protesten

Zahlreiche NBA-Stars wie der 23-jährige Brown hatten sich am Wochenende an friedlichen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in US-amerikanischen Großstädten beteiligt.

Neben Brown nahm auch Malcolm Brogdon von den Indiana Pacers an den Protesten in Atlanta teil. "Ich habe einen Großvater, der in den 60ern neben Martin Luther King Jr. marschiert ist und er war großartig", sagte der Pacers-Star: "Er wäre stolz darauf, uns hier zu sehen. Wir müssen weitermachen."

Für Brown, der Vizepräsident der National Basketball Players Association ist, sollen die Proteste "ein Bewusstsein für die Ungerechtigkeit, die wir sehen, schaffen".

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Die Proteste wurden durch die in Minneapolis entstandenen Aufnahmen eines Polizisten, der auf dem Nacken des dunkelhäutigen US-Bürgers George Floyd (46) kniet, ausgelöst. Floyd verlor bei dem Vorfall zunächst das Bewusstsein - später im Krankenhaus auch sein Leben.

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Brown protestiert: "I can't breathe"

Brown protestierte mit einem Megafon und einem Plakat mit der Aufschrift "I Can't Breathe" ("Ich kann nicht atmen"). Dies hatte Floyd gerufen, als der Polizist auf ihn kniete.

Am Freitag wurde der Polizist festgenommen, der bei der brutalen Aktion fast neun Minuten auf Floyds Nacken gekniet hatte. Ihm wird Totschlag und fahrlässige Tötung vorgeworfen.

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