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München - Luka Doncic brilliert bei den Dallas Mavericks. Dennoch scheitert das Team mal wieder früh in den Playoffs. Vor allem Mega-Verdiener Kristaps Porzingis ist ein Problem.

Als es vorbei war, zollten Kawhi Leonard und Paul George ihrem großen Kontrahenten Respekt. Nacheinander gingen die beiden Superstars der Los Angeles Clippers zu Luka Doncic hinüber und redeten auf ihn ein.

"Er ist ein phänomenaler Spieler. Er hat ein überragendes Eins-gegen-Eins. Er kann zu seinen Mitspielern passen", lobte Leonard später bei ESPN.

Der so gelobte Slowene im Trikot der Dallas Mavericks lächelte. Zu größerer Freude reichte es aber nicht. Denn: Für Doncic ist die Saison in der NBA nach dem 111:126 im entscheidenden siebten Spiel der ersten Playoff-Runde mal wieder frühzeitig vorbei. Auch in der vergangenen Saison scheiterte er mit den Mavs in der ersten Runde an den Clippers (2:4).

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Dabei hatte "Luka Magic" einmal mehr alles gezeigt, was in ihm steckt. Der Superstar verbuchte im letzten Spiel der Serie starke 46 Punkte, 14 Assists und sieben Rebounds in 45 Minuten. 

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Mavericks: Doncic stellt weitere Bestmarken auf

Das bedeutete mehrere Rekorde. Doncic ist erst der dritte Spieler der NBA-Geschichte mit mehr als 40 Punkten und mehr als zehn Assists in einem entscheidenden siebten Spiel.

Zudem hatte er bereits zur Pause 29 Zähler auf seinem Konto. So stark hatte kein Spieler in den vergangenen 25 Jahren in Spiel 7 einer Playoff-Runde vor dem Seitenwechsel agiert.

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Der Guard erzielte in den sieben Partien gegen die Clippers im Durchschnitt 35,7 Punkte, 10,3 Assists, 7,9 Rebounds und 1,3 Steals. Er war also noch besser als in der regulären Saison mit durchschnittlich 27,7 Punkten bei einer Trefferquote von 47,9 Prozent, 8,6 Assists und 8,0 Rebounds.

Doncic von Teamkollegen im Stich gelassen

Aber wieso sind die Mavericks dann schon wieder so früh raus? Ganz einfach: Doncic war im Kampf um den Einzug in die nächste Runde weitgehend auf sich allein gestellt.

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Offiziell machte der 22-Jährige seiner Mannschaft keinen Vorwurf. Er wählte stattdessen harsche Worte der Selbstkritik und sagte nicht, was dem Team zum nächsten Schritt fehlt: "Das ist eine Frage, die sie den anderen Leuten stellen müssen. Ich bin hier nur ein Spieler. Wir haben alles gegeben und ich bin stolz auf mein Team." 

Dabei hätte der Star allen Grund, sauer auf die Franchise zu sein.

Die Zahlen aus dem siebten Spiel gegen die Clippers zeigen das große Problem. Kristaps Porzingis als vermeintlicher zweiter Superstar kam auf 16 Punkte, Dorian Finney-Smith war mit 18 Zählern zweitbester Werfer bei Dallas.

Besonders fatal: Die Ersatzspieler brachten nur sechs Zähler auf die Anzeigetafel. Dem Deutschen Maxi Kleber gelang in neun Minuten nicht ein einziger Korberfolg.

Verheizen die Mavs Doncic?

Ganz anders die Clippers: Die Superstars Leonard (28 Punkte) und George (22) wurden in Schwächephasen von Marcus Morris (23) und Reggie Jackson (15 Punkte) bestens unterstützt. Zudem erzielten die Spieler von der Bank der Clippers satte 27 Zähler.

Bereits in der gesamten Serie waren die Mavs komplett abhängig von Doncic und verbrannten ihn oft. (Alles zur NBA).

In den sieben Partien gegen die Clippers erzielte Doncic 80 Punkte in den ersten Vierteln. Mit jedem Spielabschnitt sank aber die Ausbeute. In den Schluss-Vierteln kam Doncic in den Begegnungen nur auf 40 Punkte. Davon erzielte der Slowene aber viele Punkte ohne Gegenwehr der Defensive wenige Sekunden vor dem Abpfiff, als längst alles entschieden war. 

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Selbst den Ball nach vorne tragen, den Angriff einleiten und dann abschließen über die gesamte Spieldauer ohne Verschnaufpause war zu viel für Doncic. 

Richardson und Porzingis die großen Enttäuschungen

Es ist auch das Ergebnis von Management-Fehlern. Vor der Saison gab Dallas im Tausch Seth Curry an Philadelphia ab und bekam Josh Richardson. Während Curry bei den 76ers nicht mehr wegzudenken ist, enttäuschte Richardson in Dallas komplett. Der Neuzugang blieb auch in Spiel sieben gegen die Clippers ohne Zähler.

Die Hilfe für Doncic brach also weg. Besonders enttäuschend: Porzingis. Der Lette kassierte diese Saison satte 29,4 Millionen US-Dollar. Er kam in den Playoffs im Schnitt auf 13,1 Punkte und 5,4 Rebounds. Das sind die Zahlen eines Rollenspielers. Für ein Superstar-Gehalt. (Ergebnisse und Spielplan der NBA).

Zum Vergleich: MVP-Anwärter wie Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks) mit 27, 5 Millionen US-Dollar, Nikola Jokic (Denver Nuggets) mit 28,5 Millionen US-Dollar und Devin Booker (Phoenix Suns) mit 29,4 Millionen US-Dollar bekamen weniger Geld oder verdienten gleich viel wie der Mavs-Lette.

Ihre Werte sind allerdings um ein vielfaches besser als die von Porzingis. 

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Was nun also mit dem enttäuschenden Riesen? 

Was passiert mit Porzingis?

Er schränkt Dallas in den Planungen ein und verdient noch rund 100 Millionen US-Dollar in den nächsten drei Jahren. 

"Ich habe versucht meinen Teil zu leisten. Ich habe versucht hart zu arbeiten. Ich höre den Coaches zu und das ist es. Ich will mich darauf fokussieren, was ich kontrollieren kann und in der Offseason angreifen. ich will physisch und basketballtechnisch besser werden", sagt Porzingis. 

Es wird aber immer wahrscheinlicher, dass die Mavs ihn abgeben wollen. Denn: Sie müssen die Verträge mit den wichtigen Säulen Tim Hardaway Jr. und Jalen Brunson verlängern. 

Und dann steht noch die wichtigste Zukunftsentscheidung der letzten zehn Jahre bei den Mavs an. Die Franchise will den Rookie-Vertrag von Doncic bis 2027 ausweiten und muss dafür wohl rund 200 Millionen US-Dollar an den Superstar zahlen. 

Doncic will sicherlich seine Unterschrift erst setzen, wenn er endlich die nötige Unterstützung im Team findet.

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