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Dallas Cowboys v Tampa Bay Buccaneers
Dallas Cowboys v Tampa Bay Buccaneers © Getty Images
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Hall of Famer Warren Sapp kritisiert den Umgang mit Hirnschäden in der NFL harsch und kündigt an, sein Gehirn zu Forschungszwecken spenden zu wollen.

NFL-Legende Warren Sapp hat in einem drastischen Video auf Hirnschädigungen durch Football hingewiesen und den Umgang der Liga mit diesem Thema kritisiert.

Um weitere Forschungen zu ermöglichen, wolle er nach seinem Tod sein Gehirn der "Concussion Legacy Foundation" zur Verfügung stellen, kündigte Sapp an, der für die Tampa Bay Buccaneers und die Oakland Raiders insgesamt 13 Jahre in der NFL aktiv war.

"Wir spielen in einer Macho-Liga, in der Legenden unsterblich werden. Es ist doch selbstverständlich, dass keiner von uns jemals zugeben würde, dass wir uns nicht mehr an den Nachhauseweg oder die Einkaufsliste unserer Frau erinnern können", spielte der 44-Jährige auf die Gedächtnisschwächen vieler ehemaliger NFL-Spieler an.

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"Ich brauche Hilfe"

"Es ist das beängstigendste Gefühl, aber auch ein Gefühl der Schwäche, weil man sich wie ein Kind fühlt. Ich brauche Hilfe. Ich brauche jemanden, der mir sagt, wo sich Sachen befinden, die ich früher mit geschlossenen Augen gefunden hätte", beschreibt er seine eigene Situation.

Der frühere Defensive Lineman müsse sich im Alltag nun durch Erinnerungen auf seinem Handy behelfen. Und Sapp sieht für diese Symptome einen klaren Grund: "Das kommt daher, dass wir als Footballspieler so oft mit den Helmen aneinander geknallt sind. Wir haben in Richtung Kopf getackelt, haben unsere Gegenspieler in die Gesichtsmaske gefasst."

Dass diese Aktionen nun verpönt seien, sei ein Fortschritt, findet Sapp. Allerdings müsse das Spiel weiter verbessert werden. Dazu wolle er durch seine Organspende beitragen.

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