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Colin Kaepernick ist bereits seit März 2017 ohne NFL-Team
Colin Kaepernick ist bereits seit März 2017 ohne NFL-Team © Getty Images
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Sportartikelhersteller Nike stoppt den Verkauf seines neuen Spezial-Schuhs. Grund ist die Intervention von Rebell und Kultfigur Colin Kaepernick.

Nike ist mit Colin Kaepernick einen sehr gewagten Weg gegangen. Seit 2018 wirbt der in Ungnade gefallene NFL-Quarterback für den Sportartikel-Riesen. "Believe in something, even if it means sacrificing everything" lautet der Slogan, der in den USA für Empörung wie Beifall sorgte.

Nun hat Nike die Partnerschaft mit Kaepernick noch einmal deutlich unterstrichen. Das US-Unternehmen zog seinen neuen Schuh vom Markt, ehe dieser offiziell zum Verkauf angeboten werden konnte - laut Wall Street Journal nach Eingreifen von Kaepernick.

Spezialschuh für Nationalfeiertag

Was steckt dahinter? Beim neuen Schuh handelt es sich um eine Spezialanfertigung des Air Max 1 - und zwar in patriotischem Format. Nike hatte vor, zum Nationalfeiertag am 4. Juli jenen Air Max 1 mit einer US-Flagge zu versehen, mit der von Betsy Ross aus dem 18. Jahrundert.

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Ross soll der Legende nach die erste US-Flagge überhaupt genäht haben. Mit 13 Sternen und 13 Streifen, die für die damals existierenden 13 Kolonien standen. Doch genau dieser Umstand scheint Kaepernick gestört zu haben, stammt die Flagge doch aus einer Zeit, da Nationalismus und Sklaverei noch in großen Maße vorherrschten. Zur Erinnerung: erst 1865 wurde die Sklaverei in den USA vollends abgeschafft.

Nike: "Alte Version der US-Flagge"

Nike zog den Schuh also zurück. Ein Sprecher erklärte: "Nike hat sich dazu entschlossen, den 'Air Max 1 Quick Strike Fourth of July' nicht zu verkaufen, da es eine alte Version der US-Flagge enthielt."

Einige Exemplare scheinen dennoch in Umlauf geraten zu sein. Beim Portal "Stickx" wird der "Air Max 1 Quick Strike Fourth of July" zumindest angeboten. Eine Tatsache, die Kaepernick nicht gefallen sollte.

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Kaepernick hatte 2016 einen Protest ins Leben gerufen, bei dem NFL-Spieler in die Knie gehen und die Fäuste erheben, sobald die Nationalhymne gespielt wird. Ziel war es, auf Polizeigewalt und Rassismus in den USA aufmerksam zu machen. Präsident Donald Trump drohte mit Sanktionen, die sich jedoch eher subtil zeigten.

Kaepernick wurde nach der Saison 2016 in die Free Agency entlassen und fand seitdem keine neue Franchise.

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