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München - Die Carolina Panthers sind schlecht in die neue NFL-Saison gestartet. Quarterback Cam Newton kann aktuell nicht an die Leistungen früherer Tage anknüpfen.

Weniger als eineinhalb Minuten waren gegen die Tampa Bay Buccaneers noch zu spielen, als die Carolina Panthers zum Auftakt des zweiten NFL-Spieltages jede Chance auf den Sieg vergaben.

Mit sechs Punkten lag das Team von Quarterback Cam Newton hinten, als im Thursday Night Game alles schiefging. Nur ein Yard vor der Endzone hatten die Panthers den Ball, dann passierte etwas, das viele Fans und Experten ratlos zurückließ.

Anstatt wie in früheren Zeiten den Ball Newton zu übergeben - der mit einem wuchtigen Sprung in die Endzone den Ausgleich hätte herstellen können -, wagte das Team einen Laufspielzug über Running Back Christian McCaffrey. Ein folgenschwerer Fehler.

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Newton sucht Schuld bei sich

Beklagen wollte sich Newton über das Playcalling seines Offensive Coordinators nach der Pleite nicht, vielmehr suchte er die Schuld bei sich selbst. "Manchmal ist es, wie wenn man in einem Mixer steckt. Die einzige Person, die einen rausholen kann, ist man selbst", stellte der 30-Jährige resigniert fest.

Beim einst als "Scoring Machine" gefeierten Newton hat die Krise Einzug gehalten. In den ersten beiden Saisonspielen gelang ihm weder ein Touchdown-Pass noch ein Touchdown-Lauf. Dafür fumbelte er und musste eine Interception hinnehmen.

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Die Zahlen des Spielmachers sind alarmierend. Die letzten acht Spiele, in denen Newton als Starter auf dem Feld stand, gingen verloren. Zudem wartet er bereits seit vier Partien auf einen Touchdown.

Was ist los beim einst so erfolgreichen Quarterback?

Sowohl im Pass- als auch im Laufspiel zeigt Newton aktuell ungewohnte Schwächen. 24 Pässe brachte er bei der Niederlage gegen die Buccaneers an den Mann. Bei insgesamt 50 Würfen eine schwache Quote von weniger als 50 Prozent.

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Quarterback nicht richtig fit

Doch es sind nicht die Stats allein, die Sorgen machen. Kaum ein Pass in der letzten Zeit flog weiter als 15 Yards. Wie stark und belastbar seine Schulter nach inzwischen drei Operationen ist, weiß wohl nur er selbst.

Und auch die Aussagen des 30-Jährigen lassen darauf schließen, dass er nicht zu 100 Prozent fit ist. "Ich muss besser spielen. Egal, in welchem Zustand mein Körper ist. Egal, was mit meinem Fuß oder meiner Schulter ist. Ich habe meinen Job nicht gut erledigt und das ist frustrierend", sagte er nach der Bucs-Pleite einer Gruppe Journalisten.

Das bärenstarke Laufspiel früherer Jahre blitzt aktuell nur noch selten auf. Seit seinem Draft 2011 hat Newton die meisten Rushing Yards aller Quarterbacks gesammelt. In dieser Saison lief er fünf Mal – für minus zwei Yards. Wohl auch, weil ihn die Nachwirkungen seiner Verletzungen von weiteren Läufen abhalten. 

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Laufstarke Spielmacher hören früher auf

Symptomatisch dafür die Schlussphase gegen Tampa Bay, in der ein wuchtiger Antritt zum Sieg gereicht hätte – doch so weit kam es erst gar nicht.

In der NFL bleiben laufstarke Quarterbacks jenseits der 30 selten produktive Starter. Passfreudige Spielmacher wie Tom Brady, Eli Manning oder Philipp Rivers halten sich dagegen deutlich länger in ihren Teams.

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Newton hat das 30. Lebensjahr bereits erreicht und auch sein Vertrag läuft 2020 aus. Entscheiden sich die Panthers nach der laufenden Saison dafür, den dreimaligen Pro Bowler gehen zu lassen, könnten sie in der nächsten Spielzeit mehr als 19 Millionen Dollar einsparen.  

Druck in der Division

Nach zwei Heimpleiten zu Beginn der Saison steht Carolina in der NFC South derzeit bereits mächtig unter Druck. Soll es mit den Playoffs noch etwas werden, müssen schnell Siege her.

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Mit Christian McCaffrey, Gregg Olsen, DJ Moore und Curtis Samuel hat das Team von Headcoach Ron Rivera eigentlich eine vielversprechende Offense beisammen, auch wenn es mit der Passverteidigung hier und da hapert.

Gerade deshalb wird es in den kommenden Wochen enorm auf die Leistung des Quarterbacks ankommen. Eine Verantwortung, der sich Newton durchaus bewusst ist. "Ich bin mir gegenüber brutal ehrlich. Es wird Zeit für mich, dass ich in den Spiegel schaue und mich selbst analysiere. Ich hatte viele Möglichkeiten und ich habe sie nicht genutzt."

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