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München - Tom Brady und Aaron Rodgers treffen im Giganten-Duell der NFL aufeinander. Es geht auch um die Frage, wer der beste Quarterback der Geschichte ist.

Es ist so etwas wie ein Glaubenskrieg der NFL-Fans. Bei der Frage, wer der beste Quarterback der Geschichte ist, gibt es oft zwei Antworten.

Natürlich wird oft Tom Brady genannt. Immerhin ist er mit sechs Titeln der Rekordmeister der Liga. 

Für viele ist aber Aaron Rodgers trotz nur eines Triumphs 2011 der GOAT (Greatest of all Time). (Alles zur NFL)

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EQ: "Rodgers besser als Brady"

"Aaron hat nicht so viele Super Bowls gewonnen. Als Quarterback, als Spieler, glaube ich, ist Aaron Rodgers besser", sagt zum Beispiel sein deutscher Wide Receiver Equanimeous St. Brown.

"Meiner Meinung nach ist er der GOAT, unabhängig davon, wie viele Super Bowls gewonnen wurden", findet Packers-Receiver Davante Adams. 

Am Sonntag (NFL-Playoffs: Green Bay Packers - Tampa Bay Buccaneers ab 21.05 Uhr in den LIVESCORES) können die Spielmacher in der ewigen Diskussion das nächste Argument für sich sammeln. Rodgers empfängt mit seinen Green Bay Packers im legendären Lambeau Field die Tampa Bay Buccaneers von Brady. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

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Im Finale der NFC Championship wollen beide Giganten zudem den letzten Schritt in Richtung Super Bowl gehen. Rodgers und Brady, die sich erstmals in einem Conference-Finale duellieren, prägen die Liga seit mehr als einem Jahrzehnt. 

Rodgers und Brady auf Rekord-Jagd

Allein die Statistiken zeigen, dass zwei herausragende Stars am Sonntag aufeinandertreffen. 

Rodgers hat seine achte Saison mit mehr als 4.000 Passing-Yards und weniger als zehn Interceptions gespielt. Nur einer kann ihm in diesem Bereich folgen: Brady mit sechs Spielzeiten. 

Nur drei Quarterbacks haben in mindestens vier Jahren die niedrigste Fehlpass-Quote der Liga gehabt: Sammy Baugh, Rodgers und Brady. 

Die Duellanten am Sonntag kommen gemeinsam auf 130.449 Yards durch Pässe und auf 993 Touchdowns. Zusammen sind die Spielmacher zudem 80 Jahre und 227 Tage alt beim Anpfiff. All diese Werte hat es zuvor nie gegeben in einem Championship-Endspiel. 

Experten prophezeiten den Legenden das Ende einer Ära

Dass es noch einmal zu diesem Gipfeltreffen kommt, schien dabei fast unrealistisch.

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Noch vor einigen Monaten hatten wenige mit diesem Rekordduell gerechnet. Einige Experten hatten vor dem Saisonstart stattdessen mit dem Abgesang der Karrieren der Routiniers begonnen. 

Brady verließ nach 20 Jahren seine New England Patriots und schloss sich den Bucs an. Es war unklar, ob der 43-Jährige die Franchise aus der Mittelklasse nach ganz oben befördern könne. Die klare Antwort: Brady kann es. Der Anführer spielt eine starke Saison und kam nach Problemen zum Start immer besser ins Rollen. 

Auch Rodgers' Ära bei den Packers schien sich dem Ende zuzuneigen. Statt ihm mit starken Passempfängern zu helfen, entschieden sich die Verantwortlichen in der ersten Runde des Drafts für den Quarterback Jordan Love. Rodgers' Reaktion nach der Verpflichtung seines vermeintlichen Erben? "Wen auch immer sie da bringen, er wird mich so schnell nicht verdrängen können."

Den Worten ließ der 37-Jährige Taten folgen. Bei "Houdini", wie der Star aufgrund seiner Zauber-Aktionen genannt wird, wirkte alles wie aus einem Guss. Mit 48 Touchdown-Pässen in der regulären Spielzeit machte Rodgers die Offensive zum unaufhaltsamen Prunkstück der Packers. Mit Receiver Davante Adams bildet er wohl das gefährlichste Duo der NFL. Dabei unterliefen Rodgers nur fünf Interceptions - Bestwert!

Brady oder Rodgers: Wer ist der Beste der Geschichte?

Einen weiteren starken Auftritt braucht der Spielmacher auch gegen die Bucs. Obwohl die Packers leicht favorisiert sind, haben sie keine guten Erinnerungen an den Gegner. Am 18. Oktober gab es beim 10:38 eine Lehrstunde von Brady. (SERVICE: Alle NFL-Divisions im Überblick)

Der will erneut so ein Ergebnis schaffen und sein Team in den Super Bowl im eigenen Stadion in Tampa führen. 

Sollte Brady das Endspiel erreichen und gewinnen, wäre die Diskussion um den besten Quarterback der Geschichte wohl auch endgültig geklärt. 

Das weiß auch Sebastian Vollmer. "Wenn Rodgers in eine Kategorie mit Tom Brady aufsteigen will, muss er mindestens noch einen Super Bowl gewinnen", erklärte der ehemalige Brady-Mitspieler aus Deutschland bei ran. (Vollmer: Brady ist besessen) 

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