Nach Paukenschlag: Wechsel von Marco Sturm eine "Auszeichnung für deutsches Eishockey"
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München - Nach dem Rücktritt als DEB-Trainer spricht Nationalspieler Korbinian Holzer bei SPORT1 über Ex-Coach Marco Sturm und seine eigene Situation.

Nach seinen erfolgreichen Jahren beim DEB mit der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang hat DEB-Coach Marco Sturm für eine Überraschung gesorgt.

Der 40-Jährige hat den DEB um die Freigabe nach dem Deutschland-Cup (8. bis 11. November LIVE auf SPORT1 im Free-TV) gebeten, um die Position des Assistenztrainers bei den Los Angeles Kings einzunehmen. Für die Franchise aus der Stadt der Engel war Sturm von 2010 bis 2011 bereits als Spieler tätig.

Holzer von Sturm-Wechsel überrascht

Auch Korbinian Holzer hat den Wechsel nicht kommen sehen. "Ich habe das zufällig im Internet gelesen. Ich habe ihm dann eine kurze Nachricht geschrieben und gratuliert", sagte der Nationalspieler am Rande der CHL-Partie zwischen dem EHC Red Bull München und dem EV Zug bei SPORT1. Aber für ihn steht das Positive im Vordergrund: "Es ist eine Auszeichnung für das deutsche Eishockey. Das spricht für die Arbeit, die gemacht wurde. Fürs deutsche EIshockey kann es nur gut sein, wenn du jemanden drüben hast als Assistant Coach."

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Holzer bezeichnete Sturms Wechsel als "logische Folge der Arbeit der letzten Jahre" und "absolut verdient".

Sturm habe als Nationaltrainer "alle wieder eingebunden, die Begeisterung für die Nationalmannschaft geweckt", so Holzer: "Er hat eine gute Truppe gebildet. Die Jahre haben mir sehr viel Spaß gemacht. Alle haben mitgezogen. Er hat mit dem Nationalteam den richtigen Weg eingeschlagen, auch mit jungen Spielern, die er eingebunden hat."

Holzer ist optimistisch, dass Sturm es in der NHL packt: "Man hat gesehen, dass er großes Potenzial als Trainer hat."

Holzer ist selbst gerade auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber in der NHL. Nach mehreren Jahren in Toronto war er seit 2015 für die Anaheim Ducks aktiv, die ihn nach der letzten Saison aber auf die Waiver-Liste gesetzt haben.

Holzer auf Team-Suche

"In Anaheim war es immer ein einziges rein und raus. Einige Situationen kann man da nicht immer so verstehen", sagte er. Der 30-Jährige kann theoretisch von allen Teams unter Vertrag genommen werden. "Es ist schwer zu sagen, wie es weitergeht. Es kann sich da drüben alles so schnell ändern", so Holzer über seine Situation.

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Im Vordergrund stehe dabei seine sportliche Perspektive. "Ich bin dann bald 31 und will in meiner Blüte nicht nur auf der Tribüne sitzen", erklärte der Verteidiger seinen Plan.

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