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Hanna Orthmann verpasste die EM 2019 verletzungsbedingt
Hanna Orthmann verpasste die EM 2019 verletzungsbedingt © Imago/SPORT1
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München - Hanna Orthmann gehört bei der Olympia-Qualifikation im niederländischen Apeldoorn zu den Hoffnungsträgerinnen. In Italien hat sie sich bereits durchgesetzt.

Wenn die deutschen Volleyball-Frauen vom 7. bis zum 12. Januar im niederländischen Apeldoorn um das Olympiaticket kämpfen, kann Bundestrainer Felix Koslowski auch wieder auf die Dienste von Hanna Orthmann bauen.

Die Außenangreiferin gehört mit ihren 21 Jahren zwar noch nicht zu den alten Hasen im Team, aber ihre Fähigkeiten werden dringend gebraucht.

Das weiß auch der Bundestrainer, der anlässlich ihrer Nominierung nicht umsonst betonte: "Wir freuen uns, dass Hanna nach der verpassten EM zurück ist. Sie ist fit und gehört in Italien zum Startaufgebot."

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Frühe Einsätze im DVV-Team

Ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft gab die 1,88 Meter große Lüdinghauserin bereits beim World Grand Prix 2016. Seitdem hat sie sich zu einer festen Größe im Nationalteam gemausert. Umso mehr schmerzte ihr Ausfall wegen einer Oberschenkelverletzung bei der internationalen Olympia-Qualifikation in China.

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"Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn wir Hanna trotzdem mitgenommen hätten. Sie muss die Probleme vollständig auskurieren, damit sie zur Europameisterschaft wieder zur Verfügung steht", hoffte Koslowski zu diesem Zeitpunkt noch auf eine schnelle Genesung zu den kontinentalen Titelkämpfen. Doch auch dieses Turnier sollte Orthmann verpassen.

Nun ist die Hoffnungsträgerin wieder fit und soll mithelfen, auf den letzten Drücker doch noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Dass sie das Zeug zur Hoffnungsträgerin hat, hat sie bereits seit mehreren Jahren in Italien bewiesen.

Orthmann wagt das Abenteuer Ausland

Seit 2017 spielt sie bei Saugella Monza in der italienischen ersten Liga. Damals wagte sie vom Bundesligisten USC Münster den großen Schritt in eine der besten Ligen der Welt und hat diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Zumal sie sich mittlerweile beim Verein aus der Lombardei etabliert hat und zu den Stammkräften der Mannschaft gehört.

Dass sie noch keinen großen Namen hatte, der ihr in Italien Respekt verschaffen würde, machte ihr keine Angst. "Ich wollte dieses Abenteuer erleben und es ausprobieren. Man kann sich auch gleich im Ausland einen Namen machen", erklärte sie ihre Entscheidung in einem Interview mit dem Volleyball Magazin.

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Der Lohn ihres Muts war eine Vertragsverlängerung im Sommer 2019. Der Verein will langfristig mit ihr planen und bot ihr deshalb einen Zwei-Jahres-Vertrag an.

"Das ist eine tolle Anerkennung meiner Leistung, denn alles andere als Jahresverträge sind im Volleyball eher selten. Darüber hinaus fühle ich mich in Monza sehr wohl, und der Weg nach Hause ist auch mal für ein Wochenende machbar", war sich die junge Deutsche der Wertschätzung in den Westfälischen Nachrichten mehr als bewusst.

Orthmann überrascht sich selbst

Dass sie sich allerdings so schnell in Italien durchsetzen würde, damit hatte sie selbst nicht gerechnet. "In meiner ersten Saison habe ich kaum damit gerechnet, viele Einsätze zu bekommen. Im Endeffekt waren es aber mehr als erwartet", gab sie im Videoblog #Erstliganeuling auf WePlayVolleyball zu.

In ihrem zweiten Jahr in Italien drehte sie richtig auf und bestätigte die Eindrücke der ersten Saison. Sie absolvierte 30 Spiele und führte mit insgesamt 406 Punkten die Statistik auf ihrer Position an.

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Der Lohn für diese Leistung war die Vertragsverlängerung. Dazu konnte sie auch noch ihren ersten internationalen Titel feiern. Mit Monza siegte sie im März 2019 im Finale des Challenge Cups gegen Aydin BBSK.

Zukunft im Außenangriff im Nationalteam?

Für Orthmann war es die Bestätigung, dass ihr Schritt nach Italien die richtige Entscheidung war.

Nun soll sie also auch die deutsche Nationalmannschaft zum Erfolg führen - zumal sie wie prädestiniert dafür ist, im Außenangriff für Furore zu sorgen. Nachdem sie in den Jugendauswahlen vorwiegend auf der Diagonalposition eingesetzt wurde, ist nun geplant, sie vermehrt in der Annahme einzusetzen.

Spielerinnen mit ihrer Größe und Durchschlagskraft sind ein großer Pluspunkt auf dieser Position und sorgen für zusätzliche Power im Angriffsspiel. Das kann sie in Apeldoorn bereits im Auftaktspiel gegen die Türkei (Dienstag, 7. Januar um 13 Uhr) unter Beweis stellen.

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