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Kimberly Drewniok wechselte vom VC Wiesbaden zum SSC Palmberg Schwerin
Kimberly Drewniok wechselte vom VC Wiesbaden zum SSC Palmberg Schwerin © Imago
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München - In der Volleyball-Bundesliga sind die Augen am Mittwoch auf Kimberly Drewniok gerichtet. Bei SPORT1 spricht sie über die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte.

Es war der Wechsel, der die Volleyball-Bundesliga vor dieser Saison zum Beben brachte. Der VC Wiesbaden verlor mit Nationalspielerin Kimberly Drewniok sein vielleicht größtes Talent an Ligakonkurrent und Meister SSC Palmberg Schwerin.

Am Mittwoch kommt es zur Rückkehr, wenn Drewniok mit Schwerin in der Halle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden gastiert. (Volleyball-Bundesliga der Frauen: VC Wiesbaden - SSC Palmberg Schwerin ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

"Ich freue mich sehr darauf, die Mädels und die Trainer wieder zu sehen. Auch auf das Spiel und die Atmosphäre fiebere ich hin. Die Stimmung in der Halle war immer sehr gut. Jetzt werde ich das natürlich von der anderen Seite sehen", sagte Drewniok im SPORT1-Interview.

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"Es ist schon ein wenig komisch, ich gehe aber davon aus, dass sich das schnell legt. Man kennt sich natürlich besser, was eine kleine Herausforderung für jeden ist. Am Ende bleibt es aber ein Spiel, das man unbedingt gewinnen möchte", ergänzte die 21-Jährige. 

"Es wird ein schwieriges Spiel"

Der Deutsche Meister und Topfavorit der Liga hat einen Lauf. Neun der vergangenen zehn Partien konnte der SSC für sich entscheiden, Drewniok hat als zweitbeste Scorerin der Liga maßgeblichen Anteil an der jüngsten Erfolgsserie. (Service: Die Tabelle der Frauen-Bundesliga)

Die Wiesbadenerinnen mussten hingegen schon fünf Niederlagen hinnehmen – das Resultat: Aktuell nur Tabellenrang neun. Von einer klaren Favoritenrolle will Drewniok dennoch nichts wissen.

"Es wird ein schwieriges Spiel. Ich kenne das selbst, gegen Schwerin kann man immer locker aufspielen, man hat nichts zu verlieren. Genauso wird es Wiesbaden auch machen. Sie werden mutig in das Spiel gehen, also liegt es an uns, dass wir konstant bleiben und dagegenhalten."

Drewniok lehnt Vergleiche zu Lippmann ab

Im Sommer bat Drewniok die Wiesbadener um eine vorzeitige Vertragsauflösung, da Schwerin-Trainer Felix Koslowski die 21-Jährige unbedingt als Ersatz für Louisa Lippmann, die nach Italien wechelte, verpflichten wollte.

Vergleiche zu Lippmann, die laut dem Volleyball-Magazin als "größtes Versprechen im deutschen Frauenvolleyball" gilt, will Drewniok allerdings vorerst keine ziehen. (Service: Der Spielplan der Frauen-Bundesliga)

"Grundsätzlich sind wir zwei verschiedene Typen. Das beginnt damit, dass ich Linkshänderin bin und sie Rechtshänderin ist. Louisa definiert sich durch ihre hohe Sprungkraft und ihre Angriffsstärke", so Drewniok. Vielmehr möchte sie versuchen, "ihre eigene Rolle zu definieren und nicht allzu sehr in die Vergangenheit zu blicken." 

Gelingt Schwerin das Triple?

Ihren Wunsch von einem Titelgewinn konnte sich Drewniok bereits kurz nach ihrem Wechsel mit dem Gewinn des Supercups erfüllen.

Im Februar steht zudem das Pokalfinale gegen Stuttgart an - das Triple bestehend aus Supercup, Pokal und Meisterschaft ist für die Mannschaft von Koslowski also möglich.

"Am Ende der Saison wollen wir natürlich um den Meistertitel kämpfen", erklärte Drewniok.

Darum sorgte der Schwerin-Wechsel für Unruhe

Koslowski und Drewniok haben aber auch noch weitere gemeinsame Ziele - nicht mit Schwerin, sondern mit der deutschen Nationalmannschaft.

Denn Koslowski fungiert derzeit in einer Doppelfunktion, bestehend aus Vereins- und Bundestrainer. Auch deshalb war der Wechsel in der Volleyball-Welt zumindest nicht unumstritten, denn nicht wenige übten Kritik an der Doppelrolle Koslowskis. 

Drewniok zeigt sich davon unbeeindruckt und versucht sich auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren: "In der Nationalmannschaft will ich mich ebenfalls weiter etablieren. Dort stehen die EM und die Olympia-Quali im Fokus".

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