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München und Münster - Von der Volleyball-Bundesliga zum Chemie-Studium in die USA und zurück: Ivana Vanjak vom USC Münster spricht bei SPORT1 über ihre ungewöhnliche Karriere.

Vier Jahre war sie in Deutschland von der Bildfläche verschwunden.

Dennoch ist sie mittlerweile aus der Nationalmannschaft und aus ihrem Verein USC Münster nicht mehr wegzudenken.

Ivana Vanjak fing erst im Alter von 15 Jahren mit dem Volleyball an, stieg dann aber rasant auf. Mit 17 spielte sie schon in der Bundesliga für Wiesbaden. (Die Tabelle der Volleyball-Bundesliga)

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Dort aber blieb sie nur ein Jahr, bis sie sich für ein Studium in den USA entschied - und sich für vier Jahre aus Deutschland und von der Bundesliga verabschiedete.

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Vanjak: "Ich wollte einen Plan B"

"Ich wollte einen Plan B, falls es mit dem Volleyball nicht klappt", erklärt die 1,93 Meter große Deutsch-Kroatin im SPORT1-Volleytalk. "Dafür finde ich dieses Uni-System in den USA echt gut."

Denn an der Elite-Universität im kalifornischen Stanford, für die sie sich beworben hatte, konnte sie nicht nur weiter Volleyball spielen, sondern auch ihre Ausbildung vorantreiben.

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Und das in einem Gebiet, das nicht unbedingt als Frauen-Domäne bekannt ist. "Mich hat damals Chemie-Ingenieurwesen einfach sehr interessiert", sagt die 24-Jährige.

Die Zeit in Stanford sei zwar sehr anstrengend gewesen. Bereut habe sie die Entscheidung aber überhaupt nicht. "Klar ist es eine Doppelbelastung. Da kann man sich nicht hundertprozentig auf den Sport konzentrieren. Aber ich denke, das habe ich ganz gut gemeistert dort", findet Vanjak.

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Dass sie in den vier Jahren dort nichts von ihrer Leistungsfähigkeit eingebüßt hat, bewies sie bei ihrer Rückkehr nach Deutschland sofort.

Vanjak spielt seit 2017 für USC Münster

Seit 2017 spielt die variable Angreiferin in der Bundesliga für den USC Münster. Im vergangenen Jahr musste sie aufgrund eines Kreuzbandrisses lange pausieren. Doch auch dies warf sie nicht aus der Bahn.

Mittlerweile gehört Vanjak nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch in Münster zu den Leistungsträgerinnen - nicht zuletzt wegen ihrer Vielseitigkeit. Mitte, Diagonal, Außen - auf allen Positionen kann sie eingesetzt werden, auch wenn sie sich als Außenangreiferin am wohlsten fühlt.

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Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit zwei Siegen und drei Niederlagen gastiert Münster am Mittwoch beim Pokalsieger aus Schwerin.

Münster hat gegen Schwerin "nichts zu verlieren"

"Wir haben nichts zu verlieren. Es geht für uns darum, zu lernen und uns zu entwickeln. Wir wollen Schwerin das Leben so schwer wie möglich machen", blickt Vanjak auf das Duell mit dem großen Favoriten voraus.

In Münster gehört sie mit 24 Jahren schon zu den erfahrenen Spielerinnen. "Wir sind ein junges Team und wachsen noch zusammen. Deshalb gebe ich uns auch noch die Zeit", sagt Vanjak.

Auch sich selbst gibt sie noch ein paar Jahre im Profi-Volleyball. Was danach kommt, weiß sie noch nicht. "Im Moment bin ich gar nicht mehr so sicher", sagt sie. "Ich habe mich jetzt voll in den Volleyball geschmissen und hoffe, dass ich da so lange wie möglich bleiben kann."

Danach müsse man sehen, "ob ich dem Volleyball erhalten bleibe oder doch zurück zum Chemie-Ingenieurwesen gehe", sagt sie. Vielleicht aber, "mache ich noch etwas Drittes".

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