Sonne statt Silber: Deshalb hätte Karlitzek fast die historische EM verpasst
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München - Moritz Karlitzek übernimmt bei den United Volleys viel Verantwortung. Im Volleytalk berichtet er, warum er fast den wichtigsten Anruf seines Lebens verpasst hätte.

Es war das historische Event, das Deutschland im Sommer 2017 für den Volleyball-Sport begeisterte.

Bei der Europameisterschaft in Polen holte die DVV-Auswahl ihre erste EM-Medaille und musste sich nach Siegen über Tschechien (3:1) und Serbien (3:2) erst im Finale Russland knapp geschlagen geben (2:3).

Deutschland gewann die Silber-Medaille - doch ein Spieler hätte die Teilnahme auf kuriose Art und Weise beinahe verpasst.

Im SPORT1-Volleytalk erzählt Nationalspieler Moritz Karlitzek die nahezu unglaubliche Geschichte.

Geburtstag rettet EM-Medaille

Als im Sommer 2017 feststand, dass Karlitzek kein Teil des WM Kaders sein wird, erholte sich der damals 21-Jährige im Urlaub in Frankreich von der Bundesliga-Saison.

Währenddessen befand sich die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft mitten in der Vorbereitung für die EM in Polen.

Da sich dabei jedoch zwei Spieler aus dem EM-Kader verletzt hatten, plante Trainer Andrea Giani fest mit einer Nachnominierung Karlitzeks. Erreichen konnte der Bundestrainer den Außen-Angreifer des TV Rottenburg allerdings zunächst nicht - und das aus einem skurrilen Grund.

"Ich mache es immer so, dass im Urlaub mein Handy komplett aus ist. Ich habe kein einziges Mal drauf geschaut- außer an meinem Geburtstag", so Karlitzek. "Da habe ich dann 100 entgangene Anrufe von sämtlichen Leuten aus der Volleyball-Welt gehabt - und einen kleinen Schock dazu."

Karlitzek brach den Urlaub daraufhin sofort hab, reiste zum Team und trug wenig später seinen Teil zum Gewinn der Silber-Medaille des DVV-Teams bei.

"Es war mein erstes großes Turnier mit der Nationalmannschaft. Ich habe ganz, ganz viele Eindrücke gewonnen, wie so etwas läuft und wie das Niveau in der Weltspitze ist, erklärte Karlitzek und ergänzte: "Für mich war das ein Riesen-Ding."

Saisonziel? "So viel wie möglich zu gewinnen"

Im Anschluss an die Europameisterschaft wechselte Karlitzek aus Rottenburg zu den United Volleys nach Frankfurt.

Nachdem im Vorjahr erst im Playoff-Halbfinale gegen den Deutschen Meister Berlin Endstation war, liegen die United Volleys mit vier Siegen aus fünf Spielen klar im Soll. (Service: Die Tabelle der Volleyball-Bundesliga)

"Unser Ziel bleibt das gleiche - so viel wie möglich zu gewinnen. Wenn wir alle fit sind, gehen wir mit breiter Brust in jeden Wettkampf und glauben, dass wir gewinnen können, so Karlitzek. (Service: Der Spielplan der Volleyball-Bundesliga)

Ausland für Karlitzek "mehr denn je eine Option"

Mit 22 Jahren trägt Karlitzek bei den United Volleys trotz seines noch jungen Alters schon sehr viel Verantwortung. Sein Vertrag läuft 2019 aus, sodass er, aus Überlegungen, ins Ausland zu wechseln, keinen Hehl macht.

"Man denkt natürlich darüber nach. Ich denke das Ausland ist mehr denn je eine Option, die für mich näher rückt", sagte er, merkte jedoch auch an. 

"Im Moment stecken wir noch so tief in dieser eigentlich so frischen Saison. Da ist eigentlich gar nicht so viel Platz, dass ich konkrete Pläne entwickeln kann oder mir Gedanken mache, wie es dann im nächsten Jahr aussieht." 

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