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München - Nach einem Stotterstart meldet sich Titelverteidiger Berlin dank einer Siegesserie pünktlich zu den Playoffs zurück. Zwei Nachverpflichtungen haben großen Anteil.

Den Berlin Recycling Volleys ist gelungen, worauf jede Sportmannschaft im Saison-Endspurt hofft: Zur Bestleistung finden, wenn es darauf ankommt!

Nach einem eher wackligen Saisonstart hat sich der Titelverteidiger in der Hauptrunde der deutschen Volleyball-Bundesliga mit einer Serie von neun Siegen in Serie noch den dritten Platz gesichert.

Und die Top-Form bestätigte Berlin auch im ersten Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen die SWD powervolleys Düren, das der Hauptrunden-Dritte in der Best-of-Three-Serie souverän mit 3:0 gewann (Die Volleyball-Playoffs LIVE auf SPORT1).

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Mit zehn Erfolgen nacheinander ist Berlin nun der heißeste Favorit auf den Titel - nach dem Umbruch zu Beginn der Saison keine Selbstverständlichkeit.

Trainerwechsel und zwei Nationalspieler

Der neue Trainer Cedric Enard, Nachfolger von Stelian Moculescu, der erst im Februar 2018 Luke Reynolds abgelöst und die Berliner zur Meisterschaft geführt hatte, musste erst einmal Zugriff zur Mannschaft bekommen. Nach dem Stotterstart war es für ihn keine leichte Aufgabe, den Weg zurück in die Erfolgsspur zu finden (Alle Infos zu den Volleyball-Playoffs).

Mit Moritz Reichert und Jan Zimmermann verstärkten zu Beginn der Saison zwei deutsche Nationalspieler das Team, sie sollten die neuen Identifikationsfiguren des "Mini-Umbruchs" werden. Diese Rechnung ging dabei leider nur bei Reichert auf, Zimmermann blieb sportlich hinter den Erwartungen zurück.

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Berlin scheute sich im Anschluss nicht davor, den Zuspieler trotz seiner Rolle als Nationalspieler nach Belgien zu verkaufen. "Für diese Spieler ist es natürlich eine schwere Situation. Auf der anderen Seite steht aber der Verein, der Ergebnisse sehen will und etwas verändern will. Damit muss man dann umgehen", sagte Reichert im "Volleytalk" bei SPORT1 über diese radikale Entscheidung der Berliner.

Nachverpflichtungen Grankin und Rossard schlagen ein

Spätestens mit Zimmermann-Ersatz Sergei Grankin (Zuspieler) und Nicolas Rossard (Libero), die beide zur Saisonmitte nachverpflichtet wurden, kehrte der Erfolg zurück. Die beiden schlugen richtig ein und sind mitunter der Grund, warum die BR Volleys nun sogar von der Titelverteidigung träumen dürfen. "Sie haben sich super eingefügt, auch auf einer persönlichen Ebene", sagte Reichert über die beiden Neuzugänge.

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Am Mittwoch steht das zweite Viertelfinal-Spiel der Playoff-Serie für die Berliner an, auswärts bei Düren. Im Februar gelang dort ein hart erkämpfter 3:2-Sieg. "Düren ist als Viertelfinal-Gegner eine harte Nummer, vor allem auswärts wird es noch einmal ein gutes Stück schwerer. Das wird kein Selbstläufer, wir müssen genauso wie im ersten Spiel kämpfen", warnte Reichert vor dem heimstarken Gegner.

Mit einem Sieg stünden die Berliner im Halbfinale und wären dem 10. Meistertitel erneut einen Schritt näher - der auch (wieder) das ausgesprochene Ziel des Teams ist.

"Dass die Meisterschaft unser Ziel ist, war von Anfang an klar. Zwischendurch lief es nicht so für uns, aber wir wollen den Titel nach wie vor holen", lautete Reicherts Kampfansage.

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