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München und Hannover - Beim Comdirect Supercup kommt ein Glasboden zum Einsatz. Dieser ermöglicht spektakuläre Einblendungen und generiert Einnahmen - die Zukunft des Hallensports?

Es ist das Topduell im deutschen Volleyball, wenn am Sonntag im Comdirect Supercup (Volleyball comdirect Supercup: BR Volleys – VfB Friedrichshafen am Sonntag ab 14 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) die Berlin Recycling Volleys auf den VfB Friedrichshafen treffen und der erste offizielle Titel der Saison vergeben wird.

Doch nicht nur die Spieler werden mit ihren Aktionen für Spektakel sorgen. Denn im Wettstreit mit anderen Sportarten und im Kampf um Sponsoren geht die Volleyball-Bundesliga ganz neue Wege: Der Hallenboden in der Hannoveraner TUI-Arena ist eine echte Besonderheit.

Statt aus klassischem Bodenmaterial wird in Hannover ein Glasboden den Untergrund bilden. Zusätzlich sind Millionen von LED-Lichtern unter dem Boden angebracht, sodass der "ASB LumiFlex" wie ein auf dem Rücken liegender Monitor funktioniert. 

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"In der Theorie kann er alles, was ein Boden so können sollte", sagte Christof Babinski, Managing Director des Unternehmens ASB GlassFloor, im SPORT1 Volleytalk. Er ist den Anforderungen des Spitzensports also vollends gewachsen. Zudem ist er "ein Bildschirm, auf dem wir alles Mögliche darstellen können."

Neben den Spielfeldlinien besteht auch die Möglichkeit, Spieler-Tracking, Grafiken zum Spielverlauf oder besondere Effekte mit einzubinden - aber auch Werbung.

Revolutioniert der Glasboden die Hallen-Sportarten?

Der deutsche Volleyball-Supercup wird dabei das erste Spiel überhaupt in einer olympischen Sportart sein, das auf einem solchen Untergrund stattfinden wird. Es ist eine revolutionäre Idee, die nicht nur den Volleyball nachhaltig verändern kann.

"Dieser Boden kann für die Zukunft des Volleyballs, aber auch für andere Sportarten wie Basketball oder Handball, eine großartige Chance sein", sagte Georg Klein von den BR Volleys.

Auch die Frauen - Meister Allianz MTV Stuttgart trifft auf die Pokalsiegerinnen des SSC Palmberg Schwerin - freuen sich (Volleyball comdirect Supercup: Allianz MTV Stuttgart - SSC Palmberg Schwerin ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

Sportdirektorin Renkema freut sich

"Ich finde das cool. Man sollte immer wieder neue Sachen versuchen", meinte Stuttgarts Sportdirektorin Kim Renkema bei SPORT1: "Ich sehe da nur Positives drin. Der Glasboden kann die Zukunft sein."

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Für die Liga sei besonders die neue Einkommensquelle relevant, da neue Werbeflächen generiert werden, betonte Babinski bei SPORT1. "Für die Spieler hat der Boden den Vorteil, dass er einen sehr guten Grip bietet und sehr elastisch ist." Zudem soll die Sportart weiter in den Vordergrund gerückt werden.

Es gehe auch darum, "die Athleten zu Stars zu machen und es unter ihnen brennen zu lassen".

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