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Jochen Schöps und Georg Grozer feierten im DVV-Team große Erfolge
Jochen Schöps und Georg Grozer feierten im DVV-Team große Erfolge © Imago
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München - Jochen Schöps stand viele Jahre im Schatten von Georg Grozer. Vor dem Start in die neue Saison verrät er im SPORT1-Volleytalk, warum ihm das nie etwas ausgemacht hat.

Jochen Schöps will es noch einmal allen zeigen.

Mit 36 Jahren hat der ehemalige Volleyball-Nationalspieler noch einmal eine neue Herausforderung angenommen und wechselte Anfang Januar diesen Jahres zu den United Volleys Frankfurt.

Nachdem die vergangene Spielzeit wegen der Corona-Pandemie frühzeitig abgebrochen werden musste, soll die neue Saison der Volleyball-Bundesliga am 17. Oktober endlich starten.

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Die Frankfurter seien nun zwar nicht mehr so stark einzuschätzen wie im vergangenen Jahr, dafür rückten jetzt immer mehr vielversprechende Talente aus dem Internat des Klubs ins Team, sagt Schöps im Volleytalk bei SPORT1.

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Schöps kehrt nach Deutschland zurück

"Die machen das richtig richtig gut im Training, aber man muss dann sehen, wie sie das im Spiel machen. Das ist schon etwas anderes", erklärt Schöps, der vor seiner Rückkehr nach Deutschland Anfang des Jahres einen kurzen Abstecher in den Nahen Osten gemacht hat.

"Wir wollten letztes Jahr den Volleyball nutzen, um rauszukommen und neue Kulturen kennenzulernen. Deshalb bin ich in Katar gelandet", erklärte der 318-malige Nationalspieler sein Engagement bei Police SC Katar.

"Ich wollte im Süden spielen, da ich sonst in eher kälteren Ländern (Polen, Russland, Anm. d. Red.) gespielt habe. Für die Türkei hat es vielleicht nicht mehr gereicht, dann wurde es Katar", erzählt Schöps weiter.

Während er nun seine Vereins-Karriere in Frankfurt fortsetzt, hat er seine Laufbahn in der Nationalmannschaft bereits 2018 beendet.

Schöps: "Georg ist der bessere Spieler"

Er und Georg Grozer wechselten sich dort jahrelang als Diagonalangreifer ab und lehrten so manchem Gegner das Fürchten. Dass er in der öffentlichen Wahrnehmung immer ein wenig im Schatten von Grozer stand, macht ihm nichts aus.

"Natürlich ist Georg der bessere Spieler, der dann auch anfangen soll. Wir haben aber ganz unterschiedliche Spielstile und ich habe gedacht, dass wenn er mit seinem Stil nicht durchkommt, ich dann helfen kann", sagt Schöps: "Ich habe das als Herausforderung angesehen."

Dennoch: Irgendwann war für den Familienmenschen der Punkt gekommen, "dass man sich das salopp gesagt nicht nochmal geben muss, auf der Bank zu sitzen", erklärt Schöps im Nachhinein seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft, mit der er 2009 Europaliga-Sieger wurde und 2014 WM-Bronze gewann.

Ein Gefühl der geringen Wertschätzung habe er nie gespürt, betont Schöps.

Wechselt Schöps ins Management?

In Frankfurt würde er übrigens gerne länger bleiben, auch nach einer Spielerkarriere. "Die Idee war schon, welche Positionen theoretisch im Verein in der Führung oder im Management frei sind", sagt er.

Aber das sei jetzt erst einmal zweitrangig. "Viele Klubs, auch wir, haben mit Corona zu kämpfen, da werden keine Stellen aus dem Boden gestampft." Dennoch, so gibt er zu, wäre es schön, "wenn das irgendwann klappen würde."

Das komplette Gespräch mit Jochen Schöps es zum Nachhören im SPORT1-Volleytalk.

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