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Stefan Thiel stand seit 2018 für die Bisons Bühl auf dem Feld
Stefan Thiel stand seit 2018 für die Bisons Bühl auf dem Feld © Imago
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München - Die Volleyball Bisons Bühl spielen nächste Saison nicht mehr in der Bundesliga. Vom endgültigen Aus ihres Klubs erfahren diverse Spieler nur aus den Medien.

Bittere Worte nach dem Bühl-Aus!

Die Nachricht, dass die Volleyball Bisons Bühl für die kommenden Saison keine Bundesligalizenz beantragen, hat die deutsche Volleyball-Szene tief getroffen. (Alles zum Volleyball)

Laut Oliver Stolle stand dieses Szenario aber bereits seit dem Saisonende im Raum. "Am Ende der Saison wussten wir, dass das Budget noch nicht sicher ist und wir kämpfen müssen", bestätigte der Bisons-Manager auf SPORT1-Nachfrage. Die endgültige Entscheidung sei dann am 6. Mai gefallen.

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Die Spieler seien direkt im Anschluss via Pressemitteilung, per Telefon oder Textmessages unterrichtet worden. "Je nachdem, was früher eingetreten ist", erklärte Stolle die Kontaktaufnahme mit den Spielern.

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Einer der betroffenen Spieler war Stefan Thiel. Der Zuspieler spielt seit 2018 in Bühl und erfuhr seinerseits von seinem Teamkollegen Tim Stöhr von dem Aus. Im Anschluss habe er es "dann auf Facebook gelesen. Dann kam auch die Nachricht des Managements. Also habe ich es über drei Wege mitbekommen", beschrieb er bei SPORT1 die verrückten Stunden.

Als Spieler ist man "traurig und geknickt"

Komplett zufrieden war er nicht mit der Informationspolitik des Vereins, allerdings könne er es verstehen, da die Entscheidung wohl auch erst am Abend gefallen und diese Zeit sehr stressig für die Verantwortlichen gewesen sei. Generell sei man als Spieler einfach "traurig und geknickt, dass es Bühl getroffen hat. Da ist es dann auch zweitrangig, wie man das erfahren hat."

Trotzdem sei die ganzen Situation "sehr ärgerlich für alle beteiligten Spieler." Dabei hätten die Verantwortlichen immer betont, dass sich die Spieler, sollten sie andere Angebote haben, nicht auf ein Angebot von Bühl verlassen dürfen. "Es wurde immer klar kommuniziert, dass erstmal nach dem Geld geschaut wird", gab Thiel offen zu.

Allerdings hätten die Spieler - auch er - die Situation positiver eingeschätzt, als es wirklich war. Daher seien sie davon ausgegangen, dass es kommende Saison weitergehen würde.

Stefan Thiel: Fragezeichen hinter eigener Zukunft

Hinter seiner Zukunft steht nun ein großes Fragezeichen. Natürlich habe er sich in der aktuellen Situation schon umgehört. Aber nachdem das Aus nun endgültig feststeht, müsse er erstmal schauen, "was für Positionen jetzt überhaupt noch frei sind."

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Das Aus für Bühl macht Thiel eindeutig an den Folgen der Corona-Pandemie fest. Der Sponsoren-Pool bestand bei den Bisons hauptsächlich aus mittelständischen und kleineren Unternehmen. Diese sind von Corona aber besonders getroffen worden.

Da bei den Bisons aber die vergangene Saison in puncto Finanzen schon auf Kante genäht war, war kein Spielraum mehr vorhanden. "Die Sponsorenakquise ist in der Coronakrise aber einfach schwierig. Da schauen die Unternehmen auf sich selbst", beschrieb er die Situation.

Weiter Volleyball in Bühl

Immerhin hatte Bisons-Manager Stolle noch eine gute Nachricht für alle Volleyball-Fans in Bühl.

"Bühl wird weiter auch Volleyball sein", zeigte er sich optimistisch und fügte hinzu: "Wir werden wie gehabt im Jugend- und Amateurbereich arbeiten und sind bereits in der Organisation des Spielbetriebs für die kommende Saison."

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