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München - Den Allianz MTV Stuttgart plagen vor dem DVV-Pokalfinale Verletzungssorgen. Insbesondere die Verletzung von Superstar Krystal Rivers gibt Rätsel auf.

In der SAP Arena in Mannheim steht ein echter Pokal-Hammer auf dem Programm. (DVV-Pokalfinale: Allianz MTV Stuttgart - Dresdner SC, Sonntag ab 16.00 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream)

Der MTV Stuttgart trifft auf den Dresdner SC - zwei Teams, die die Finals der vergangenen Jahre maßgeblich mitgeprägt haben.

Doch Stuttgart fehlen im Pokalfinale einige wichtige Spielerinnen, darunter die verletzte Nationalspielerin Pia Kästner (Verschleißerkrankung an der Wirbelsäule), Channon Thompson (Knieoperation) und Neuzugang Simone Lee, die für das Match am Sonntag nicht spielberechtigt ist.

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Ein Blick auf die aktuelle Tabellensituation - Dresden auf Platz 4, Stuttgart auf Platz 2 - spricht zwar für die Stuttgarterinnen, zumal sie in der vergangenen Saison Deutscher Meister geworden sind, aber durch die Ausfälle fährt Stuttgart arg gebeutelt nach Mannheim.

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Droht den Stuttgarterinnen jetzt eine Pokalfinal-Pleite wie 2019, als sie klar und deutlich mit 0:3-Sätzen vom SSC Palmberg Schwerin nach Hause geschickt wurden?

Stuttgart angeschlagen ins Pokalfinale

Es könnte zumindest schwer werden, denn zu den sowieso ausfallenden Stuttgarterinnen gesellt sich eine angeschlagene Krystal Rivers.

Der Grund: Erst am Mittwoch gab die 25-Jährige beim 3:0-Sieg gegen Nawaro Straubing ihr Comeback, nachdem sie mehrere Wochen wegen Rückenproblemen pausieren musste.

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Dort stand sie nur zwei Sätze auf dem Feld - sollte weiterhin geschont werden.

Wie fit ist Rivers?

Somit ist es mehr als fraglich, ob die Topangreiferin nach ihrer Verletzungspause wieder in gewohnter Topform spielen kann.

Über die Art der Verletzung wollen sowohl Spielerin als auch Sportdirektorin Kim Renkema nichts Genaueres sagen. "Ich möchte nicht über meine Verletzung sprechen", erklärte Rivers im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Renkema erklärte, dass es "eine genaue Diagnose" nicht gebe.

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Doch die Fans und das Team dürfen davon ausgehen, dass Rivers, sofern sie auf dem Feld steht, alles für das Team gibt und kämpfen wird.

So, wie sie es schon immer getan hat.

Die schwere Verletzungshistorie von Rivers

Denn die 25 jährige US-amerikanische Volleyballerin blickt bereits jetzt auf eine schwere und lange Verletzungshistorie zurück.

Wie Rivers Anfang letzten Jahres der Stuttgarter Zeitung erzählte, wurde sie mit dem sogenannten Tethered-Spinal­-Cord­-Syndrom geboren.

Dadurch konnte sie ihre verkürzte Wirbelsäule nicht bewegen, hatte eine offene Decke und einige deformierte Knochen. Die Diagnose der Ärzte: große Hoffnung, dass Rivers irgendwann laufen könnte, gäbe es nicht. Das Syndrom bedeutete für Rivers zahlreiche OPs, aber sie kämpfte und konnte der Krankheit trotzen.

Doch mit 19 Jahren kam der nächste Rückschlag: Krebs. Aber auch diesen bekämpfte sie erfolgreich. Anschließend begann ihr Weg als Profisportlerin.

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2018 hieß es für Rivers dann: auf nach Stuttgart.

Und jetzt zwei Jahre später kann sie wieder einmal unter Beweis stellen, was für eine Kämpfernatur sie ist und mit Stuttgart vielleicht den vierten Titel feiern.

Ein Hoffnungsschimmer für Stuttgart: Im letzten Duell der beiden Mannschaften Mitte Januar in der Bundesliga gingen die Stuttgarterinnen mit einem 3:1-Sieg vom Platz und im Gegensatz zur Konkurrenz aus Dresden konnte der MTV bei seiner Pokal-Generalprobe gewinnen.

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