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Lodz - Bei der Volleyball-EM sorgen die deutschen Frauen für Furore. Im Team der "jungen Wilden" ist Louisa Lippmann die Anführerin - und kämpft doch mit Nervosität.

Aktuell herrscht bei den deutschen Volleyballerinnen Euphorie pur.

Mit fünf Siegen haben sie die Gruppe D souverän als Gruppenerster abgeschlossen, vor allem der Erfolg gegen Rekordeuropameister Russland war ein eindeutiges Ausrufezeichen. Mit dieser jungen Mannschaft ist zu rechnen bei der Medaillenvergabe.

Nun soll das Märchen der Schmetterlinge im Achtelfinale gegen Slowenien weitergehen. (Volleyball-EM, Achtelfinale: Deutschland - Slowenien, ab 17.55 Uhr im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

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Lippmann lobt die "jungen Wilden"

Ganz erheblichen Anteil an dieser Erfolgsstory der deutschen Frauen hat Louisa Lippmann. Trotz ihrer erst 24 Jahre ist die Diagonal-Angreiferin die Leaderin des Teams.

Bundestrainer Felix Koslowski hat sein Vertrauen in ein sehr junges Team gesetzt. Gerade einmal 23,7 Jahre alt ist die DVV-Auswahl im Schnitt.

"Die 'jungen Wilden' passt schon. Wir haben ein sehr junges Team und viele dabei, die ihre erste Europameisterschaft spielen", erklärt Lippmann im SPORT1-Interview. Insgesamt habe die Mannschaft aber vor allem eine gute Mischung - und die Jugend habe auch ihre Vorteile: "Das Frische, Junge, und vor allem der Spielwitz, den die Spielerinnen reinbringen, ist wichtig."

Der Kampf mit der Nervosität

Lippmann liegt zwar selbst nur knapp über dem Altersschnitt, mit ihrer Klasse und Erfahrung beim italienischen Top-Team Il Bisonte Firenze übernimmt sie aber immer wieder Verantwortung und geht auf dem Feld voran - und doch hat auch sie immer noch mit Nervosität zu kämpfen.

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"Ich habe natürlich schon ein bisschen mehr Erfahrung, aber man hat auch noch nicht alles erlebt und weiß auch noch nicht alles", gesteht sie ihre eigenen Grenzen und fügt hinzu: "Wobei ich wahrscheinlich von allen auf dem Feld meistens diejenige bin, die mitunter am allermeisten aufgeregt ist."

Bisher weiß sie diese Nervosität gut in Leistung umzumünzen. So gut, dass manch einer schon davon träumt, die deutsche Mannschaft könnte an die EM-Silbermedaillen von 2011 und 2013 anknüpfen.

Daran will Lippmann aber noch keine Gedanken verschwenden, genauso wenig wie an mögliche Gegner auf dem Weg in Richtung Medaille.

"Im Endeffekt ist es wichtig, was wir selbst spielen wollen. Natürlich machen wir auch taktische Anpassungen an den Gegner, aber wir wollen uns trotzdem auf uns konzentrieren und wollen Ball für Ball oder Spiel für Spiel spielen. Das ist das Wichtige", betont sie.

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"Es ist ein Land, in dem Volleyball total gelebt wird und es herrscht eine andere Fan-Mentalität. Ich bin gespannt, was mich dort erwarten wird", meint Lippmann - und zeigt schon wieder einen Hauch von Nervosität.

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Wenn sie die in ihrer neuen Heimat künftig auch so gut in positive Energie umsetzt wie im DVV-Trikot, werden die chinesischen Fans viel Freude an ihr haben.

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