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Georg Grozer (r.) war über drei Monate verletzt
Georg Grozer (r.) war über drei Monate verletzt © Getty Images
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Die deutschen Volleyballer können bei der EM wieder auf Georg Grozer bauen. Der Diagonalangreifer ist nach über drei Monaten Pause aber noch auf dem Weg zu alter Stärke.

Georg Grozer war unsicher, ob er eine Hilfe für die Nationalmannschaft sein kann. Doch der Bundestrainer wollte auf keinen Fall auf ihn verzichten.

"Ich habe mit Andrea Giani gesprochen, dass ich nicht in Form bin, aber gerne die Vorbereitung mitmachen möchte. Und dann muss er selbst entscheiden, ob er mich mitnimmt", sagte der Volleyball-Star dem SID. (Alle Infos zur Volleyball-EM 2019 der Männer)

Für Giani kam es nicht infrage, den schlagstarken "Hammerschorsch" zu Hause zu lassen. "Georg ist einer der wenigen Spieler auf der Welt, der die Möglichkeit hat, ein Spiel, die Einstellung, das Gesicht einer Mannschaft zu verändern, selbst wenn er so wie jetzt noch nicht bei seinem Maximum ist. Er ist fast unersetzlich für uns", sagte der Italiener.

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Grozer zieht Kollegen in Vorbereitung mit

Im Sommer pausierte Grozer über drei Monate. Erst kamen ihm Rückenprobleme in die Quere. Dann wollte er Zeit für seine beiden Töchter haben. "Weil ich jetzt einen anderen Familienstand habe, waren die Kinder bei mir, da bleibt nicht viel Zeit für Volleyball", so Grozer, der von seiner Frau Violetta getrennt lebt.

Dass die Zeit mit der Nationalmannschaft vor Turnierbeginn dieses Jahr besonders kurz ausfiel, ist für Grozer eine ganz neue Erfahrung. "Aber das ist alles Kopfsache und Herzsache", sagte der gebürtige Ungar. Schon in der Vorbereitung veränderte Grozer die Chemie im Team, mit seiner Einstellung und seinem Ehrgeiz riss er alle mit.

Im letzten Vorbereitungsspiel vor dem EM-Auftakt am Freitag gegen Serbien (15 Uhr im TV auf SPORT1+) überzeugte Grozer mit 21 Punkten gegen Frankreich. "Das lief schon ganz gut", sagte der Perfektionist. "Aber in einigen Situationen bin ich noch nicht wieder voll da."

Kampa und Co. wollen zu Olympia 2020

Kapitän Lukas Kampa relativiert: "Auch wenn Georg mit sich selbst noch nicht zufrieden ist, mit seiner Sprungkraft und seiner Schlaghärte, da verstecken sich die anderen trotzdem."

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Grozers letztes großes Ziel mit der Nationalmannschaft sind die Olympischen Spiele in Tokio, danach will er der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf dem Weg dorthin ist ein gutes Ergebnis bei der EM enorm wichtig - für Grozer ist es bereits die siebte.

"Wenn wir nicht unsere Leistung bringen, dann werden uns die Gegner in Berlin mit ganz anderen Augen sehen. Wir müssen in jedem Spiel das Maximum leisten", sagt Grozer. Im Januar kämpft die DVV-Auswahl zu Hause in einem Achterturnier um das letzte europäische Ticket.

Seiner großen Leidenschaft 2020 ganz den Rücken zu kehren, das kann sich der 34-Jährige allerdings nicht vorstellen: "Solange die Knochen mitmachen, werde ich bestimmt auf dem Spielfeld stehen." Nur in der Nationalmannschaft, da müssen sie bald ohne ihn auskommen.

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