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Mariama Jamanka und Annika Drazek rasen in St. Moritz auf Platz zwei
Mariama Jamanka und Annika Drazek rasen in St. Moritz auf Platz zwei © Getty Images
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Die deutschen Bob-Frauen feiern beim Weltcup in St. Moritz einen großen Erfolg. Mit zwei Podestplätzen sichern sich die Pilotinnen einen weiteren Slot bei Olympia.

Die deutschen Bob-Frauen haben beim prestigeträchtigen Weltcup in St. Moritz geglänzt und sich damit drei Startplätze für Olympia in Pyeongchang gesichert.

Vier Wochen vor den Winterspielen belegte Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek in einem sehr schnellen Rennen den zweiten Platz und musste sich nur Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA geschlagen geben.

Auf dem starken dritten Rang landete Stephanie Schneider mit Lisa Buckwitz. Anna Köhler hatte mit Erline Nolte am Samstag Probleme und kam nicht über Rang 17 hinaus. Dennoch belegen die drei deutschen Pilotinnen im Nationenranking nun den zweiten Rang, nur die beiden besten Länder bekommen drei Startplätze für Südkorea.

In St. Moritz enttäuschten unter anderem die kanadische Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Platz 9) mit einem neuen Schlitten, Deutschland hielt den zweiten Gesamtrang hinter den USA.

Die deutschen Schlitten vom Stammausrüster FES beeindruckten am Samstag mit hoher Endgeschwindigkeit, das machte gleichzeitig Hoffnung für Francesco Friedrich. Der Weltmeister aus Oberbärenburg tat sich in dieser Saison mit einem Gerät des österreichischen Herstellers Wallner sehr schwer und haderte mit der Geschwindigkeit. Am vergangenen Wochenende wechselte er daher wieder auf einen FES-Bob. Derart kurz vor Olympia ein riskanter Materialwechsel, der sich nun aber auszahlen könnte.

Dreifachsieg für deutsche Männer

Die Zweierbobs der Männer haben sich beim wichtigen Weltcup in St. Moritz in Olympia-Form präsentiert und den ersten Dreifachsieg der Saison gefeiert. Vier Wochen vor den Winterspielen gewann Nico Walther mit Christian Poser vor Weltmeister Francesco Friedrich mit Thorsten Margis und Johannes Lochner mit Christopher Weber. Der zuletzt so starke Kanadier Justin Kripps wurde Vierter.

Mit Blick auf die Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) waren die Leistungen ein wichtiges Signal, das vor allem in der Materialfrage erste Antworten gab. Hoffnungsträger Friedrich, Serien-Weltmeister im Zweier, hatte sich in diesem Winter auf einem Schlitten des österreichischen Herstellers Wallner lange Zeit schwer getan, erst am vergangenen Wochenende in Altenberg stieg er daher kurzfristig wieder auf ein Gerät des Stammherstellers FES um.

Mit einem solchen ist auch Walther unterwegs. Und mit dem FES-Gerät scheint auch Friedrich nun gerade noch rechtzeitig seinen Olympia-Rhythmus zu finden.

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